Lanters erfolgreicher Saisonabschluss

Am 22. September 2019 wurde bei nochmals fast sommerlichen Temperaturen und wunderschönem Herbst-Wetter in Siebnen, im Kanton Schwyz, das Herbstschwinget durchgeführt. 139 Schwinger nahmen am bald letzten Schwingfest der Schwingsaison teil und lieferten den Zuschauern tolle Zweikämpfe.

Christian Lanter und Fabian Plüer sind zwei der Teilnehmer, welche für den Nordostschweizerischen Schwingvervand antreten durften.

Der Kollbrunner Christian Lanter darf auf einen gelungenen Saisonabschluss zurückblicken. Der gelernte Landmaschinenmechaniker verlor zwar schon den ersten Gang gegen den Teilverbandskranzer Philipp Schuler (Rothenthurm), konnte aber mit den weiteren Kämpfen seinen schwachen Start wieder etwas gut machen. Im zweiten Kampf durfte Lanter seinem Gegner schon das Sägemehl vom Rücken wischen. Weiter ging es mit einem Remis bei dem er gerade mal 8.75 Punkte erhielt. Seine nächsten zwei Gegner mussten nochmals dran glauben und landeten beide direkt mit dem Rücken im Sägemehl, was Lanter gleich zweimal die Höchstnote von 10.00 Punkten einbrachte. Mit dieser Leistung wurde ihm dann der Eidgenosse Reto Nötzli (Pfäffikon SZ) zugeteilt. Diesmal musste sich Lanter geschlagen geben, so erreichte er mit insgesamt 55.75 Punkten den Schlussrang 11i.

Für den Winterthurer Athleten Fabian Plüer lief es leider nicht ganz so gut. Zwar startete der Zimmermannslehrling besser als sein Klubkollege Lanter, doch danach konnte er seine Leistung nicht mehr abrufen. Plüer konnte den ersten Kampf souverän mit gleich 10.00 Punkten für sich entscheiden. Die zweite Begegnung endete dann für ihn mit einer Niederlage und immerhin noch 8.75 Punkten. Doch bei den letzten vier Begegnungen kam er weder über eine Niederlage noch über 8.50 Punkte hinaus. Mit diesem Notenblatt landete Plüer mit 52.75 erkämpften Punkten auf dem Rang 22b.

KLubschwinget

SchnupperschwingenPlan Flaach

Am 7. September wurde in Jonschwil SG das Buebeschwinget Uzwil mit insgesamt 281 Schwingern und rund 600 Zuschauern durchgeführt. Der Schwingklub Winterthur durfte fünf Athleten in den Kampf schicken, leider musste einer davon nach dem vierten Gang aufgrund einer Verletzung aufgeben.

Verletzte Sportler am Buebeschwinget

In der Kategorie 2010/ 2011 konnte Andrin Kupper auf dem Rang 11c überzeugen. Der Elgger startete zwar mit zwei verlorenen Gängen in den Tag, konnte aber recht aufdrehen und die Kämpfe drei, vier und fünf alle für sich entscheiden, zwei davon sogar mit der Höchstnote von 10.00 Punkten. Leider musste er sich von seinem letzten Gegner das Sägemehl nochmals vom Rücken wischen lassen. So erreichte Andrin gute 55.25 Punkte.

Der Schlatter Schwinger Loris Anliker gewann gleich den ersten Kampf, musste sich aber schon im zweiten Gang einen Kreis ins Notenblatt schreiben lassen. Vor dem Mittag entlockte der Sennenschwinger seinem Gegner noch ein Unentschieden. In der vierten Begegnung konnte Loris seinen Kontrahenten sauber auf den Rücken legen, was ihm gleich 10.00 Punkte einbrachte. Leider musste er sich in den Gängen fünf und sechs zwei Niederlagen eingestehen. Mit dieser Leistung erschwang er sich in der Kategorie 2008/ 2009 den Rang 16b mit 54.50 Punkten.

Der 2007 geborene Ramon Anliker musste sich im ersten Gang schon geschlagen geben, gewann aber schon den darauffolgenen Kampf. Leider war das Glück an diesem Schwingfest nicht an der Seite von Ramon und er musste sich nochmals zwei verlorene Begegnungen eingestehen und sogar nach dem vierten Gang aufgeben. Ramon erhielt mit vier geschwungenen Gängen in der Kategorie 2006/ 2007 35.25 Punkte auf dem Rang 23c.

In der ältesten Kategorie 2004/ 2005 landeten die beiden Winterthurer Schwinger gleich auf dem selben Rang. Nino Anliker konnte die erste Begegnung souverän mit 10.00 Punkten für sich entscheiden. Nach diesem guten Start musste er als Verlierer vom Sägemehlring gehen. In den nächsten zwei Kämpfe konnte Nino wieder triumphieren, musste aber schon in der weiteren Begegnung selber am Sägemehl schnuppern. Im letzten Gang erschwang sich Nino ein Remis und erreichte somit den Rang 11b mit 55.75 Punkten.

Für den Wildberger Janos Bachmann sah es zuerst ein wenig bitter aus, musste er sich doch gleich in den ersten zwei Kämpfe auf den Rücken legen lassen. Nach dieser Pleite drehte der Turnerschwinger auf und konnte seinen Gegner gleich so ins Sägemehl werfen, dass dieser direkt auf dem Rücken landete, was ihm die Höchstnote einbrachte. Leider wurde er etwas übermütig und landete sogleich wieder auf dem Kreuz. Janos liess das nicht auf sich sitzen und gewann seine letzen zwei Begegnungen. Er erschwang sich mit 55.75 Punkten den Rang 11d.

Keine Auszeichnung für den Schwingklub Winterthur

Am Sonntag, 1. September 2019 fand im Toggenburg auf der Wolzenalp das Wolzenalpschwinget statt.

Der Sieger Daniel Bösch (Zuzwil) gewann das Schwingfest souverän mit sechs Siegen und genau 60.00 Punkten. Der Eidgenosse Martin Roth (Waldstatt), musste sich schon im ersten Gang gegen den 106-fachen Kranzschwinger geschlagen geben. Nach diesem Sieg konnte Bösch auch den späteren Schlussgangteilnehmer Rico Baumann (Andelfingen) aufs Kreuz legen. Der dritte Gegner des eidgenössischen Kranzschwingers Werner Schlegel (Hemberg) musste ebenfalls untendurch und gab den Kampf nach diesem Gang aufgrund einer Verletzung auf. Nach dem Mittagessen mussten nochmals alle Kontrahenten Böschs daran glauben und am Sägemehl schnuppern. Den Schlussgang gewann er nach 1.36 mit Kurz.

Der Zweitplatzierte Rico Baumann qualifizierte sich mit vier Siegen, einer Niederlage und einem Gestellten für den Schlussgang. Da Bösch so einen grossen Punktevorsprung hatte musste im sechsten Gang ausgeschwungen werden. Baumann erreichte für seine vier Siege die Höchstnote und gewann im fünften Gang sogar gegen den Eidgenossen Martin Roth (Waldstatt). Mit dieser Leistung erreichte er insgesamt 57.50 Punkte.

Der Schwingklub Winterthur darf sich leider keine Auszeichnung verbuchen lassen.

Der einzige Teilnehmer aus dem Stadtklub, Fabian Plüer aus Winterthur, hatte bedauerlicherweise keinen guten Tag. Schon im ersten Kampf musste er sich von einem Kranzschwinger das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Die weiteren zwei Begegnungen endeten leider auch nicht positiv für den Zimmermannslehrling. Nach dem Mittagessen taute Plüer ein wenig auf und holte sich gleich einen Sieg mit 10.00 Punkten ab.

Der fünfte Gegner war dem 2003 geborenen Sportler dann wieder überlegen und er musste erneut unten durch. Plüer beendete das Schwingfest mit einem zweiten Sieg auf dem Schlussrang 16e mit genau 54.00 Punkten.

Am Wochenende vom 24. & 25. August 2019 fand in Zug der grösste Sportanlass der Schweiz mit souveräner Planung des innerschweizerischen Schwingverbandes statt. Die 56'500 Zuschauer wurden am Samstag und Sonntag mit hochstehendem Schwingsport und überraschenden Ergebnissen beglückt. Die jungen Bösen konnte ihrer Favoritenrolle leider nicht ganz gerecht werden, denn die Erfahrung der «Oldies» im Schwingsport überwiegte trotzdem noch. Einzig Joel Wicki aus dem Entlebuch kann sich bis ganz an die Spitze vorkämpfen und darf sich nach diesem Wochenende Erstgekrönter nennen.

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Wicki qualifizierte sich mit sechs Siegen und einem Remis im fünften Gang gegen den Tagessieger Christian Stucki (Lyss) für den Schlussgang. Dabei gewann Wicki seine Gegner so schnell, dass er bei total sechs Begegnungen insgesamt, keine zwei Minuten im Sägemehlring stand. Sein grösster Gegner an diesem Tag, stand mit fünf Siegen und zwei Unentschieden im wichtigsten Kampf des Tages. Nach dem zweiten Zug konnte Stucki Wicki mit dem Rücken ins Sägemehl zwingen und darf sich mit seinen 34 Jahren als der älteste Schwingerkönig feiern lassen. Er gewann zwar den Schlussgang stand aber mit Wicki punktemässig auf gleicher Höhe, so wurde Wicki Erstgekrönter.

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Die favorisierten Schwinger aus der Nordost- und Innerschweiz und der Berner Selektion Samuel Giger, Orlik Armon, Pirmin Reichmuth, Nick Alpiger und Remo Käser konnten sich zum Teil zwar vorkämpfen aber auch einige von ihnen mussten sich den Gegnern beugen. Remo Käser, der Sohn von Schwingerkönig Adrian Käser und Nick Alpiger, der Sieger des Innerschweizerischen Schwingfestes 2019 in Flüelen, mussten beide verletzungshalber nach dem vierten Gang den Kampf um die Krone aufgeben.

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Für den Zweitplatzierten des ESAF 2016 in Estavayer Armon Orlik konnte es am Samstag nicht besser laufen. Mit vier gewonnenen Gängen, davon nur einer nicht mit der Höchstnote von 10.00 Punkten, konnte er unbeschwerter in den Sonntag starten als seine Mitfavoriten. Nach einem weiteren Sieg gegen den ehemaligen Schwingerkönig von 2010 Kilian Wenger (Horboden), geriet sein Lauf ein wenig ins Stocken. Christian Stucki (Lyss) konnte als erster dem Bündner Giganten ein Unentschieden abringen. Nach diesem sehr unspektakulären Kampf, bei dem es für beide Schwinger umstrittene 9.00 Punkte gab, musste sich Orlik nochmals mit einem Remis gegen Sven Schurtenberger (Buttisholz) zufrieden geben. Orlik beendete das Schwingfest schlussendlich mit einem Sieg gegen den Teilverbandskranzer Fabian Staudenmann (Guggisberg).

Dem Zuger Pirmin Reichmuth wusste schon im ersten Gang nicht recht wie ihm geschah, als Christian Stucki (Lyss) ihn schon am Boden hatte. Dieser missratene Start brachte den Physiotherapie-Studenten so aus dem Konzept, dass auch der zweite Kampf nicht siegreich für ihn endete sondern in einem Remis. Reichmuth konnte sich mental wieder auffangen und wurde seiner konstanten Leistung erneut gerecht. So legte er reihenweise Shane Dändliker (Feldbach), Mike Peng (Malix), Stephan Studinger (Däniken), Fritz Ramseier (Süderen), Matthias Aeschbacher (Rüegsauschachen) und Kilian Wenger (Horboden) auf den Rücken.

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Samuel Giger musste sich gleich im ersten Kampf gegen den Innerschweizer Nick Alpiger eine Niederlage eingestehen, somit ist Alpiger der erste Schwinger seit zwei Jahren der Giger bezwang. Nach dieser Pleite konnte er gegen das Nordwestschweizerische Jungtalent Joel Strebel seine Niederlage wieder gutmachen. Dies sollte aber nicht so weiter gehen und Giger schockte mit einer erneuten Schlappe gegen René Suppiger. Somit stand schon nach dem dritten Gang fest, dass Giger nur noch um den eidgenössischen Kranz schwingen wird. Nach diesem missglückten Auftakt wurde Giger den Erwartungen wieder gerecht und warf seine Gegner einer nach dem anderen ins Sägemehl.

Die Winterthurer Schwinger Samir Leuppi, Beda Arztmann und Philipp Lehmann durften alle am Sonntag nochmals in die Schwinghosen steigen. Leider konnte nur Leuppi den eidgenössischen Kranz mit nach Hause nehmen.

Arztmann (Ossingen) schwang am Sonntag nach drei Niederlagen und einem Sieg nochmals mit, musste sich aber nach dem sechsten Gang verabschieden, da er nicht mehr mithalten konnte und die Begegnungen schlussendlich verlor. Er erreichte 52.75 Punkte und den Schlussrang 32b.

Lehmann lief es ein wenige besser. Der Humliker Schwinger konnte immerhin noch ein Unentschieden, anstatt eines verlorenen Ganges, rausholen. Lehmann erkämpfte sich einen viertel Punkt mehr als Arztmann (53.00 Punkte) auf dem Rang 31g.

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Leuppi darf mit seiner Leistung äusserst zufrieden sein. Gewann er doch schon in der ersten Begegnung gegen den Eidgenossen Mario Thürig (Möriken). Der Kranzschwinger im zweiten Kampf konnte ihm ein Remis aufzwingen, der dritte Gegner gewann sogar gegen Leuppi. Der Teilverbandskrazer Philipp Schuler (Rothenthurm) konnte ihm dann nichts mehr anhaben und musste sich geschlagen geben. Am Sonntag startete Leuppi mit einem Remis, entschied dann aber die folgenden zwei Begegnungen mit der Höchstnote für sich. Die letzte Begegnung endete für Leuppi zwar nochmals in einem Unentschiden, dies änderte aber nichts an der Tatsache, dass er sich die begehrteste Auszeichnung des Schwingsports erkämpfen konnte. Leuppi stand schlussendlich mit 74.75 Punkten auf dem Rang 11e.