Ott beendet Giger’s vierjährige Siegesreihe
Ott beendet Giger’s vierjährige Siegesreihe
Das erste Kranzschwingfest der Saison fand bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, wie
gewohnt im Kanton Thurgau, in Sirnach statt. Unter den gemeldeten 146 Schwingern befanden sich
sieben Eidgenossen und dreizehn Teilverbandskranzer. Vom Schwingklub Winterthur durften sechs
Athleten die Klubfarben präsentieren.
Der Titelverteidiger Samuel Giger machte sich auch in diesem Jahr direkt den Weg in den Schlussgang
frei. Er gab zuerst Werner Schlegel (Hemberg/ SG) die Hand, was als Revanche des Eidgenössischen
Schlussganges gehandelt wird und konnte diesen Kampf nach mehreren Angriffen gewinnen. Auch
Janosch Kobler (Widnau/ SG), Manuel Weber (Pfäffikon/ ZH) und Kjetil Fausch (Weite/ SG) mussten
daran glauben. Sein vierter Gegner Damian Ott (Dreien/ SG), welcher später sogar sein
Schlussganggegner war, konnte ihm ein Remis abringen.
Für Ott reichten Siege gegen Mario Schneider (Rothenhausen/ TG), Lukas Krähenbühl (Rümlingen/
AG), Kundert Elias (Sirnach/ TG) und Janos Bachmann (Wildberg/ ZH) zur Schlussgangteilnahme.
Dieser äusserst spannende Kampf endete erst, als Ott den Thurgauer Eidgenossen mit einem
explosiven Angriff direkt mit dem Rücken ins Sägemehl wirft.
Der Teilverbandskranzer Janos Bachmann bekam gleich zum Start den unbequemen und wehrigen
Andy Signer (Wittenbach/ SG) eingeteilt. Nach langem Kampf erlag Bachmann dem eher kleinen
Sennenschwinger. Dies tat ihm keinen Abbruch und so erledigte er die nächsten Drei Gegner mit der
Maximalnote. Mit dieser Leistung musste nun ein Bärenaufgabe her. Damian Ott hiess sein Gegner
nun. Leider konnte Bachmann noch nicht mithalten und liess sich begraben. Bachmann erschwang
sich als einziger Zürcher den Kranz auf Rang 3g mit 57.25 Punkten.
Niklas Frauenfelder durfte sich gleich zum Start ein Plus ins Notenblatt einschreiben lassen. Danach
wurde ihm der Teilverbandskranzer Mario Schneider (Rothenhausen/TG) eingeteilt, gegen den er
den Kürzeren zog. Seine dritte Begegnung gewann er mit einer souveränen Zehn. Leider konnte er
seine nächsten beiden Kontrahenten nicht bezwingen und musste Sägemehl schnuppern.
Frauenfelder durfte sich mit einer nochmaligen Zehn mit 55.50 Punkten auf dem Rang 10j einreihen.
Mit genau 55.00 Punkten durfte sich Leo Schönenberger auf Rang 12j platzieren. Der
Sennenschwinger verlor zwar im Auftakt, doch konnte die Gegner zwei und drei erledigen. Marco
Oettli (Bussnang) hiess sein vierter Kontrahent, welcher ihm keine Chance liess. Der Winterthurer
Sennenschwinger durfte sich nach dieser Misere eine sensationelle Zehn einschreiben lassen. Sein
letzter Auftrag hiess ebenfalls Mario Schneider. Diese Riesenaufgabe konnte er leider nicht zu seinen
Gunsten meistern.
Der Schlatter Lukas Anliker liess sich zwar in der ersten Begegnung mit Sägemehl einnebeln, holte
sich aber gleich darauf die Höchstnote. Leider kam er gegen seinen nächsten Gegner Pirmin Kolb
(Tuttwil/ TG) nicht an und liess sich von ihm bezwingen. Nach einem gestellten Gang durfte er sich
die Maximalnote einschreiben. Er schloss mit einer Niederlage und 54.50 Punkten auf Rang 14c ab.
Der Sennenschwinger Sven Kennepohl aus Kleinandelfingen kam zunächst noch nicht so recht in die
Gänge und kam mit einem Remis aus dem Gang raus. Danach gewann er den Kampf, bevor er sich
gegen den Schaffhauser Kranzschwinger Adrian Schwyn (Merishausen) geschlagen geben musste.
Sein vierter Kontrahent hatte keine Chance gegen ihn und so holte er sich die Zehn. Der
Teilverbandskranzer Silvio Oettli (Bussnang/ TG) war dann aber eine Nummer zu gross für ihn und so
verlor er diesen Kampf. Er schloss mit einem Remis, 54.25 Punkten und dem Rang 15a ab.
Der Bruder von Lukas Anliker, Ramon Anliker, gewann in einem wunderschönen Zug gegen seinen
ersten Gegner. Nach diesem Sieg musste er sich nachfolgend viermal einen Kreis und einmal einen
Strich ins Notenblatt einschreiben lassen. Der Schlatter Landmaschinenmechaniker erkämpfte sich
insgesamt 52.75 Punkte auf dem Schlussrang 21e.