Sieben Kränze für den Nordostschweizer Schwingerverband

Insgesamt tritten 90 Schwinger aus drei verschiedenen Schwingverbänden vor 4100 Zuschauern gegeneinander an. Samuel Giger (Ottoberg/ TG) konnte sich nach souveränen sechs Gängen als Sieger des Weissenstein Schwingfestes feiern lassen. Der 20-Jährige Thurgauer gewann vier von sechs Gängen mit der Höchstnote, unter anderem gegen Nick Alpiger (Staufen/ AG), Beat Wickli (Ennetbühl/ SG) und Roger Rychen (Mollis/ GL). Den Schlussgang bestritt er gegen den Appenzeller Athleten Michael Bless (Gais/ AP), welcher ebenfalls dem NOSV angehört und mit einem Kranz nach Hause gehen konnte. Giger gewann den letzten Kampf nach rund zwanzig Sekungen mit Kurz und nachdrücken am Boden.

Daniel Bösch (Zuzwil/ SG) startete seinen Tag mit einem Gestellten Gang gegen David Schmid (Fricktal/ AG) und 8.75 Punkten. Nach diesem ersten Gang konnte er alle nachfolgenden Begegnungen für sich entscheiden und landete schlussendlich mit guten

59.50 Punkten auf dem Rang 2a.

Für den auf dem vierten Rang platzierten Tobias Krähenbühl (Wetzikon/ TG) lief das Schwingfest nicht weniger gut. Er musste sich im ersten und vierten Gang mit einem Untentschieden und je 8.75 Punkten zufrieden geben, konnte aber die restlichen vier Kämpfe für sich entscheiden. Krähenbühl erkämpfte sich insgesamt 57.25 Punkte.

Auch aus dem Nordostschweizer Schwingerverband konnten sich Martin Hersche (Appenzell/ AP) und Roger Rychen unter die Kranzgewinner mischen. Mit genau 57.00 Punkten, nur einem viertel Punkt mehr als Rychen erkämpfte sich Hersche den Schlussrang 5b. unter seinen Gegnern war auch der letzte Kranzgewinner, Stefan Burkhalter (Homburg/ TG), den er im vierten Gang besiegen konnte. Rychen musste sich zweimal das Sägemehl vom Rücken wische lassen, im vierten Gang sogar vom Schwingfest-Sieger Samuel Giger. Bei den restlichen vier Begegnungen mussten seine Gegner das Sägemehl schlucken, mit diesem Ergebnis landete er auf dem Rang 6c. Der älteste Schwingfestteilnehmer, Stefan Burkhalter, musste sich auch zweimal geschagen geben. Mit guten 56.50 Punkten und Siegen gegen David Schmid (Fricktal/ AG) und Remo Stalder (Mümliswil/ SO) konnte sich der Klubkollege von Giger den Schlussrang 7b ins Notenblatt schreiben lassen.

Zwei Zweige für den Schwingklub Winterthur

Bei wunderschönem Wetter fanden sich insgesamt 600 Zuschauer und 176 Jungschwinger aus der ganzen Ostschweiz in Weinfelden TG zusammen.

Mit am Start waren fünf Jungschwinger aus dem Schwingklub Winterthur. Zwei davon durften mit dem begehrten Doppelzweig nach Hause gehen.

Im jüngsten Jahrgang (2004) startete Janosch Bachmann aus Wildberg. Er konnte drei Gänge für sich entscheiden, dreimal musste er sich geschlagen geben. Im vierten Gang verlor er gegen den schlussendlich zweitplatzierten Athleten Silvio Hinrichs. Bachmann fehlte am Schluss nur ein halber Punkt, um den Zweig zu erreichen. Er erzielte 55.25 Punkte und den Schlussrang 12a.

Im Jahrgang 2003 durften gleich beide Teilnehmer den Zweig nach Winterthur bringen.Einmal Andri Anliker aus Schlatt bei Winterthur. Und einmal Fabian Plüer aus Winterthur.

Auch Anliker durfte dreimal triumphieren und als Sieger vom Platz gehen, jedesmal mit der Höchstnote 10.00. Der 2003 geborene Sportler musste jedoch zweimal selber Sägemehl schlucken. Im vierten Gang konnte er seinem Kontrahenten standhalten und kam mit einem Remis aus dem Ring. Er erkämpfte sich ganz genau 56.00 Punkte und den Rang 9a.

Plüer erhielt nur einen viertel weniger, somit 55.75 Punkte. Seinen Tag startete er mit einem Remis und kämpfte erfolgreich weiter mit drei Siegen. Danach musste er sich einmal geschalgen geben und nochmals ein Unentschieden hinnehmen. So erkämpfte er sich ebenfalls den guten Schlussrang 10a.

Leo Schönenberger verpasste den Zweig im Jahrgang 2002 auch nur ganz knapp, nämlich um einen viertel Punkt.

Er gewann zwar den ersten Gang, musste sich aber schon im nächsten Kampf das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Die nachfolgende Begegnung konnte er wieder für sich entscheiden. Danach erkämpfte er sich je ein Remis, einen Sieg und eine Niederlage. Insgesamt erhielt er zweimal die Höchstnote und erreichte schlussendlich den Rang 9b mit 55.50 Punkten.

Im ältesten Jahrgang (2001) startete Florian Frauenfelder. Der Sennenschwinger aus Hofstetten konnte sich den Schlussrang 10a erkämpfen. Frauenfelder konnte die Kämpfe eins und sechs für sich entscheiden und erhielt dafür beide Male die Punktzahl 10.00. Er konnte leider zweimal dem Gegner nicht standhalten und musste sich geschlagen geben. Die Begegnungen vier und fünf endeten Gestellt und somit erreichte Frauenfelder 54.75 Punkte.

 

Appenzeller Kantonales Schwingfest am 1. Juli 2018

Bei wunderschön warmem Wetter versammelten sich 151 Schwinger und 1600 Zuschauer in Wolfhalden im Kanton Appenzell.

Marcel Kuster gewann den Schlussgang mit dem Fussstich nach rund 2:30 Minuten.

Der junge Athlet aus Appenzell konnte jeden seiner Gegner auf den Rücken legen, viermal mit der Höchstnote 10,00.

Die vier Schwinger aus dem Schwingklub Winterthur konnten nicht ganz so gut mit dem Schwingfest abschliessen.

Bester Schwinger aus Winterthur ist Christian Lanter auf dem Rang 15e. er konnte den ersten und den letzten Gang für sich entscheiden. Leider verlor er den nächsten Gang. Dreimal hielt er seinen Kontrahenten stand und konnte je ein Remis rausholen. Er erreichte gute 54.75 Punkte, musste aber ohne den begehrten Kranz nach Hause gehen.

Nicht weit hinter ihm auf der Rangliste, erkämpfte sich Michi Hari den Rang 16a.

Er ging mit exakt gleich viel Siegen, Niederlagen und Unentschieden nach Hause wie Lanter. Mit insgesamt 54.50 Punkten auf Rang 16a.

Patrick Rüegg aus Rikon konnte sich den Schlussrang 17b reservieren lassen.

Er erreichte 54.25 Punkte und konnte seinem Gegner im ersten und fünften Gang das Sägemehl vom Rücken wischen. In der dritten und vierten Begegnung musste der Tösstaler selber Sägemehl schlucken. Zweimal jedoch konnte er standhalten und sich ein Remis ins Notenblatt schreiben lassen.

Für den 2002 geborenen Winterthurer Leo Schönenberger lief dieses Schwingfest leider nicht sonderlich gut. Er musste fünfmal als Verlierer vom Platz gehen. Die dritte Begegnung entschied er für sich. Mit diesem Ergebnis erhielt er schlussendlich eine Punktzahl von 52.50.

Neun Zürcher Zweige – Lukas Anliker im Schlussgang

Am Zürcher Kantonalen Nachwuchsschwingfest in Schleinikon erkämpft sich der Nachwuchs des Schwingklubs Winterthur neun Zweige.

 

In den fünf Kategorien der Jahrgänge 2000 bis 2010 ging je an Sieg an die Appenzeller, Schaffhauser, St. Galler, Thurgauer und Zürcher. Bei den Ältesten, Jahrgänge 2000/2001, setzte sich der als Topfavorit gestartete zweifache Kranzschwinger Damian Ott (Dreien) vom Schwingklub Wil durch. Im Schlussgang gab der 18-Jährige dem Zürcher Oberländer Benjamin Nock (17, Turbenthal) das Nachsehen, der nach der <<Finalniederlage>> auf Platz 4a zurück fiel.

 

Vier Zweige für Gebrüder Anliker aus Schlatt

Bei den Jüngsten, Jahrgänge 2008 bis 2010, verlor der neunjährige Lukas Anliker vom Schwingklub Winterthur im Schlussgang gegen den um ein Jahr älteren Nils Müller (Andwil TG). Dank vier Siegen und einem Remis erreichte der Schlatter Platz 3 mit sehr guten 57,75 Punkten. Der Zwillingsbruder von Lukas Anliker, Loris, holte sich den begehrten Zürcher Zweig im Rang 8b. Ebenfalls in die Zweigränge schafften es zwei weitere der fünf Gebrüder Anliker: der 15-jährige Andri platzierte sich mit 56,25 Punkten im Rang 7a – Nino (13) kam mit drei Siegen, dem Gestellten im letzten Gefecht und einem Taucher auf 55,50 Zähler. Ramon Anliker (12) verfehlte das angestrebte Eichenlaub um einen halben Punkt.

Schönenbergers geglücktes Comeback

Leo Schönenberger (Winterthur) gab nach einer langen Verletzungspause ein geglücktes Comeback. Mit je drei Erfolgen und Unentschieden erreichte der 16-Jährige Platz 6b. Der Winterthurer Dario Plüer (15) konnte sich in der gleichen Kategorie (2002/2003) dank vier Siegen und zwei Verlustpartien unter die Zweiggewinner reihen (Rang 4 mit 57,00 Punkten). Ebenfalls eine gute Leistung zeigte der Wildberger Janos Bachmann (14), der vier Gänge siegreich gestalten konnte und sich zweimal geschlagen geben musste. Dies ergab bei den Jahrgängen 2004/2005 Rang 6b.

Letzter Zweig

Ein weiterer Schlatter Schwinger, Nico Tonoli, liess sich drei Siegeskreuzlein notieren, dreimal musste er untendurch. Mit 55,50 Zählern eroberte sich der Zehnjährige bei den Jüngsten den letzten Zweig. Der Hofstetter Forstwartlehrling Florian Frauenfelder startete mit zwei Niederlagen schlecht, doch dann drehte der 17-Jährige auf und liess sich drei Vollerfolge und ein Remis schreiben. Mit der gleichen Punktezahl wie Tonoli erkämpfte er sich bei den Ältesten den letzten Zweig.

Einen weiteren Zürcher Zweig sicherte sich der elfjährige Niklas Frauenfelder (Hofstetten) im Rang 9d. Dies bei den Jahrgängen 2006/2007. (tre)

Auszug aus den Ranglisten

Jahrgänge 2008 bis 2010: 1. Nils Müller (Andwil TG) 59,50. 3. Lukas Anliker (Schlatt) 57,75. 8. u. a. Loris Anliker (Schlatt) 56,25. 11. u. a. Nico Tonoli (Schlatt) 55,50 (alle mit Zweig). Jahrgänge 2006/2007: 1. Elia Müller (Steinmaur) 58,50. 9. u. a. Niklas Frauenfelder (Hofstetten) 55,75 (beide mit Zweig). 12. u. a. Ramon Anliker (Schlatt) 55,00. 16. u. a. Alejandro Munios (Schlatt) 54,00. 17. u. a. Sven Baumgartner (Winterthur) 53,75. 19. Alex Rahm (Winterthur) 53,25. Jahrgänge 2004/2005: 1. Silvio Hinrichs (Stein AR) 59,75. 6. u. a. Janos Bachmann (Wildberg) 56,50. 10. u. a. Nino Anliker (Schlatt) 55,50 (alle mit Zweig). 17. u. a. Dario Plüer (Winterthur) 53,75. 27. Elia Carotti (Winterthur), 0.00 (Unfall). Jahrgänge 2002/2003: 1. Nicola Graf (Oberhallau) 58,75. 4. Fabian Plüer (Winterthur) 57,00. 6. u. a. Leo Schönenberger (Winterthur) 56,50. 7. u. a. Andri Anliker (Schlatt) 56,25 (alle mit Zweig). 14. u. a. Björn Baumgartner (Winterthur) 54,25. 15. u. a. Luca Tresch (Effretikon) 54,00. Jahrgänge 2000/2001: 1. Damian Ott (Dreien) 58,25 4. u. a. Benjamin Nock (Turbenthal) 56,25. 6. Florian Frauenfelder (Hofstetten) 55,00 (alle mit Zweig).

17 Eidgenossen am NOS

Am Sonntag treten am 123. Nordostschweizer Schwingfest (NOS) in Herisau 160 Schwinger, darunter 17 Eidgenossen, an. Vom Schwingklub Winterthur sind fünf Aktive am Start.

Der Maienfelder Armon Orlik, der am Bündner-Glarner Kantonal-Schwingfest in Arosa mit dem Punktemaximum von 60,00 triumphierte und nach dem Glarner-Bündner sein zweites Kranzfest der Saison gewann, strebt nach 2016 einen weiteren NOS-Sieg an. Noch unklar ist, ob der Titelverteidiger Samuel Giger (Ottoberg), der im Schlussgang des Vorjahres Orlik besiegte und in diesem Jahr bei drei Kantonal-Schwingfesten erfolgreich war, teilnehmen kann. Wegen einem Arbeitsunfall (Schnittverletzung) musste der 20-Jährige auf eine Teilnahme beim Bündner-Glarner verzichten.

Starke Gästeschwinger

Von den zwölf Gästeschwingern, je drei aus den anderen vier Teilverbänden, konnten in der laufenden Saison vor allem die beiden Nichteidgenossen Matthias Aeschbacher (Rüegsauschachen) und der Sörenberger Joel Wicki überzeugen. Aeschbacher konnte bereits drei Kranzfeste gewinnen. Am Seeländischen Schwingfest bodigte er im Schlussgang überraschend den Unspunnen-Sieger 2017, Christian Stucki (Lyss). Der 21-jährige Joel Wicki, die Nummer 1 des Innerschweizer Schwingerverbandes, war am Urner und Luzerner Kantonalen siegereich. Zu beachten ist auch der Schwingerkönig von 2010 in Frauenfeld, Kilian Wenger (Horboden), der am Seeländischen Schwingest nach einer mehrwöchigen Verletzungspause sein Comeback gab und seinen ersten NOS-Kranz anstrebt, und die weiteren Eidgenossen Marcel Mathis (Büren NW), Sieger am Innerschweizer Schwingfest 2017, und Benji von Ah (Giswil). Es wird sich zeigen, ob die Nordostschweizer die starken Gästeschwinger in Schach halten können und den Festsieg in den eigenen Reihen behalten.

Leuppi führt Winterthurer an

Samir Leuppi

Der vierfache Kranzgewinner der Saison vom Schwingklub Winterthur, der Winterthurer Samir Leuppi zählt zu den besten Nordostschweizer Schwingern und hofft um den Sieg mitschwingen zu können. Beda Arztmann (Ossingen), der am Zürcher Kantonal-Schwingfest in Hausen am Albis auf dem Podest stand und den Brueder-Schwinget für sich entscheiden konnte, ist in der Lage sich seinen ersten Teilverbandskranz zu erkämpfen. Auch wenn er am St. Galler und Bündner-Glarner sein Potenzial nicht abrufen konnte und jeweils nicht um den Kranz schwingen konnte. Der Kollbrunner Christian Lanter, der am Schaffhauser Frühjahrsschwinget im Schlussgang stand, gehört wie Philipp Lehmann (Humlikon) und Michael Hari (Hettlingen) zu den besten Nichtkranzern im Kanton Zürich. Sie konnten im 2018 bereits mehrere Auszeichnungen herausschwingen. Lanter und Lehmann verpassten am Zürcher Kantonalen ihren ersten Kranz nur um einen Viertelpunkt.

Philipp Lehmann

 

Zürcher Oberländer

Der Schwingklub Zürcher Oberland wird vom Sternenberger Roman Schnurrenberger angeführt, der sich dieses Jahr bereits drei Kränze ergatterte und am Thurgauer Kantonalen gegen Samuel Giger den Schlussgang verlor. Der 17-jährige Benjamin Nock (Turbenthal) nimmt erstmals an einem NOS teil und hofft alles sechs Gänge bestreiten zu können.

 

Bündner-Glarner Kantonal-Schwingfest in Arosa

Armon Orlik gewinnt das Kranzschwingfest bei herrlichem Wetter mit sensationellen 60,00 Punkten.

Der in Maienfeld wohnhafte Schwinger gewinnt sein 12. Kranzfest gegen jeden seiner Gegner mit der vollen Punktzahl. Roger Rychen musste sich gleich zweimal gegen den Topathleten geschlagen geben, im Schlussgang gegen Rychen brauchte Orlik nur knapp drei Minuten um sich den Sieg zu holen.

Die Winterthurer Schwinger mussten leider alle ohne den heiss begehrten Kranz nach Hause gehen. Bester Schwinger war Beda Arztmann auf dem Rang 13a mit 55,00 Punkten. Der Ossinger Athlet kam im ersten Kampf gegen den Kranzschwinger Fabian Rüegg nicht über einen Gestellten hinaus. Danach holte er sich drei Siege und zwei Niederlagen.

Patrick Rüegg aus Rikon im Tösstal durfte zweimal dem Gegner das Sägemehl vom Rücken wischen, dreimal aber musste er selbst tauchen. Den ersten Gang konnten weder er noch sein Gegner gewinnen, so endete dieser mit einem Unentschieden. Rüegg platzierte sich mit insgesamt 54,25 auf dem Rang 16h.

Mit der Punktzahl nicht weit hinter Rüegg, erkämpfte sich Adrian Hugener den Schlussrang 17i. Der 2000 geborene Embracher holte sich zwei Siege und somit genau 54.00 Punkte.

Für Alwin Buff lief das Schwingfest auch nicht ganz reibungslos. Er musste sich dreimal geschlagen geben, konnte aber im vierten Gang seinem Gegner standhalten und ein Remis rausholen. In den Begegnungen zwei und fünf mussten jeweils seine Kontrahenten das Sägemehl schlucken. Er kämpfte sich auf den Rang 18b und erhielt 53.75 Punkte.