Am 21. September 2019 fand sich um 9.45 Uhr eine kleine Schar des Schwingklub Winterthur, im Restaurant Frohsinn in Kollbrunn ein. Nach einer ersten Runde „ Hose-Abe“ und einem guten Kaffee bestiegen wir den, von Beni Waldvogel gelenkten, Kleinbus.

Die Fahrt führte uns nach Linthal und dann weiter mit der Standseilbahn nach Braunwald. Nach einem kurzen Fussmarsch wurde uns im Restaurant Cristal ein feines Mittagessen serviert.

Gut gestärkt ging es dann zu Fuss weiter über Nussbühl in Richtung Urnerboden. Gott sei Dank gab es auf dieser Strecke auch ab und zu ein Restaurant um einzukehren. Während wir bei bestem Wetter über Stock und Stein wanderten, waren Barbara Truninger und Janin Spirgi für den Transfer des Kleinbusses bemüht und stellten ihn für den Rest der Strecke am Parkplatz bei der Kantonsgrenze für uns bereit.

Angekommen im Hotel Urnerboden freuten sich alle auf eine Dusche und das Nachtessen.

Nach dem sehr guten Essen verabschiedeten sich Barbara Truninger, Janin Spirgi und Hedy Dolder von uns und fuhren wieder nach Hause. Die restlichen Teilnehmer spielten noch bis zur späten Stunde einige Runden „Hose-Abe“. Es zeigte sich, dass es von Vorteil ist, wenn man gleich eine ganze Rolle Einfränkler auf die Schwingklubreise mit nimmt.

Nach einer kurzen Nacht und einem guten Frühstück fuhr uns Beni Richtung Linthal, wo sich Markus Speich zu uns gesellte.

Beim Restaurant Tödi war um 9.45 Uhr die Besammlung für die Führung durch das Linth-Limmern Kraftwerk. Nach der Begrüssung durch einen Führer wurden wir alle mit einer gelben Warnweste und einem Kopfhörer ausgerüstet. Dann ging es mit der Standseilbahn, die eine Tragkraft von 200 Tonnen hat, in das Innere des Berges zum Herzstück des Kraftwerks auf ca. 1700 m ü. M. Diese Fahrt dauerte gut eine viertel Stunde. Die 1 ½ stündige Führung war äusserst interessant und allfällige Fragen wurden kompetent beantwortet.

Anschliessend gab es im Restaurant Tödi ein hervorragendes Mittagessen und natürlich noch eine Runde „Hose-Abe“.

Auf Der Rückfahrt nach Kollbrunn machten wir noch einen Zwischenhalt zu Hause bei Markus Speich, wo uns Bier, Most und Kaffee aufgetischt wurde. Vielen Dank Markus für die Gastfreundschaft.

Die Rückfahrt nach Kollbrunn verlief störungsfrei und so konnten wir uns auf den Heimweg machen. Vielen Dank an Beni Waldvogel der diese eindrückliche Schwingklubreise bis ins Detail sehr gut organisiert hatte.

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Am letzten September-Wochenende durfte der Schwingklub Winterthur den Schweizer Nationalsport «Schwingen», am Weinländer Herbstfest in Flaach den Leuten etwas näher bringen.

Lanter gegen Arztmann 2019

Am Samstag fand der Schwinger Schnuppertag, bei dem Gross und Klein in den friedlichen Kampfsport reinschnuppern durften, statt. Auf der Chlibiwiese in der Breiten, unweit des Spielplatzes Webergass, wurde die «Schwingarena» mit einem Sägemehlring aufgestellt. Geleitet wurde dieser Tag von erfahrenen Schwingern des Schwingklubs Winterthur.

Am Sonntag darauf wurde dann gleich noch das Klubschwinget des Winterthurer Stadtklubs mit klubeigenen Schwingern durchgeführt. Von 11.00 bis 12.00 Uhr durften Schwinginteressierte beim eidgenössischen Kranzschwinger Samir Leuppi ein Autogramm abholen. Leuppi gewann am letzten Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug, welches am 24. & 25. August 2019 stattfand, als einziger Zürcher Schwinger die Auszeichnung, genannt Kranz. Der Schwingklub Winterthur ist sehr stolz auf Leuppi und seine erbrachte Leistung an diesem Anlasses. Ebenso auf Beda Arztmann aus Ossingen und Philipp Lehmann aus Humlikon. Die beiden Aktivschwinger durften ebenfalls an diesem besonderen Anlass im August teilnehmen und an beiden Tag mitschwingen.

Der erste Gang des Plauschschwingens startete um 12.00 Uhr. Die Sportler traten jeweils sechsmal gegeneinander an und lieferten den Zuschauern zum Teil spektakuläre Schwünge. Da weniger Teilnehmer als an einem auswärtigen Schwingfest anwesend waren, kam es schon mal vor, dass zwei Brüder gegeneinander schwingen mussten und dies lustige Begegnungen ergab. Die einzelnen Gänge der Jung- und Aktivschwinger wurden abwechslungsweise durchgeführt, so ergab es für die Zuschauer eine spannende Mischung aus herzigen Kämpfen der Jungschwinger und explosiven Kämpfen der Aktivschwinger. Nach dem fünften Gang stellte der Präsident des Schwingklubs, Martin Truninger, das Schwingen nochmals etwas genauer vor. Er erklärte zum Beispiel, dass das Händeschütteln vor dem Kampf aussagt, dass man für den Kampf bereit ist und sich ebendiesem auch stellen möchte. Das «Sägemehl-Abwischen» nach dem Kampf ist ein Ausdruck der Fairness. Danach wurden ein paar Schwünge gezeigt und im Detail erklärt. Nach diesen, auch für Schwingfans lehrreichen Minuten, wurden die Kämpfe wieder fortgesetzt. Im Schlussgang der Jungschwinger standen Janos Bachmann aus Wildberg und Nino Anliker aus Schlatt. Als Sieger dieser Begegnung ging der 2004 geborene Janos Bachmann hervor. Er stand in seiner Karriere schon zum dritten Mal im Schlussgang.

Bei den Aktivschwingern konnten sich Beda Arztmann und Christian Lanter qualifizieren. Der Schlussgang wurde auf 10 Minuten angesetzt. Beide Schwinger brachten den jeweiligen Gegner ein paar Mal beinahe auf den Rücken, somit war alles offen. Arztmann war schlussendlich doch der Stärkere und konnte Lanter nach 8.01 Minuten mittels Kurz aufs Kreuz legen.

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Am Samstag, 28. September 2019 durfte der Schwingklub Winterthur insgesamt neun Schwinger ans WEGA Schwinget schicken. Drei der jungen Sportler durften mit der Auszeichnung nach Hause gehen.

Frauenfelder Niklas 2019

In der Kategorie 2009/ 2008 konnte sich Lukas Anliker über die Auszeichnung freuen. Er startete mit einem Sieg und gleich 10.00 Punkten in den Tag, musste sich aber schon im zweiten Kampf ein Remis eingestehen. Der dritte Kampf entschied der Schlatter Schwinger zu seinen Gunsten. Leider musste er sich aber auch eine Niederlage gegen den älteren Schwinger Nils Müller gefallen lassen. Nach diesem enttäuschenden Start in die zweite Hälfte konnte Lukas nochmals ein Remis aus dem Gang holen. Er beendete das Fest mit einem Sieg und genau 56.00 Punkten auf dem Rang 11c.

In derselben Kategorie holte sich Lias Brändle den Rang 13e und 55.50 Punkte. Auch er durfte seinem Gegner im ersten Kampf das Sägemehl vom Rücken wischen, landete aber schon im zweiten Gang selber auf dem Rücken. In der dritten Begegnung gab es keine Entscheidung und der Gang endete gestellt. Nach dem Mittag musste sich Lias nochmals geschlagen geben, schüttelte sich aber die Müdigkeit ab und gewann seine letzten beiden Kämpfe souverän mit je 10.00 Punkten.

Der Hofstetter Junschwinger Niklas Frauenfelder konnte sich ebenfalls über eine Auszeichnung in der Kategorie 2006/ 2007 freuen. Zwar startete er nicht sehr erfolgversprechend, holte sich aber nach und nach die notwendigen Punkte für eine gute Platzierung. Der Sennenschwinger musste sich im ersten Kampf schon das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Den zweiten Gang konnte er mit der Höchstnote für sich entscheiden. Der dritte Gegner war Niklas leider überlegen und er musste selber am Sägemehl schnuppern. Nach dieser Schlappe konnte er seine letzten drei Gegner reihenweise auf den Rücken legen. Niklas erschwang sich mit dieser Leistung den guten Schlussrang 8b und 56.50 Punkte.

Lanters erfolgreicher Saisonabschluss

Am 22. September 2019 wurde bei nochmals fast sommerlichen Temperaturen und wunderschönem Herbst-Wetter in Siebnen, im Kanton Schwyz, das Herbstschwinget durchgeführt. 139 Schwinger nahmen am bald letzten Schwingfest der Schwingsaison teil und lieferten den Zuschauern tolle Zweikämpfe.

Christian Lanter und Fabian Plüer sind zwei der Teilnehmer, welche für den Nordostschweizerischen Schwingvervand antreten durften.

Der Kollbrunner Christian Lanter darf auf einen gelungenen Saisonabschluss zurückblicken. Der gelernte Landmaschinenmechaniker verlor zwar schon den ersten Gang gegen den Teilverbandskranzer Philipp Schuler (Rothenthurm), konnte aber mit den weiteren Kämpfen seinen schwachen Start wieder etwas gut machen. Im zweiten Kampf durfte Lanter seinem Gegner schon das Sägemehl vom Rücken wischen. Weiter ging es mit einem Remis bei dem er gerade mal 8.75 Punkte erhielt. Seine nächsten zwei Gegner mussten nochmals dran glauben und landeten beide direkt mit dem Rücken im Sägemehl, was Lanter gleich zweimal die Höchstnote von 10.00 Punkten einbrachte. Mit dieser Leistung wurde ihm dann der Eidgenosse Reto Nötzli (Pfäffikon SZ) zugeteilt. Diesmal musste sich Lanter geschlagen geben, so erreichte er mit insgesamt 55.75 Punkten den Schlussrang 11i.

Für den Winterthurer Athleten Fabian Plüer lief es leider nicht ganz so gut. Zwar startete der Zimmermannslehrling besser als sein Klubkollege Lanter, doch danach konnte er seine Leistung nicht mehr abrufen. Plüer konnte den ersten Kampf souverän mit gleich 10.00 Punkten für sich entscheiden. Die zweite Begegnung endete dann für ihn mit einer Niederlage und immerhin noch 8.75 Punkten. Doch bei den letzten vier Begegnungen kam er weder über eine Niederlage noch über 8.50 Punkte hinaus. Mit diesem Notenblatt landete Plüer mit 52.75 erkämpften Punkten auf dem Rang 22b.

KLubschwinget

SchnupperschwingenPlan Flaach