Samir Leuppis sehr gute Leistung

Samir Leuppi erkämpft sich am Baselstädtischen Schwingfest in Riehen mit einem sehr guten Notenblatt hochverdient den Kranz.

Am Baselstädtischen Schwingfest, das traditionsgemäss an Auffahrt stattfindet und jeweils Gästeschwinger aus anderen Teilverbänden teilnahmeberechtigt sind, waren dieses Jahr je drei Schwinger aus den Verbänden Bern, Nordost- und Südwestschweiz am Start. Im Schlussgang bezwang Nick Alpiger (Staufen) den Rumisberger Bruno Gisler in der elften Minute mit einem Konter und Nachdrücken am Boden.

57,00 Punkte für Leuppi


Samir Leuppi hatte zum Auftakt die Ehre mit einem der besten Nordwestschweizer, dem 33-jährigen Bruno Gisler, der bis anhin 118 Kränze herausgeschwungen hat, davon drei Eidgenössische, zusammenzugreifen. Leuppi ging sofort in den Angriff, wurde aber von Gisler nach wenigen Sekunden mittels Gammen ausgekontert. Danach behielt der Schwinger des Schwingklubs Winterthur im Kampf gegen den 20-jährigen Teilverbandskranzer Joel Strebel (Aristau) nach kurzer Gangdauer im Bodengefecht die Oberhand. Ebenfalls keine Chance hatte der Fricktaler Michael Mangold: Leuppi, der den zweiten Saisonkranz holte, siegte im ersten Zug mittels Halblang. Nach der Mittagspause bekam er es bereits mit dem zweiten „Eidgenossen“ zu tun: im Duell der Schwergewichte gelang dem 145 kg schweren Winterthurer gegen den um 5 kg schwereren Aargauer Patrick Räbmatter nach rund drei Minuten ein Vollerfolg mit Kniestich. Auch im fünften Gang wurde der Überraschungssieger des Zürcher Kantonal-Schwingfests nicht geschont, wurde er doch mit einem weiteren Topschwinger, Christoph Bieri (Untersiggenthal), eingeteilt. „Ich überliess vor allem Bieri die Initiative und hoffte mit einem Konterangriff zum Erfolg zu kommen. Kurz vor Gangende konnte ich ihn in Gefahr bringen, doch dann war die Zeit abgelaufen“, sagte Leuppi. Zuletzt, im Gefecht um das 19. Eichenlaub, gewann er in der ersten Minute gegen einen weiteren Teilverbandskranzer, Urs Hauri (Niederbipp), der für den Solothurner Schwingerverband startet. Mit einer sehr guten Leistung, Leuppi war der einzige der 127 Teilnehmer, der am Abend drei „Eidgenossen“ auf dem Notenblatt hatte, erreichte er mit 57,00 Punkten, als bester Gästeschwinger, Platz 5b. „Heute bin ich wieder sehr zufrieden. Mein erster Kranzfestsieg und grösster Erfolg der Karriere am letzten Sonntag in Weiach zeigte mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin“, meinte Samir Leuppi, der am Sonntag am St. Galler Kantonal-Schwingfest einen weiteren Kranz anstrebt

 

Leuppis erster Kranzfestsieg in Weiach

Samir Leuppi vom Schwingklub Winterthur siegt überraschend am Zürcher Kantonal-Schwingfest in Weiach. Beda Arztmann (Ossingen) erkämpft sich seinen ersten Kranz.

Leuppi mit Siegermuni tre

Samir Leuppi gewann im Schlussgang nach 6:47 Minuten über seinen Trainingskollegen, den „Eidgenossen“ Roger Rychen (Mollis) mit Kurz. „Im März war ich mit Rychen und anderen Spitzenschwingern, unter anderem war auch Armon Orlik dabei, in einem Trainingslager in Fuerteventura“, sagte Leuppi. In einem abwechslungsreichen Schlussgang suchte der 24-jährige Winterthurer, nach einem Abtasten am Anfang den Sieg, obwohl ihm ein Gestellter zum Sieg genügt hätte. Einmal hatte der nun 18-fache Kranzgewinner eine brenzlige Situation zu überstehen und hatte das nötige Glück auf seiner Seite. Aber auch Rychen, der am Eidgenössischen Schwingfest 2016 zum „Eidgenossen“ aufstieg, war zuvor einmal beinahe auf dem Rücken. „Ich bin überglücklich, dass es mir heute gelungen ist, erstmals ein Kranzfest zu gewinnen“, sagte Leuppi nach dem „Final“. Bereits im Startduell hatte der Sennenschwinger mit dem Frauenfelder Tobias Krähenbühl einen Eidgenössischen Kranzschwinger besiegen können – dies überraschend schnell. „Der Erfolg gegen Krähenbühl gab mir das nötige Selbstvertrauen, hatte ich doch bei meinen Comeback am Eschenberg-Schwinget, trotz der Schlussgangteilname, ein schlechtes Gefühl“, erklärte Leuppi. Urs Giger (Gais), der Bruder des Vorjahressiegers, Samuel Giger (Ottoberg), lag nach rund zwei Minuten im Kurzholz. Vor dem Mittagessen bekam es der 1,95 m grosse Athlet mit dem Thurgauer David Dumelin zu tun: Leuppi gewann souverän mit einem Kurzzug. Im vierten Umgang liess der gelernte Zimmermann, der nun als Sicherheitsbeamter bei der SBB arbeitet, dem blutjungen Manuel Bollhalder (Flawil) keine Chance. Danach gab er dem Bergkranzer Mario Schneider (Schönenberg an der Thur) in der letzten Minute mit einem Inneren Haken das Nachsehen und hatte 49,50 Punkte. „Finalverlierer „ Rychen fiel auf Platz 4a zurück. Im Startgang hatte der 25-jährige Landwirt im ersten Zusammengreifen den zweifachen „Eidgenossen“ Stefan Burkhalter (Homburg) unter die Verlierer gereiht. Im entscheidenden fünften Gefecht, um den Einzug in den Endkampf, bodigte der 27-fache Kranzer, kurz vor Zeitablauf, den Teilverbandskranzer Ernst Bühler (Zihlschlacht) mit der Maximalnote 10,00.

Arztmanns erster Kranz

Arztmann oben Wettstein tre


Den längst fälligen ersten Kranz sicherte sich Beda Arztmann im Rang 6g mit der Punktezahl von 56,75. Nach einem hart erkämpften Erfolg in der vierten Minute gegen Florian Pfister (Bronschhofen), der zwei Kränze besitzt, kam der Ossinger zu zwei Siegeskreuzlein im ersten Zug: im zweiten Gang über den 16-jährigen Luciano Spangaro (Wetzikon), der sich sensationell ebenfalls unter die Kranzgewinner reihen konnte. Eine Nummer zu gross war im vierten Gang Mario Schneider, gegen den der 22-Jährige rasch unterlag. Danach legte der Athlet des Schwingklubs Winterthur Daniel Wettstein (Zürich) in der zweiten Minute platt ins Kurzholz. „Gegen Wettstein konnte ich bis anhin immer gewinnen, darum ging ich zuversichtlich in den Gang hinein“, meinte Arztmann, der derzeit eine einjährige Weiterbildung zum Zimmermann-Vorarbeiter in Weinfelden absolviert. Dank der Höchstnote hatte der Turnerschwinger den Kranz bereits nach fünf Gängen im Trockenen. Gegen den gleichaltrigen Teilverbandskranzer Roman Schnurrenberger (Sternenberg) musste sich Arztmann im ersten Zusammengreifen beugen. „Der Kranzgewinn ist eine richtige Erlösung für mich, sonst wäre ich an den anderen Kranzfesten dieser Saison ständig unter Druck gestanden“. Dem fügte er hinzu. „Am Trainingslager vom letzten Wochenende auf Flumserberg holte ich mir den letzten Schliff für dieses wichtige Fest“. Beda Arztmann wird am Sonntag am St. Galler Kantonal-Schwingfest in Rapperswil sein zweites Kranzfest der Saison bestreiten.

Die restlichen Athleten des Stadtklubs konnten zuletzt nicht in den Kampf um die Kränze eingreifen.


Schnurrenbergers Topplatzierung


Der Zürcher Oberländer Roman Schnurrenberger platzierte sich mit vier Vollerfolgen und zwei Remis gegen die „Eidgenossen“ Peter Horner (Glarus) und im fünften Durchgang mit Tobias Krähenbühl dank 57,50 Punkten im Rang 3. Der 18-jährige Turbenthaler Dario Bosshard verlor den entscheidenden Kampf um das erste Eichenlaub der Karriere gegen den bald 41-jährigen Stefan Bickel (Hochfelden), der die Charge als Bauchef innehatte.

Auszug aus der Rangliste


Weiach. Zürcher Kantonal-Schwingfest (154 Schwinger, 4800 Zuschauer). Schlussgang: Samir Leuppi (Winterthur) bezwingt Roger Rychen (Mollis) nach 6:47 Minuten mit Kurz. Rangliste: 1. Samir Leuppi 59,50. 2. Domenic Schneider (Friltschen) und Remo Ackermann (Steg im Tösstal), je 57,75. 3. Roman Schnurrenberger (Sternenberg) 57,50. 4. Rychen, Simon Schudel (Beggingen) und Mario Schneider (Schönenberg an der Thur), je 57,25. 5. Adrian Oertig (Goldingen), Christian Bernold (Walenstadt) und Roman Bickel (Hochfelden), je 57,00 6. Dominik Oertig (Uznach), Marco Nägeli (Obfelden), Peter Horner (Glarus), Luciano Spangaro (Wetzikon ZH), Dominik Schmid (Hundwil), Urs Schäppi (Wiezikon b. Sirnach) und Beda Arztmann (Ossingen), je 56,75 (alle mit Kranz). 12. Dario Bosshard (Turbenthal) und Christian Lanter (Kollbrunn), je 55,25. 13. Christoph Odermatt (Bauma), Philipp Lehmann (Humlikon) und Benjamin Nock (Turbenthal), je 55,00. 14. Andreas Keller (Pfäffikon) 54,75. 16. Patrick Rüegg (Rikon), Karim Leuppi (Hettlingen) und Remo Frauchiger (Bauma), je 54,25. 24. Philipp Nüssli (Kollbrunn) und Adrian Hugener (Embrach), je 35,50

 

Drei Auszeichnungen für die Winterthurer Nachwuchsschwinger

Mels SG. Beim Rheintal-Oberländischen Buebeschwinget vom 20.05.2017 in Mels SG erkämpften sich die Winterthurer Nachwuchsschwinger drei Auszeichnungen.

Vor einer für Nachwuchsschwinger beachtlichen Kulisse von 1‘200 Zuschauern konnten sich in der Kategorie 2008-2009 Lukas Anliker (Schlatt) mit 57.00 Punkten auf Platz 7e und Loris Anliker (Schlatt) mit 56.50 Punkten auf Platz 9e jeweils die Auszeichnung sichern. Im Jahrgang 2002-2003 gelang dies auch Fabian Plüer (Winterthur) mit 57.25 Punkten auf Platz 6b. Der Schlatter Andri Anliker verpasste dabei die Auszeichnung in derselben Kategorie knapp um 0.25 Punkte.

Ebenfalls freuen über die Auszeichnung konnte sich Fabio Eicher (Steg im Tösstal) vom Schwingklub Zürcher Oberland in der Kategorie 2008-2009 mit 57.75 Punkten und dem hervorragenden Platz 4a.

Auszug aus der Rangliste


(378 Schwinger, 1200 Zuschauer).
Jg. 08/09: 4a Fabio Eicher (Steg im Tösstal) mit Auzeichnung, 7e Lukas Anliker (Schlatt) mit Auszeichnung, 9e Loris Anliker (Schlatt) mit Auszeichnung.
Jg. 06/07: 15a Niklas Frauenfelder (Hofstetten), 17c Alejandro Munios (Schlatt), 21b Ramon Anliker (Schlatt).
Jg. 04/05: 13g Gian Bürge (Pfäffikon ZH), 14d Nino Anliker (Schlatt), 16c Dario Plüer (Winterthur), 17i Siro Neumeister (Gibswil-Ried), 20b Sven Fehr (Bäretswil), 21c Marco Wild (Auslikon).
Jg. 02/03: 6b Fabian Plüer (Winterthur) mit Auszeichnung, 13a Andri Anliker (Schlatt), 15a Arjuna Fuster (Bubikon), 19a Joël Siegenthaler (Bubikon).

 

 

Acht Eidgenössische Kranzschwinger in Weiach

Am Sonntag kämpfen am 107. Zürcher Kantonal-Schwingfest in Weiach rund 170 Schwinger aus den Verbänden Appenzell, Glarus, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau und Zürich sowie den Gastklubs Biel und Zurzach um die begehrten Kränze.

Das Hauptaugenmerk richtet sich im Zürcher Unterland auf die acht startenden Eidgenössischen Kranzschwinger: Martin Hersche und Marcel Kuster (beide Appenzell), Peter Horner (Glarus), Roger Rychen (Mollis), Stefan Burkhalter (Homburg), Domenic Schneider (Friltschen), Tobias Krähenbühl (Frauenfeld) und Fabian Kindlimann (Dürnten). Nicht am Start sind Vorjahressieger Samuel Giger (Ottoberg) und sein damaliger Schlussganggegner Daniel Bösch (Zuzwil). Giger hat sich nicht angemeldet – Daniel Bösch, der das Zürcher Kantonale 2013 und 2014 für sich entscheiden konnte, hat sich am Rapperswiler Verbandsschwingfest vom 9. April in Kaltbrunn die Nase gebrochen und kann deshalb nicht teilnehmen. Nach Böschs Absage ist das Rennen um den Tagessieg völlig offen. Der Sieger des Eschenberg-Schwingets, Stefan Burkhalter, ist der einzige Schwinger, im rund 170-köpfigen Teilnehmerfeld, der zwei Eidgenössische Kränze besitzt. Von den teilnehmenden „Eidgenossen“ erkämpften sich ausser Burkhalter und Fabian Kindlimann, alle am Eidgenössischen Schwingfest 2016 ihr erstes Eidgenössisches Eichenlaub.

Zehn Winterthurer


Vom Schwingklub Winterthur sind zehn Aktive angemeldet. Nach seinem geglückten Comeback, Schlussgangteilnahme am Eschenberg-Schwinget, visiert der Winterthurer Teilverbandskranzer Samir Leuppi seinen vierten Zürcher Kranz an. Der 24-jährige Andreas Keller (Pfäffikon) und der Hettlinger Karim Leuppi möchten ihren Kranzgewinn vom Vorjahr wiederholen. Beda Arztmann (Ossingen) und der Kollbrunner Christian Lanter hoffen auf das nötige Gegnerglück. Den beiden ist der erste Kranzgewinn durchaus zuzutrauen. Gespannt darf man auf die Leistung des 17-jährigen Philipp Lehmann (Humlikon) sein, der am Eschenberg-Schwinget gute Gänge zeigte. Patrick Rüegg (Rikon), der im 2016 im Kanton Freiburg ein landwirtschaftliches Lehrjahr absolvierte und demzufolge für den Südwestschweizer Schwingerverband antrat, hofft ebenfalls auf eine gute Platzierung.

Schwinger aus der Region
Roman Schnurrenberger (Sternenberg), einer der stärksten Athleten des Schwingklubs Zürcher Oberland, hat gute Chancen sich nach dem Thurgauer Kantonalen den zweiten Saisonkranz zu ergattern. Christoph Odermatt (Bauma) strebt seinen sechsten „Kopfschmuck“ an. Erstmals wird der talentierte Turbenthaler Benjamin Nock, ein weiterer Zürcher Oberländer, an einem Zürcher Kantonal-Schwingfest in die Schwingerhosen steigen. Dominik Ott (Trüllikon) vertritt die Farben des Schaffhauser Schwingerverbandes.

 

Thurgauer triumphiert auf dem Eschenberg – vier Auszeichnungen

Winterthur. Im Schlussgang des Eschenberg-Schwingets gewinnt der Thurgauer Stefan Burkhalter nach 2:40 Minuten gegen den Winterthurer Titelverteidiger Samir Leuppi mit seinem Spezialkurz.

Auf dem Weg zu seinem Eschenberg-Triumph bekam es Stefan Burkhalter bereits im Startgang mit seinem späteren Schlussganggegner, Samir Leuppi, zu tun. Nicht unerwartet trennten sich die beiden, in einem ereignisarmen Gang, unentschieden. Doch dann zeigte der Homburger, der Anfang Juni 43 Jahre alt wird, seine immer noch vorhandene Klasse. Thomas Kammermann (Thalwil) bodigte er souverän mit der Maximalnote 10,00. Den Sternenberger Roman Schnurrenberger fertigte der 1,86 m grosse und 118 kg schwere Athlet des Schwingklubs Ottenberg mit seinem Spezialkurzzug ab. „Schnurrenberger konnte ich bereits am Ostermontag am Schaffhauser Frühjahrsschwinget ins Kurzholz legen“, sagte Burkhalter. Nach dem Vollerfolg in der dritten Minute gegen den 19-jährigen Roman Bickel (Hochfelden), beförderte der zweifache „Eidgenosse“, im Kampf um den Einzug in den Endkampf, bereits nach rund einer Minute, den Schlussgangverlierer des Vorjahres, Marco Nägeli (Obfelden,) ins Sägemehl. Nach dem Schlussgang sagte Burkhalter: „Ich möchte mindestens noch fünf Kränze herausschwingen, dann habe ich ein Eichenlaub mehr, als der ehemalige Thurgauer Topschwinger Otto Brändli“. Im Weiteren meinte Burkhalter nach seinem dritten Erfolg in diesem Jahr an einem Rangschwinget: „Es freut mich, dass sich mein grosser Trainingsaufwand auch heute bezahlt machte“. Der Landwirt trainiert wöchentlich 20 bis 22 Stunden. Angesprochen auf einen möglichen Rücktritt per Ende Saison sagte Burkhalter: „Falls ich verletzungsfrei bleibe, werde ich wohl noch weiterschwingen“.

Stefan Burkhalter (links), der als Favorit gestartet war, fertige im Schlussgang Samir Leuppi nach 2:40 Minuten ab

Der Schlussgangverlierer


Der Schlussgangverlierer Samir Leuppi, der nach zwei schweren Verletzungen und fast zehnmonatiger Wettkampfpause sein Comeback gab, liess sich nach dem Gestellten zum Auftakt gegen Burkhalter vier Siegeskreuzlein notieren. Die „Finalqualifikation“ sicherte sich der Sicherheitsbeamte bei der SBB mit der nötigen Höchstnote über Thomas Kammermann. Der 17-fache Kranzgewinner hatte wie beim Vollerfolg im zweiten Gefecht, gegen den ebenfalls schwächer eingestuften Nicola Wey (Stäfa), hart zu kämpfen, bis er Kammermann auf dem Rücken hatte. „Mit der Schlussgangqualifikation bin ich recht zufrieden – leider gab es mir bei der Niederlage gegen Burkhalter einen Zwick in die Schulter, die ich vor ein paar Jahren hatte operieren lassen müssen. Ich hoffe, dass es nichts Ernsthaftes ist“, gab Leuppi zu Protokoll, der im Jahr 2017 kaum Schwingtrainings absolvieren konnte. Letztlich landete der Schwinger des organisierenden Schwingklubs Winterthur auf Platz 5 mit 56,75 Punkten.

Stefan Burkhalter (rechts) siegte im Schlussgang über Samir Leuppi, den Lokalmatadoren.

 

Arztmanns 57,50 Punkte


Einen ausgezeichneten Wettkampf zeigte der starke Nichtkranzer Beda Arztmann. Der 22-Jährige gestaltete vier Gänge siegreich. Beim Remis mit dem Bergkranzer und zweifachen Eschenberg-Sieger, Andreas Gwerder (Hütten), war er der Aktivere. Im fünften Gang brachte der Turnerschwinger Nicola Wey mehrmals an den Rand einer Niederlage und verpasste so den Schlussgangeinzug. Sehenswert war auch wie der Ossinger, der auch als Nationalturner in Erscheinung tritt, den unbequemen Glarner Christian Jöhl unter die Verlierer reihte. Zuletzt, im Kampf um einen Podestplatz, gelang ihm ein Sieg im dritten Zusammengreifen gegen Adrian Schwyn (Merishausen) und kam mit 57,50 Zählern auf Platz 3. „Ich habe mein Ziel, das ich mir heute gesetzt habe, den Gewinn der Auszeichnung, erreicht. Es zeigt mir auch, dass meine Form im Hinblick auf das Zürcher Kantonal-Schwingfest vom 21. Mai stimmt“, sagte Arztmann.

Beda Arztmann (rechts) wurde mit vier Siegen und zwei Remis Dritter

Lehmann und Lanter mit 56,00 Punkten


Mit Philipp Lehmann (Humlikon) und Christian Lanter (Kollbrunn) erkämpften sich zwei weitere Teilnehmer des Schwingklubs Winterthur die Auszeichnung. Lehmann besiegte drei seiner sechs Gegner, zweimal stellte er und einmal stand er auf verlorenem Posten. Sehr gute Leistungen zeigte er bei den Remis gegen Paul Korrodi (Schönenberg) und Nicola Wey, die beide am Eidgenössischen Schwingfest 2016 teilnehmen konnten. Am Schluss hatte Lehmann 56,00 Punkte auf seinem Notenblatt. Christian Lanter hatte am Abend die genau gleichen Gänge und Punkte wie Lehmann und platzierte sich direkt hinter ihm (Rang 8b).

Philipp Lehmann (rechts) von Schwingklub Winterthur holte sich die Auszeichnung dank 56,00 Punkten.

Christian Lanter (oben) erkämpfte sich die Auszeichnung mit drei Siegen, zwei Remis und einer Verlustpartie.

Schnurrenbergers Ehrenplatz


Roman Schnurrenberger vom Schwingklub Zürcher Oberland kam mit fünf Siegen und einer Verlustpartie und 57,75 Punkten auf den Ehrenplatz. Im letzten Durchgang gab er Shane Dändliker (Feldbach) das Nachsehen. Ebenfalls unter die Auszeichnungsgewinner konnte sich der junge Dario Bosshard (Turbenthal), ein Klubkamerad Schnurrenbergers, reihen. Dies dank drei Siegen, einem Taucher und zwei Remis, im vierten Gang gegen Andreas Gwerder. 

Auszug aus der Rangliste


1.Stefan Burkhalter (Homburg) 58,50. 2. Roman Schnurrenberger (Sternenberg) 57,75. 3. Beda Arztmann (Ossingen) 57,50. 4. Fabian Kindlimann (Dürnten) und Marco Nägeli (Obfelden), je 57,25. 5. Samir Leuppi (Winterthur) 56,75. 8. Philipp Lehmann (Humlikon), Christian Lanter (Kollbrunn) und Dario Bosshard (Turbenthal), je 56,00 (alle mit Auszeichnung). 12. Benjamin Nock (Turbenthal) 55,00. 13. Michael Hari (Winterthur) 54,75. 16. Patrick Rüegg (Rikon) und Matthias Ott (Trüllikon), je 54,00. 17. Florian Frauenfelder (Hofstetten) und Adrian Hugener (Embrach), je 53,75. 18. Dominik Ott (Trüllikon) 53,25. 19. Gabriel Dohner (Bauma) 52,75.

Zwölf Auszeichnungen – Lukas Anliker und Janos Bachmann im Schlussgang

Winterthur. Die Buben des Schwingklubs Winterthur erkämpfen sich am Buebeschwinget Eschenberg insgesamt zwölf Auszeichnungen.

Bei wechselhaftem Wetter verfolgten rund 400 Zuschauer die Zweikämpfe der 105 angetretenen Nachwuchsschwinger, Jahrgänge 2002 bis 2009, aus den Verbänden Glarus, Graubünden und Zürich. Der 15-jährige Remo Knecht (Wald ZH) und sein Klubkamerad vom Schwingklub Zürcher Oberland, Fabio Eicher (Steg im Tösstal), holten für den Zürcher Kantonal-Schwingerverband zwei der vier Kategoriensiege. Bei den Jahrgängen 2004/2005 war Elia Meyer (St. Antönien) siegreich – sein Bündner Verbandskamerad Josias Müller (Zillis) schwang bei den Jahrgängen 2006/2007 obenauf.

Schlussgang verloren


Bei den Jüngsten, Jahrgänge 2008/2009, hatte Lukas Anliker vom Schwingklub Winterthur nach fünf Siegen in Serie 49,50 Punkte auf seinem Notenblatt. Im Endkampf unterlag der Achtjährige, dem um ein Jahr älteren Fabio Eicher, den er im dritten Durchgang noch bezwungen hatte, nach rund eineinhalb Minuten Gangdauer. Trotz der „Finalniederlage“ kam der Schlatter mit 58,25 Punkten auf den Ehrenplatz. Janos Bachmann (Wildberg) zog mit vier Vollerfolgen und einem Remis im dritten Gefecht gegen den Bündner Salomon Lazzarotto in den Schlussgang ein, wo er sich im ersten Zusammengreifen Elia Meyer beugen musste. Der 13-jährige Turnerschwinger, der erstmals an einem Buebeschwinget im Schlussgang stand, landete letztlich als Dritter noch auf dem Podest. Dies mit der guten Punktezahl von 57,50.

Anliker Lukas rechts tre

Der Schlatter Lukas Anliker (rechts) wurde trotz der Niederlage im Schlussgang Zweiter bei den Jüngsten

Bachmann Janos hinten tre kein Schlussgangbild

Janos Bachmann (hinten) vom Schwingklub Winterthur verlor im Schlussgang gegen den Bündner Elia Meyer und wurde letztlich Dritter

Plüers und Schönenbergers Podestplätze


Ebenfalls aufs Podest schafften es die beiden Winterthurer Fabian Plüer und Leo Schönenberger. Plüer ging viermal als Sieger vom Platz, einmal gabs einen Gestellten und im fünften Gang zog der 14-Jährige gegen Remo Knecht den Kürzeren. Den Ehrenplatz bei den Jahrgängen 2002/2003 ergatterte er sich mit 57,50 Zählern. Leo Schönenberger (15-jährig) liess sich vier Vollerfolge schreiben, in den Durchgängen drei und vier musste er sich mit Unentschieden zufrieden geben. Schlussendlich holte sich Schönenberger die Auszeichnung dank 57,25 Punkten im Rang 3.

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Fabian Plüer (oben) belegte bei den Ältesten den Ehrenplatz.

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Lokalmatador Leo Schönberger (rechts) ging viermal als Sieger vom Platz, zwei Gänge stellte der 15-Jährige.

Fünf Auszeichnungen für die Gebrüder Anliker


Die Gebrüder Anliker aus Schlatt errangen alle die Auszeichnung: neben Lukas waren auch sein Zwillingsbruder Loris (8), der sich im vierten Rang mit 56,50 Punkten platzierte, der zehnjährige Ramon, der zwölfjährige Nino sowie der 14-jährige Andri erfolgreich.

Anliker Loris oben Zwillingsbruder von Anliker Lukas

Der achtjährige Loris Anliker (oben) klassierte sich mit 56,50 Punkten bei den Jahrgängen 2008/2009 auf Platz 4.

Anliker Nino links tre

Nino Anliker (links), einer der fünf Gebrüder Anliker aus Schlatt, erreichte gute 56,00 Punkte.

Anliker Andri oben tre

Andri Anliker (oben) erkämpfte sich die Auszeichnung mit 55,50 Punkten.

 

Weitere Auszeichnungen


Ebenfalls in die auszeichnungsberechtigen Plätze schafften es die Winterthurer Roman Brönnimann (8) und Dario Plüer (12), der zehnjährige Niklas Frauenfelder (Hofstetten) und der neunjährige Nico Tonoli (Schlatt).

Pech hatte der Winterthurer Björn Baumgartner (14), der die Auszeichnung um lediglich einen Viertelpunkt verfehlte. 

Frauenfelder Niklas rechts tre

Der Hofstetter Niklas Frauenfelder (rechts) ergattere sich auch eine der begehrten Auszeichnungen am Buebeschwinget Eschenberg.

Auszug aus den Ranglisten


Jahrgänge 2002/2003: 1. Remo Knecht (Wald ZH) 59,00. 2. Fabian Plüer (Winterthur) 57,50. 3. Leo Schönenberger (Winterthur) 57,25. 9. Andri Anliker (Schlatt) 55,50 (alle mit Auszeichnung). 13. Björn Baumgartner (Winterthur) 54,50. 15. Silvan Rechsteiner (Schlatt) 54,00. Jahrgänge 2004/2005: 1. Eila Meyer (St. Antönien) 58,75. 3. Janos Bachmann (Wildberg) 57,50. 7. Nino Anliker (Schlatt) 56,00. 11. Dario Plüer (Winterthur) 54,75 (alle mit Auszeichnung). 14. Elia Carotti (Winterthur) 54,00. Jahrgänge 2006/2007: 1. Josias Müller (Zillis) 58,50. 9. Ramon Anliker (Schlatt) 55,25. 10. Niklas Frauenfelder (Hofstetten) 55,00 (alle mit Auszeichnung). 13. Alejandro Munios (Schlatt) und Noah Kramer (Buch am Irchel), je 53,75. 15. Sven Baumgartner (Winterthur) 52,75. Jahrgänge 2008/2009: 1. Fabio Eicher (Steg im Tösstal) 58,75. 2. Lukas Anliker (Schlatt) 58,25. 4. Loris Anliker (Schlatt) 56,50. 5. Roman Brönnimann (Winterthur) 55,75. 7. Nico Tonoli (Schlatt) 55,25 (alle mit Auszeichnung).