Veteranenreise zur Besichtigung des ESAF - Geländes am 21. August 2025
Veteranenreise zur Besichtigung des ESAF - Geländes am 21. August 2025
Bei starkem Regenfall versammelten sich 31 Mitglieder der Schwinger Veteranen Winterthur an der Lagerhausstrasse in Winterthur. Mit dabei war auch unser Schwingerkönig Noldi Ehrensberger der auf den Tag genau vor 48 Jahren zum König gekrönt wurde. Ebenfalls mit von der Partie war der Präsident des NOS-Verbandes Rolf Lussi mit seiner Frau Monika. Die beiden feierten an diesem Tag ihren Hochzeitstag. Pünktlich um 08.15 Uhr fuhr der Bus der Firma Nüssli vor, um die Wartenden einzuladen. Die anschliessende Fahrt führte uns ins Zürcher Oberland nach Pfäffikon, um dort noch weitere fünf Kameraden und Kameradinnen einsteigen zu lassen.
Während der Weiterfahrt begrüsste Roman Nüssli im Namen der Firma die Mitreisenden und wünschte allen eine gute Fahrt. Hanspeter Keller begrüsste im Namen der Obmannschaft die Reiseteilnehmer und machte einige Angaben zu den Kosten der Reise und zum Tagesablauf. Ebenso erwähnte er, dass Walter Burgdorfer und Ernst Gujer von Markus Speich mit dem Auto zum Gabentempel gebracht werden. Schon bei der Ankunft um 09.50 auf dem Parkplatz waren alle von der Grösse des Geländes überrascht.
Auf der Piste des Flugplatzes herrschte ein emsiges Treiben von Baumaschinen und Handwerkern die Festhütten und Marktstände aufrichteten.
Langsam spazierten wir Richtung Glarnerland -Zelt wo noch Zeit war für ein Kaffee oder ein Zigerbrüüüt. Anschliessend besammelten wir uns im Zelt das extra für die Baustellenführung aufgebaut wurde. Dort wurden wir mit Leuchtwesten Helmen und Kopfhörer ausgerüstet. Nach der offiziellen Begrüssung führte uns Fredi Schättlin kompetent über das Gelände des ESAF.
Er erklärte, unter anderem, dass es 2 Bundesordner voll Baubewilligungen gibt und dass die Flugpiste nur sechs Wochen zur Verfügung stehe. Ein Teil der Tribüne konnte also erst in den letzten drei Wochen aufgebaut werden da der Abstand zur Piste zu klein war.
Es wurden insgesamt 10 Kilometer Wasser und Abwasserleitungen sowie 38 Kilometer Stromkabel im Boden verlegt, die nach dem Fest wieder zurückgebaut werden.
Es wurden 700 WCs aufgestellt. Aus Nachhaltigkeitsgründen und zur Vermeidung riesiger Abfallberge wird auf Papierhandtücher verzichtet. Trotzdem rechnen die Organisatoren mit ca. 200 Tonnen Abfall.
Für die 14000 Parkplätze mussten laut neuer Bundesverordnung Kunststoffplatten verlegt werden, was eine nicht budgetierte Mehrausgabe von 2,5 Millionen Franken generiert.
Für den Transport der Tribüne, die aus 300’000 Einzelteilen besteht und rund 3000 Tonnen wiegt mussten 160 Sattelschlepper eingesetzt werden. 240 Tonnen Sägemehl für die sieben Ringe wurden per Helikopter eingeflogen, damit es von den Lastwagen keine Spuren im Rasen gibt.
Richtig grossen Eindruck machten die Dimensionen der Arena. Sind es doch vom Obersten Sitzplatz bis zum Mittleren Sägemehlring ein Abstand von170 Metern.
12 Ehrendamen, je zwei aus allen Regionen des Glarnerland+ werden in der Sonntagstracht der jeweiligen Region ihr würdevolles Amt wahrnehmen. Nach der Führung durch das ESAF-Gelände, die auch noch am Athletendorf vorbeiführte, trafen sich alle Teilnehmer im Glarnerland-Zelt zum gemeinsamen Mittagessen. Das Menue, Kalberwurst an Zwiebelrahmsauce, Kartoffelstock und Zwetschgenkompott schmeckte allen Ausgezeichnet.
Am Nachmittag nach dem Essen konnten wir noch den Gabentempel besichtigen. Alle Gaben zusammen haben einen Wert von rund einer Million Franken. Noldi Ehrensberger erwähnte, dass 1977 das Budget für das ESAF in Basel gerade einmal eine Million Franken betragen hatte.
Wie abgemacht trafen alle um 16.00Uhr wieder beim Carparkplatz ein und wir konnten pünktlich die Rückreise antreten. Roman Nüssli fuhr uns mit seiner souveränen Fahrweise wieder an die Einsteigeorte zurück.
Es war ein sehr beindruckender Tag, übrigens ohne Regen während der ganzen Zeit auf dem Festgelände.