Am 7. September wurde in Jonschwil SG das Buebeschwinget Uzwil mit insgesamt 281 Schwingern und rund 600 Zuschauern durchgeführt. Der Schwingklub Winterthur durfte fünf Athleten in den Kampf schicken, leider musste einer davon nach dem vierten Gang aufgrund einer Verletzung aufgeben.

Verletzte Sportler am Buebeschwinget

In der Kategorie 2010/ 2011 konnte Andrin Kupper auf dem Rang 11c überzeugen. Der Elgger startete zwar mit zwei verlorenen Gängen in den Tag, konnte aber recht aufdrehen und die Kämpfe drei, vier und fünf alle für sich entscheiden, zwei davon sogar mit der Höchstnote von 10.00 Punkten. Leider musste er sich von seinem letzten Gegner das Sägemehl nochmals vom Rücken wischen lassen. So erreichte Andrin gute 55.25 Punkte.

Der Schlatter Schwinger Loris Anliker gewann gleich den ersten Kampf, musste sich aber schon im zweiten Gang einen Kreis ins Notenblatt schreiben lassen. Vor dem Mittag entlockte der Sennenschwinger seinem Gegner noch ein Unentschieden. In der vierten Begegnung konnte Loris seinen Kontrahenten sauber auf den Rücken legen, was ihm gleich 10.00 Punkte einbrachte. Leider musste er sich in den Gängen fünf und sechs zwei Niederlagen eingestehen. Mit dieser Leistung erschwang er sich in der Kategorie 2008/ 2009 den Rang 16b mit 54.50 Punkten.

Der 2007 geborene Ramon Anliker musste sich im ersten Gang schon geschlagen geben, gewann aber schon den darauffolgenen Kampf. Leider war das Glück an diesem Schwingfest nicht an der Seite von Ramon und er musste sich nochmals zwei verlorene Begegnungen eingestehen und sogar nach dem vierten Gang aufgeben. Ramon erhielt mit vier geschwungenen Gängen in der Kategorie 2006/ 2007 35.25 Punkte auf dem Rang 23c.

In der ältesten Kategorie 2004/ 2005 landeten die beiden Winterthurer Schwinger gleich auf dem selben Rang. Nino Anliker konnte die erste Begegnung souverän mit 10.00 Punkten für sich entscheiden. Nach diesem guten Start musste er als Verlierer vom Sägemehlring gehen. In den nächsten zwei Kämpfe konnte Nino wieder triumphieren, musste aber schon in der weiteren Begegnung selber am Sägemehl schnuppern. Im letzten Gang erschwang sich Nino ein Remis und erreichte somit den Rang 11b mit 55.75 Punkten.

Für den Wildberger Janos Bachmann sah es zuerst ein wenig bitter aus, musste er sich doch gleich in den ersten zwei Kämpfe auf den Rücken legen lassen. Nach dieser Pleite drehte der Turnerschwinger auf und konnte seinen Gegner gleich so ins Sägemehl werfen, dass dieser direkt auf dem Rücken landete, was ihm die Höchstnote einbrachte. Leider wurde er etwas übermütig und landete sogleich wieder auf dem Kreuz. Janos liess das nicht auf sich sitzen und gewann seine letzen zwei Begegnungen. Er erschwang sich mit 55.75 Punkten den Rang 11d.

Keine Auszeichnung für den Schwingklub Winterthur

Am Sonntag, 1. September 2019 fand im Toggenburg auf der Wolzenalp das Wolzenalpschwinget statt.

Der Sieger Daniel Bösch (Zuzwil) gewann das Schwingfest souverän mit sechs Siegen und genau 60.00 Punkten. Der Eidgenosse Martin Roth (Waldstatt), musste sich schon im ersten Gang gegen den 106-fachen Kranzschwinger geschlagen geben. Nach diesem Sieg konnte Bösch auch den späteren Schlussgangteilnehmer Rico Baumann (Andelfingen) aufs Kreuz legen. Der dritte Gegner des eidgenössischen Kranzschwingers Werner Schlegel (Hemberg) musste ebenfalls untendurch und gab den Kampf nach diesem Gang aufgrund einer Verletzung auf. Nach dem Mittagessen mussten nochmals alle Kontrahenten Böschs daran glauben und am Sägemehl schnuppern. Den Schlussgang gewann er nach 1.36 mit Kurz.

Der Zweitplatzierte Rico Baumann qualifizierte sich mit vier Siegen, einer Niederlage und einem Gestellten für den Schlussgang. Da Bösch so einen grossen Punktevorsprung hatte musste im sechsten Gang ausgeschwungen werden. Baumann erreichte für seine vier Siege die Höchstnote und gewann im fünften Gang sogar gegen den Eidgenossen Martin Roth (Waldstatt). Mit dieser Leistung erreichte er insgesamt 57.50 Punkte.

Der Schwingklub Winterthur darf sich leider keine Auszeichnung verbuchen lassen.

Der einzige Teilnehmer aus dem Stadtklub, Fabian Plüer aus Winterthur, hatte bedauerlicherweise keinen guten Tag. Schon im ersten Kampf musste er sich von einem Kranzschwinger das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Die weiteren zwei Begegnungen endeten leider auch nicht positiv für den Zimmermannslehrling. Nach dem Mittagessen taute Plüer ein wenig auf und holte sich gleich einen Sieg mit 10.00 Punkten ab.

Der fünfte Gegner war dem 2003 geborenen Sportler dann wieder überlegen und er musste erneut unten durch. Plüer beendete das Schwingfest mit einem zweiten Sieg auf dem Schlussrang 16e mit genau 54.00 Punkten.

Am Wochenende vom 24. & 25. August 2019 fand in Zug der grösste Sportanlass der Schweiz mit souveräner Planung des innerschweizerischen Schwingverbandes statt. Die 56'500 Zuschauer wurden am Samstag und Sonntag mit hochstehendem Schwingsport und überraschenden Ergebnissen beglückt. Die jungen Bösen konnte ihrer Favoritenrolle leider nicht ganz gerecht werden, denn die Erfahrung der «Oldies» im Schwingsport überwiegte trotzdem noch. Einzig Joel Wicki aus dem Entlebuch kann sich bis ganz an die Spitze vorkämpfen und darf sich nach diesem Wochenende Erstgekrönter nennen.

 DSC6936

Wicki qualifizierte sich mit sechs Siegen und einem Remis im fünften Gang gegen den Tagessieger Christian Stucki (Lyss) für den Schlussgang. Dabei gewann Wicki seine Gegner so schnell, dass er bei total sechs Begegnungen insgesamt, keine zwei Minuten im Sägemehlring stand. Sein grösster Gegner an diesem Tag, stand mit fünf Siegen und zwei Unentschieden im wichtigsten Kampf des Tages. Nach dem zweiten Zug konnte Stucki Wicki mit dem Rücken ins Sägemehl zwingen und darf sich mit seinen 34 Jahren als der älteste Schwingerkönig feiern lassen. Er gewann zwar den Schlussgang stand aber mit Wicki punktemässig auf gleicher Höhe, so wurde Wicki Erstgekrönter.

 DSC7019

Die favorisierten Schwinger aus der Nordost- und Innerschweiz und der Berner Selektion Samuel Giger, Orlik Armon, Pirmin Reichmuth, Nick Alpiger und Remo Käser konnten sich zum Teil zwar vorkämpfen aber auch einige von ihnen mussten sich den Gegnern beugen. Remo Käser, der Sohn von Schwingerkönig Adrian Käser und Nick Alpiger, der Sieger des Innerschweizerischen Schwingfestes 2019 in Flüelen, mussten beide verletzungshalber nach dem vierten Gang den Kampf um die Krone aufgeben.

 DSC7087

Für den Zweitplatzierten des ESAF 2016 in Estavayer Armon Orlik konnte es am Samstag nicht besser laufen. Mit vier gewonnenen Gängen, davon nur einer nicht mit der Höchstnote von 10.00 Punkten, konnte er unbeschwerter in den Sonntag starten als seine Mitfavoriten. Nach einem weiteren Sieg gegen den ehemaligen Schwingerkönig von 2010 Kilian Wenger (Horboden), geriet sein Lauf ein wenig ins Stocken. Christian Stucki (Lyss) konnte als erster dem Bündner Giganten ein Unentschieden abringen. Nach diesem sehr unspektakulären Kampf, bei dem es für beide Schwinger umstrittene 9.00 Punkte gab, musste sich Orlik nochmals mit einem Remis gegen Sven Schurtenberger (Buttisholz) zufrieden geben. Orlik beendete das Schwingfest schlussendlich mit einem Sieg gegen den Teilverbandskranzer Fabian Staudenmann (Guggisberg).

Dem Zuger Pirmin Reichmuth wusste schon im ersten Gang nicht recht wie ihm geschah, als Christian Stucki (Lyss) ihn schon am Boden hatte. Dieser missratene Start brachte den Physiotherapie-Studenten so aus dem Konzept, dass auch der zweite Kampf nicht siegreich für ihn endete sondern in einem Remis. Reichmuth konnte sich mental wieder auffangen und wurde seiner konstanten Leistung erneut gerecht. So legte er reihenweise Shane Dändliker (Feldbach), Mike Peng (Malix), Stephan Studinger (Däniken), Fritz Ramseier (Süderen), Matthias Aeschbacher (Rüegsauschachen) und Kilian Wenger (Horboden) auf den Rücken.

 DSC7094

Samuel Giger musste sich gleich im ersten Kampf gegen den Innerschweizer Nick Alpiger eine Niederlage eingestehen, somit ist Alpiger der erste Schwinger seit zwei Jahren der Giger bezwang. Nach dieser Pleite konnte er gegen das Nordwestschweizerische Jungtalent Joel Strebel seine Niederlage wieder gutmachen. Dies sollte aber nicht so weiter gehen und Giger schockte mit einer erneuten Schlappe gegen René Suppiger. Somit stand schon nach dem dritten Gang fest, dass Giger nur noch um den eidgenössischen Kranz schwingen wird. Nach diesem missglückten Auftakt wurde Giger den Erwartungen wieder gerecht und warf seine Gegner einer nach dem anderen ins Sägemehl.

Die Winterthurer Schwinger Samir Leuppi, Beda Arztmann und Philipp Lehmann durften alle am Sonntag nochmals in die Schwinghosen steigen. Leider konnte nur Leuppi den eidgenössischen Kranz mit nach Hause nehmen.

Arztmann (Ossingen) schwang am Sonntag nach drei Niederlagen und einem Sieg nochmals mit, musste sich aber nach dem sechsten Gang verabschieden, da er nicht mehr mithalten konnte und die Begegnungen schlussendlich verlor. Er erreichte 52.75 Punkte und den Schlussrang 32b.

Lehmann lief es ein wenige besser. Der Humliker Schwinger konnte immerhin noch ein Unentschieden, anstatt eines verlorenen Ganges, rausholen. Lehmann erkämpfte sich einen viertel Punkt mehr als Arztmann (53.00 Punkte) auf dem Rang 31g.

 DSC7141

Leuppi darf mit seiner Leistung äusserst zufrieden sein. Gewann er doch schon in der ersten Begegnung gegen den Eidgenossen Mario Thürig (Möriken). Der Kranzschwinger im zweiten Kampf konnte ihm ein Remis aufzwingen, der dritte Gegner gewann sogar gegen Leuppi. Der Teilverbandskrazer Philipp Schuler (Rothenthurm) konnte ihm dann nichts mehr anhaben und musste sich geschlagen geben. Am Sonntag startete Leuppi mit einem Remis, entschied dann aber die folgenden zwei Begegnungen mit der Höchstnote für sich. Die letzte Begegnung endete für Leuppi zwar nochmals in einem Unentschiden, dies änderte aber nichts an der Tatsache, dass er sich die begehrteste Auszeichnung des Schwingsports erkämpfen konnte. Leuppi stand schlussendlich mit 74.75 Punkten auf dem Rang 11e.

Am 17. August 2019 fand in Sirnach das Thurgauer Kantonale Nachwuchsschwingfest mit 315 Jungschwingern vor 800 Zuschauern statt.

Für den Schwingklub Winterthur traten insgesamt 10 Athleten um den beliebten Zweig in die Schwinghosen. Drei von ihnen durften die begehrte Auszeichnung mit nach Hause nehmen, diese drei Sportler konnten sich alle in der Kategorie 2008/ 2009 über den Zweig freuen.

TGKant2019SirnachAnlikerLoris

Loris Anliker startete gleich mit einem Sieg in den Tag, musste sich aber nach diesem guten Auftakt zweimal eine Niederlage eingestehen. Nach dem Mittag konnte der Schlatter Schwinger wieder aufdrehen und gewann gleich gegen alle drei Kontrahenten. Mit dieser guten Leistung platzierte er sich auf dem Rang 7d mit 56.50 Punkten.

TGKant2019SirnachBrndleLias

Nicht weiter hinter Loris konnte sich Lias Brändle den Schlussrang 9b mit ganz genau 56.00 Punkten erkämpfen. Auch er durfte sich gleich in den ersten zwei Begegnungen über zwei Siege freuen. Danach lief dem Winterthurer die Zeit davon und es kam zu einem Unentschieden. Nach diesem verhaltenen Gang konnte Lias den nächsten Kampf abermals für sich entscheiden. Leider musste er in den letzten beiden Gängen merken, dass er seinen Gegnern nicht überlegen ist und so bekam er nochmals zwei Remis ins Notenblatt geschrieben.

Auch Lukas Anliker darf sich freuen mit Eichenlaub beschmückt zu werden. Dies ganz knapp, da er mit nur einem Viertel weniger Punkte, leer ausgegangen wäre.

Seinen ersten Gegner konnte er noch nicht besiegen und erhielt ein Remis, dafür musste sich der Kontrahent im zweiten Kampf von Lukas das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Leider passierte ihm dasselbe in der dritten Begegnung. Am Nachmittag drehte der 2009 geborene Zwillingsbruder von Loris wieder auf und konnte den nächsten Kampf für sich entscheiden. so erreichte er mit insgesamt 55.75 Punkten den Schlussrang 10e.

Am 11. August wurde das 20. Schwägalpschwinget mit 90 Schwingern vor 13'250 schwingsportbegeisterten Zuschauern souverän durchgeführt.

An diesem beliebten Bergschwinget gab es gleich zwei Gewinner. Da der Favorit Samuel Giger (Ottoberg) den Schlussgang mit Marcel Mathis (Büren NW) stellte, landete er punktgleich mit Daniel Bösch (Zuzwil) auf dem ersten Rang. Giger konnte bei den ersten fünf Gängen jedem seiner Gegner das Sägemehl vom Rücken wischen. Bösch musste sich im ersten Gang schon gegen den späteren Schlussgangteilnehmer Marcel Mathis eine Niederlage eingestehen. Nach diesem misslungenen Start konnte Bösch alle Kämpfe für sich entscheiden. Den letzten Kampf gewann er mittels Kreuzgriff gegen Michael Gwerder (Brunnen) mit 10.00 Punkten.

Dreizehn Athleten durften sich über den begehrten Bergkranz freuen. Davon gingen sieben Kränze an die Innerschweiz, fünf in die Nordostschweiz und zwei in die Südwestschweiz.

Vier Athleten, eine Absage

Für den Schwingklub Winterthur sollten ursprünglich vier Schwinger starten. Einer davon, Samir Leuppi, musste aufgrund einer verschleppten Grippe absagen.

Beda Arztmann konnte schon dem ersten Gegner das Sägemehl vom Rücken wischen. Leider musste er dann im zweiten Gang merken, dass er einem Eidgenossen wie Daniel Bösch (Zuzwil) noch nicht gewachsen ist, und verlor ebendiesen Kampf. Auch den nächsten Gegner konnte er nicht auf den Rücken legen und musste sich eine Niederlage eingestehen. Nach dem Mittag wachte Arztmann wieder ein wenig auf und warf seinen Gegner gleich so ins Sägemehl, dass er direkt auf dem Rücken landete und Arztmann 10.00 Punkte gutgeschrieben bekam. Gegen den Teilverbandskranzer Johann Borcard (Villars-sous-Mont FR) und den Kranzschwinger Fabian Rüegg (Mörschwil) musste er sich nochmals zwei Niederlagen eingestehen. Mit dieser Leistung erreichte er auf dem Rang 14c insgesamt 54.00 Punkte.

Der Zweitbeste unter den Winterthurer Schwinger war Philipp Lehmann mit 53.00 Punkten auf dem Rang 18a. Er startete gleich mit einem Sieg in den Tag, traf aber bereits schon im zweiten Gang auf den Einsiedler Teilverbandskranzer Adrian Steinauer (Willerzell) und musste sich leider eine Niederlage ins Notenblatt schreiben lassen. Nach dieser Misere konnte Lehmann seinen nächsten beiden Gegnern, einer davon der Teilverbandskranzer Dominik Waser, je ein Remis abringen. Doch der fünfte Kontrahent war wieder zu stark für Lehmann und er musste tauchen. Leider blieb der Sieg des ersten Ganges auch sein einziger Sieg an diesem Tag, der sechste Kampf endete nämlich Gestellt.

Für den Kollbrunner Schwinger Christian Lanter lief es bei seiner ersten Teilnahme am Schwägalpschwinget gar nicht gut. Lanter erlebte an diesem Tag eine Premiere. Das erste Mal in seiner Karriere schwang er an einem Schwingfest nur vier Gänge. Drei dieser Kämpfe endeten für den Landmaschinenmechaniker in einer Niederlage und einer in einem Remis. So erkämpfte er sich mit insgesamt 34.25 Punkten den Rang 24a.

Über 34 Eidgenossen am ESAF in Zug

Am Samstag & Sonntag, 24.& 25. August, treten in Zug 276 Schwinger aus allen fünf Teilverbänden der Schweiz, inklusive acht Auslandschwingern, am Eidgenössischen Schwing- & Älplerfest in Zug an. Vom Schwingklub Winterthur dürfen drei Athleten an diesem besonderen Anlass, welcher nur alle drei Jahre stattfindet, teilnehmen.

 

Der Favoritenkreis

Als einer der Favoriten, unter den angemeldeten Eidgenossen, geht der bis vor kurzem verletzte Thurgauer Gigant Samuel Giger an den Start. Der Weissenstein-Sieger von 2019 möchte ganz vorne mitmischen und lässt auf eine gute Platzierung für die Nordostschweiz hoffen. Giger konnte in Hallau, nach seiner Schulterverletzung am Thurgauer Kantonalen im Mai und einem immer wieder verschobenen Comeback, auf dem Rang 3c überzeugen.

Der 14-fache Kranzfestgewinner und Besitzer von insgesamt 35 Kränzen, könnte im August bereits seinen zweiten Eidgenössischen Kranz mit nach Hause nehmen.

Unter den weiteren Favoriten gelten der Schlussgangteilnehmer des ESAF 2016 in Estavayer Armon Orlik, der Sieger des Innerschweizerischen Schwingfestes 2019 in Flüelen Nick Alpiger und der Brünig-Sieger 2019 Pirmin Reichmuth, auch darf sich Joel Wicki, Sieger des Innerschweizerischen Schwingfestes 2018 als Favorit zählen lassen.

Der 24-Jährige Orlik konnte in diesem Jahr schon zum dritten Mal das Nordost-schweizerische Schwingfest für sich entscheiden. In seiner Karriere erschwang sich der Bauingenieur-Student insgesamt 41 Kränze. Zu seinen grössten Erfolgen zählen diverse Kranzfestsiege, Teilverbands- & Bergschwingfestsiege und der eidgenössische Kranz in Estavayer.

Nick Alpiger überraschte in diesem Jahr am Innerschweizer Schwingfest bei dem er sich als überlegener Sieger feiern konnte. Auch er darf sich einige Erfolge auf seinem Konto verbuchen lassen, unter anderem den eidgenössischen Kranz von 2016, Kranzfestsiege und Platzierungen in den vorderen Rängen an Bergschwingfesten.

Ebenfalls ins Wettkampfgeschehen eingreifen, könnte der Chamer Sportler Pirmin Reichmuth. Nachdem er zwei Jahre aufgrund drei Kreuzbandrissen aussetzen musste und auch über ein Karriereende nachdachte, konnte der Physiotherapie-Student in dieser Saison sein Potential wieder ausspielen und erst vor kurzem den Brünig-Schwinget gewinnen.

Der Sieger des eidgenössischen Nachwuchsschwingfestes 2012 Joel Wicki, darf bis anhin in seinen jungen Jahren auf eine beachtliche Karriere zurückschauen. Dazu gehören diverse Siege an Berg- und Teilverbandsfesten und sensationelle Platzierungen an Festen wie dem Unspunnen-Schwinget 2017 bei dem er auf dem zweiten Schlussrang landete.

Berner-Selektion noch nicht bekannt

Die Selektion der Berner ist noch nicht genau bekannt. Sicher ist, dass der amtierende Schwingerkönig Matthias Glarner seinen Titel verteidigen wird. Auch dabei sein werden der Schwingerkönig von 2010 Kilian Wenger und der 23-Jährige Remo Käser der sich am NOS in Hallau gegen Markus Schläpfer einen Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule holte. Nach mehrwöchiger Erholungsphase wird der Sohn von Schwingerkönig Adrian Käser am ESAF in Zug wahrscheinlich teilnehmen können.

Das Winterthurer Trio

Esaf 1

Der Schwingklub Winterthur darf drei erfolgreiche Athleten am letzten August-Wochenende in den Kampf schicken. Angeführt wird das Trio vom Zweitplatzierten des NOS in Hallau Samir Leuppi. Er darf schon einiges an Eichenlaub sein Eigen nennen, auch konnte er schon bei diversen wichtigen Schwingfesten in den vorderen Rängen mitmischen, unter anderem an Teilverbands- wie auch an Bergschwingfesten. Leider hatte er vor dem letzten Eidgenössischen im 2016 Verletzungspech, was eine Teilnahme verunmöglichte. Leuppi verletzte sich einige Wochen zuvor am Weissensteinschwinget. Doch der Schwingklub Winterthur ist in diesem Jahr, was eine Topplatzierung Leuppis angeht, sehr zuversichtlich. Ebenfalls darf sich Beda Arztmann als Selektionierter Schwinger für das wichtigste Fest der Schwingszene Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen. Der Ossinger gewann 2017 am Zürcher Kantonalschwingfest den ersten Kranz seiner Karriere und nahm im selben Jahr am Unspunnen-Schwinget teil. Seitdem ist Arztmann in den vorderen Rängen der Kantonalschwingfesten nicht mehr wegzudenken. Er besitzt insgesamt sieben Kränze.

Der Humliker Philipp Lehmann passt mit seinen zwei erkämpften Kränzen auch gut ins Wettkampfgeschehen. Er konnte im vergangenen Jahr seinen ersten Kranz erkämpften und wurde seiner Leistung auch in diesem Jahr am Zürcher Kantonalschwingfest in Fehraltorf gerecht, bei dem er sich auf dem Rang 5b ebenfalls das Eichenlaub aufsetzen durfte.

Das Anschwingen beginnt um 8 Uhr.