77. Zürcher Kant. Nachwuchschwingfest Obfelden vom 26. Mai 2019

Acht von den vierzehn jungen Sportlern des Schwingklubs Winterthur durften mit dem beliebten Zweig nach Hause gehen.

In der Kategorie 2009 – 2011 rangierte sich Loris Anliker auf dem sehr guten Schlussrang 2a mit 58.25 Punkten. Anliker gewann gleich die ersten vier Gänge, zweimal erhielt der 2009 geborene Schwinger sogar die Höchstnote 10.00. Einzig sein Gegner der fünften Runde konnte dem Schlatter ein Remis unterjubeln, was ich aber nicht aus der Ruhe brachte und so gewann er auch den sechsten Gang.

Auch seinem Bruder Lukas reichte es mit seiner Leistung zum Zweig. Er startete gleich mit zwei Siegen in den Tag, musste sich aber in der nächsten Begegnung ein Remis gefallen lassen. Anliker liess sich aber von diesem Unentschieden nicht beirren und so liess er seine beiden nachfolgenden Gegner am Sägemehl schnuppern. Leider musste er sich trotzdem auch eine Niederlage ins Notenblatt schreiben lassen. So reichte es ihm für den Schlussrang 7a und 56.75 Punkten.

In der Kategorie 2007/ 2008 platzierte sich Niklas Frauenfelder mit 57.25 Punkten auf dem guten Schlussrang 4b. Trotz der Tatsache, dass er mit einer Niederlage in den Tag starten musste, konnten ihm seine anderen fünf Gegner nicht ein einziges Mal das Sägemehl vom Rücken wischen. Niklas gewann nämlich die Begegnungen zwei bis fünf und das sogar ausnahmslos mit der Höchstnote 10.00. In der letzten Begegnung kam er dann jedoch trotzdem nicht über ein Remis hinaus und so musst er sich auch noch ein Unentschieden in sein schönes Notenblatt schreiben lassen.

Ramon Anliker startete ebenfalls in dieser Kategorie. Ramon durfte sich gleich zweimal hintereinander einen Sieg ins Notenblatt eintragen lassen. Nach diesem Höhenflug musste er sich aber einmal geschlagen geben. Dies stoppte ihn nicht und er konnte dem Kontrahenten der vierten Runde den Rücken frei wischen. Der Gegner des fünften Kampfes konnte Ramon ein Remis entlocken, was ihn nicht beirren liess und so beendete er das Schwingfest mit einem Sieg. Er rangierte sich mit 56.50 Punkten auf dem Schlussrang 7b.

Nino Anliker startete nicht sehr vielversprechend, musste er sich doch ein Unentschieden ins Notenblatt schreiben lassen. Dies liess den 2005 geborenen Athleten aufwecken und so gewann er gleich die nächsten drei Begegnungen. Leider wurde er dann ein wenig übermütig und musste Sägemehl schlucken. Den letzten Kampf des Tages konnte er dann wiederum gewinnen, so erreichte Nino den Rang 6c mit insgesamt 57.25 Punkten.

In derselben Kategorie startete Dario Plüer sein Schwingfest. Er musste sich in den ersten zwei Gängen gleich zweimal ein Unentschieden ins Notenblatt schreiben lassen. Danach drehte der in Winterthur wohnhafte Athlet auf und warf seine beiden nächsten Kontrahenten mit dem Rücken ins Sägemehl. Leider konnte er seine gute Leistung nicht halten und er musste sich in der fünften Begegnung geschlagen geben. Dies konnte er nicht auf sich sitzen lassen und so gewann er seinen letzten wichtigen Gang. Dank dieser Leistung konnte sich Dario den Schlussrang 10a mit 55.75 Punkten reservieren lassen.

In der ältesten Kategorie 2003/ 2004 durfte sich ein Schwinger aus den Winterthurer Reihen zusammen mit dem Frauenfelder Schwinger Gian Lengenacher als Kategoriensieger feiern lassen. Fabian Plüer konnte nach dem fünften Gang ein souveränes Notenblatt aufweisen. Im Schlussgang gegen Roman Bucher, welchen er im fünften Kampf bereits gewinnen konnte, kam Fabian nicht über ein Unentschieden hinaus, dies reichte jedoch aus um sich auf dem Rang 1a mit 58.50 Punkten platzieren zu können.

Der letzte Winterthurer Schwinger, der sich den Zweig sichern konnte ist Anliker Andri, der sich nur einen Rang hinter Fabian rangieren konnte. Gleich den ersten Gegner warf er direkt auf den Rücken und erhielt so 10.00 Punkte. Danach musste er sich ein Remis einschreiben lassen, konnte den folgenden Gang aber wiederum gewinnen. Die vierte Begegnung endete abermals in einem Remis, Andri liess sich von dem aber nicht beirren und gewann die letzten beiden Kämpfe mit der Höchstnote. So durfte sich Andri den Rang 2a und 57.75 Punkte für sich reservieren lassen.

105 St. Galler Kantonalschwingfest vom Sonntag, 26.05.2019, Widnau

Arztmanns zweiter Saisonkranz

Beda SG 1

Daniel Bösch gewinnt zum achten Mal das St. Galler Kantonalschwingfest. Zugleich sichert er sich den 100. Kranz. Beda Arztmann vom Schwingklub Winterthur holt sich den zweiten Kranz der Saison.

Beda SG 3

Daniel Bösch (Zuzwil SG) besiegte im Schlussgang des 105. St. Galler Kantonalschwingfestes in Widnau seinen Klubkameraden vom Schwingklub Wil, den 19-jährigen Damian Ott (Dreien), der überraschend soweit vorgestossen war, nach zwölf Sekunden mit Kurz. Auf dem Weg zu seinem achten St. Galler Triumph räumte der 31-Jährige im Startgang mit Michael Bless (Gais) einen Mitfavoriten aus dem Weg. Auch die weiteren Duelle auf dem Weg in den Endkampf konnte der nun 100-fache Kranzgewinner auf sicher für sich entscheiden. Der 1,93 m und 130 kg schwere gelernte Metzger gewann vor 5‘700 Zuschauern mit 59,50 Punkten. Den Ehrenplatz belegte mit 1,75 Punkten Rückstand der Appenzeller Miteidgenosse Marcel Kuster. Schlussgangverlierer Ott, der sich seinen vierten Kranz ergattere, fiel nach der „Finalniederlage“ auf Platz 5a zurück.

Vier Siege und zwei Niederlagen

Beda Arztmann vom Schwingklub Winterthur legte zum Auftakt nach kurzer Gangdauer Hanspeter Kamer (Benken SG) mit Kurz-Fussstich ins Sägemehl. Gegen einen weiteren St. Galler, den unbequemem zweifachen Teilverbandskranzer Pirmin Gmür liess sich der 24-Jährige in der vierten Minute seine zweite Maximalnote 10,00 notieren. Vor dem Mittagessen unterlag der 1,80 m grosse und 111 kg schwere Turnerschwinger dem späteren Festsieger Daniel Bösch. „Beim ersten Zusammengreifen hatte ich gegen Bösch ein gutes Gefühl. Doch dann packte er mich richtig ein und liess mir keine Chance“, sagte Arztmann. Nach einem weiteren Vollerfolg konnte der Ossinger im fünften Gang gegen den Sieger des Nordostschweizer Schwingfestes 2015, Michael Rhyner (Wilen bei Wil), um den Einzug in die Endausmarchung schwingen. In einem von beiden Seiten offensiv geführten Gefecht konnte Arztmann seinen Gegner ein paar Mal in Bedrängnis bringen. Doch in der fünften Minute musste er kapitulieren. „Gegen Ende des Gangs wurde Rhyner immer stärker“, meinte Arztmann, der Michael Rhyner am Glarner-Bündner Kantonalschwingfest 2016 überraschend bezwungen hatte. In der entscheidenden sechsten Partie um den Kranz wurde dem Zimmermann-Vorbereiter vom Einteilungskampfgericht, unter Leitung des dreifachen Schwingerkönigs Jörg Abderhalden (Nesslau), Patric Ueltschi (Krinau), zugeteilt. Im zweiten Zug löste er diese Aufgabe mit seiner Spezialwaffe, dem Kurz, auf souveräne Art und Weise und kam mit 56,75 Punkten auf Platz 6g. „Ich wurde von der Einteilung fair eingeteilt, und mit meiner heutigen Leistung bin ich sehr zufrieden“, gab Arztmann zu Protokoll, der sich nach dem Zürcher Kantonalschwingfest in Fehraltorf mit einem sehr guten Notenblatt den zweiten Saisonkranz ergatterte und somit sehr gute Chancen hat, dass er für Saisonhöhepunkt, dem „Eidgenössischen“ vom 24./25. August in Zug selektioniert wird. An Auffahrt tritt er am Pfannenstiel-Schwinget an, und am Sonntag strebt Beda Arztmann am Schaffhauser Kantonalschwingfest in Schaffhausen seinen sechsten Kantonalkranz an.

Dank Nicola Wey (Stäfa), der am Abend wie Arztmann vier Siege und zwei Niederlagen auf seinem Konto hatte, gabs für den Zürcher Kantonal-Schwingerverband zwei Kränze.

Ohne Kranz

Der Humliker Philipp Lehmann verlor den Gang ums Eichenlaub gegen Matthias Schläpfer (Lutzenberg), den er am Schaffhauser Kantonalschwingfest 2018 noch unter die Verlierer gereiht hatte. Der 19-Jährige kam mit je drei Siegen und Niederlagen auf Rang 12g und 55,25 Punkten.

Patrick Rüegg (Rikon) konnte den Platz dreimal als Sieger verlassen: gegen die beiden St. Galler Kantonalkranzer Manuel Breitenmoser und Michael Bernold stellte er, und im fünften Durchgang zog er den Kürzeren.

Der Kollbrunner Christian Lanter, der am Zürcher Kantonalschwingfest sensationell im Schlussgang gestanden war, konnte sein Potenzial nicht abrufen und musste nach dem nicht eingeplanten Taucher im fünften Durchgang gegen Patric Ueltschi seinen Ambitionen auf sein zweites Eichenlaub begraben.

Die weiteren Teilnehmer des Stadtklubs, Florian Frauenfelder (Hofstetten) und Karim Leuppi (Kollbrunn), mussten sich mit hinteren Rängen begnügen. Frauenfelder konnte immerhin alle sechs Gänge bestreiten. Für Leuppi kam das Aus bereits nach vier Umgängen.

Dario Bosshard (Turbenthal), der für den Schwingklub Zürcher Oberland an den Start geht, überraschte in der sechsten Begegnung mit einem Erfolg über den NOS-Kranzer Edi Bernold (Walenstadt). Der Turnerschwinger verfehlte den Kranz um 0,75 Zähler.

Rico Baumann, siebenfacher Kranzgewinner, der in Andelfingen wohnt, aber für den Schwingklub Flawil antritt, kam zuletzt überraschend gegen den Nichtkranzer Michael Roth (Oberriet SG) nicht über ein Remis hinaus und verpasste den angestrebten Kranz um einen halben Punkt. (tre)

Rheintal-Oberländer Buebeschwinget in Trübbach, Samstag, 18.05.2019

 

Ohne Auszeichnung

Am Rheintal-Oberländer Buebeschwinget in Trübbach mussten die vier Nachwuchsschwinger des Schwingklubs Winterthur dem Heimweg ohne Auszeichnung antreten.

Bei den Jüngsten (Jahrgänge 2010/2011) verpasste der Elgger Andrin Kupper die angestrebte Auszeichnung genau um einen Punkt. Zum Verhängnis wurde dem Turnerschwinger der Gestellte im entscheidenden sechsten Umgang gegen den gleichaltrigen Aurel Wenk (Maienfeld). Dank je zwei Vollerfolgen, Remis und Verlustpartien klassierte sich der Neunjährige im Rang 16a.

Niklas Frauenfelder (Hofstetten, 12) konnte den Platz zwei Mal als Sieger verlassen, viermal zog er den Kürzeren. Auch er verlor das letzte Gefecht und blieb wie Kupper einen Zähler hinter den auszeichnungsberechtigten Plätzen (Rang 16h und 54,25 Punkte). In der gleichen Kategorie (2006/2007) konnte Alex Rahm (Winterthur, 12) zuletzt nicht in den Kampf und die Auszeichnungen eingreifen und belegte Rang 20c.

Der vierte Teilnehmer des Schwingklubs Winterthur, Dario Plüer (Winterthur, 14), startete bei den Ältesten (2004/2005) und verfehlte mit 53,75 Punkten die Auszeichnung um zwei Punkte. (tre)

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                        Zürcher Kantonal-Schwingfest in Fehraltorf vom 12. Mai 2019


Am 12. Mai 2019 fand in Fehraltorf, bei eisigen Temperaturen aber doch zwischendurch sonnigem Wetter, das Zürcher Kantonal-Schwingfest statt. Die 4800 Zuschauer erlebten spannende Kämpfe und auch einige Überraschungen. Der Topfavorit Samuel Giger aus dem Thurgau musste sich letzte Woche abmelden. Grund für die Abmeldung sei, dass er sich schonen möchte. Auch der Favorisierte Schwinger Nöldi Forrer, konnte nicht obenaufschwingen und gab nach drei gestellten Gängen freiwillig auf.

Der Schwingklub Winterthur konnte fünfzehn Schwinger ins Sägemehl schicken. Die Sportler aus dem Stadtklub enttäuschten nicht und holten insgesamt fünf Kränze. Das letzte Mal, dass so viele Kränze von Schwingern des Winterthurer Klubs gewonnen wurden, geschah vor fast zwei Jahrzehnten, im Jahr 2000.  Ebenfalls konnte der Schwingklub Winterthur gleich beide Schlussgangteilnehmer stellen, Samir Leuppi, ein Favorit und Christian Lanter, die grosse Überraschung an diesem Schwingfest.

Samir Leuppi, der Tagessieger gewann nach 1:14 Minuten mit Kurz und vervollständigen in der Schere gegen den überraschenden Schlussgangteilnehmer und Neukranzer Lanter Christian.

<<Lanter hätte mich genauso bodigen können, wie er es schon bei Wickli getan hat>>, sagte Leuppi nach dem Festsieg. <<Als ich hörte, dass es ein Winterthurer Duell geben wird, habe ich mich gefreut, dass jemand aus unserem Klub den Zürcher Sieg mit nach Hause nehmen darf.>>

Leuppi bodigte gleich seine ersten vier Gegner Betschart Patrick, Schneider Mario, Oettli Marco und Rhyner Michael. Einzig Krähenbühl Tobias, der fünte Gegner, konnte Leuppi ausbremsen und lockte ein Unentschieden aus dem Gang raus. Mit diesen Ergebnissen erreichte Leuppi 48.25 Punkte.

Lanter stand schon in der Mittagspause zuoberst auf der Rangliste. Nach dem dritten Gang standen er und Michael Rhyner als Einzige mit einem tadellosen Notenblatt und ganz genau 30.00 Punkten da. Leider musste sich Lanter gegen Krähenbühl Tobias, den auch Leuppi nicht besiegen konnte, eine Niederlage eingestehen. Spätestens nach dem fünften Gang, bei dem er den Teilverbandskranzer Wickli Beat, mit dem Rücken ins Sägemehl schmiss, stand fest, dass auch er im Schlussgang mitmischen darf. Lanter stand mit 48.50 Punkten, einem viertel Punkt Vorsprung auf Leuppi, im Schlussgang. Lanter platzierte sich nach der Niederlage auf dem sensationellen dritten Schlussrang.

Auch ein gutes Ergebnis erzielte Beda Arztmann auf dem Rang 4d mit genau 57.00 Punkten.

Er startete gleich im ersten Gang mit einem Sieg, musste sich aber schon im zweiten Kampf ein Remis gegen den Eidgenossen Nöldi Forrer (Stein SG) gefallen lassen. Arztmann drehte wieder auf und konnte beide weiteren Gänge für sich entscheiden. In der vierten Runde verlor der Ossinger leider gegen den Kranzschwinger Marco Oettli (Bussnang) aus dem Thurgau. Doch der Ossinger besitzt seine Kränze nicht umsonst und gewann daher den letzten Gang und gleich ein weiteres Eichenlaub.

Philipp Lehmann rangierte sich mit 56.75 Punkten auf dem Schlussrang 5b. Dieses Ergebnis erzielte der Humliker mit vier Siegen im ersten und den letzten drei Gängen. In der zweiten Begegnung kam er nicht über ein Remis hinaus und in der dritten Begegnung musste er sogar selber ins Sägemehl eintauchen. Lehmann gewann zwei von vier Kämpfe mit der Höchstnote von 10.00 Punkten.

Nicht weit hinter Lehmann konnte sich Andreas Keller den Schlussrang 6b mit 56.50 Punkten reservieren lassen. Er musste sich gleich im ersten Gang eine Niederlage ins Notenblatt schreiben lassen. Dies hielt den Pfäffiker Turnerschwinger nicht davon ab, seine beiden folgenden Kontrahenten am Sägemehl schnuppern zu lassen. Leider wurde er vom Teilverbandskranzer Pirmin Gmür (Amden) in der vierten Begegnung gebodigt. Keller beendete das Zürcher Kantonale-Schwingfest mit zwei Siegen im fünften und sechsten Kampf, zuletzt sogar mit 10.00 Punkten.