Acht Eidgenössische Kranzschwinger in Weiach

Am Sonntag kämpfen am 107. Zürcher Kantonal-Schwingfest in Weiach rund 170 Schwinger aus den Verbänden Appenzell, Glarus, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau und Zürich sowie den Gastklubs Biel und Zurzach um die begehrten Kränze.

Das Hauptaugenmerk richtet sich im Zürcher Unterland auf die acht startenden Eidgenössischen Kranzschwinger: Martin Hersche und Marcel Kuster (beide Appenzell), Peter Horner (Glarus), Roger Rychen (Mollis), Stefan Burkhalter (Homburg), Domenic Schneider (Friltschen), Tobias Krähenbühl (Frauenfeld) und Fabian Kindlimann (Dürnten). Nicht am Start sind Vorjahressieger Samuel Giger (Ottoberg) und sein damaliger Schlussganggegner Daniel Bösch (Zuzwil). Giger hat sich nicht angemeldet – Daniel Bösch, der das Zürcher Kantonale 2013 und 2014 für sich entscheiden konnte, hat sich am Rapperswiler Verbandsschwingfest vom 9. April in Kaltbrunn die Nase gebrochen und kann deshalb nicht teilnehmen. Nach Böschs Absage ist das Rennen um den Tagessieg völlig offen. Der Sieger des Eschenberg-Schwingets, Stefan Burkhalter, ist der einzige Schwinger, im rund 170-köpfigen Teilnehmerfeld, der zwei Eidgenössische Kränze besitzt. Von den teilnehmenden „Eidgenossen“ erkämpften sich ausser Burkhalter und Fabian Kindlimann, alle am Eidgenössischen Schwingfest 2016 ihr erstes Eidgenössisches Eichenlaub.

Zehn Winterthurer


Vom Schwingklub Winterthur sind zehn Aktive angemeldet. Nach seinem geglückten Comeback, Schlussgangteilnahme am Eschenberg-Schwinget, visiert der Winterthurer Teilverbandskranzer Samir Leuppi seinen vierten Zürcher Kranz an. Der 24-jährige Andreas Keller (Pfäffikon) und der Hettlinger Karim Leuppi möchten ihren Kranzgewinn vom Vorjahr wiederholen. Beda Arztmann (Ossingen) und der Kollbrunner Christian Lanter hoffen auf das nötige Gegnerglück. Den beiden ist der erste Kranzgewinn durchaus zuzutrauen. Gespannt darf man auf die Leistung des 17-jährigen Philipp Lehmann (Humlikon) sein, der am Eschenberg-Schwinget gute Gänge zeigte. Patrick Rüegg (Rikon), der im 2016 im Kanton Freiburg ein landwirtschaftliches Lehrjahr absolvierte und demzufolge für den Südwestschweizer Schwingerverband antrat, hofft ebenfalls auf eine gute Platzierung.

Schwinger aus der Region
Roman Schnurrenberger (Sternenberg), einer der stärksten Athleten des Schwingklubs Zürcher Oberland, hat gute Chancen sich nach dem Thurgauer Kantonalen den zweiten Saisonkranz zu ergattern. Christoph Odermatt (Bauma) strebt seinen sechsten „Kopfschmuck“ an. Erstmals wird der talentierte Turbenthaler Benjamin Nock, ein weiterer Zürcher Oberländer, an einem Zürcher Kantonal-Schwingfest in die Schwingerhosen steigen. Dominik Ott (Trüllikon) vertritt die Farben des Schaffhauser Schwingerverbandes.

 

Thurgauer triumphiert auf dem Eschenberg – vier Auszeichnungen

Winterthur. Im Schlussgang des Eschenberg-Schwingets gewinnt der Thurgauer Stefan Burkhalter nach 2:40 Minuten gegen den Winterthurer Titelverteidiger Samir Leuppi mit seinem Spezialkurz.

Auf dem Weg zu seinem Eschenberg-Triumph bekam es Stefan Burkhalter bereits im Startgang mit seinem späteren Schlussganggegner, Samir Leuppi, zu tun. Nicht unerwartet trennten sich die beiden, in einem ereignisarmen Gang, unentschieden. Doch dann zeigte der Homburger, der Anfang Juni 43 Jahre alt wird, seine immer noch vorhandene Klasse. Thomas Kammermann (Thalwil) bodigte er souverän mit der Maximalnote 10,00. Den Sternenberger Roman Schnurrenberger fertigte der 1,86 m grosse und 118 kg schwere Athlet des Schwingklubs Ottenberg mit seinem Spezialkurzzug ab. „Schnurrenberger konnte ich bereits am Ostermontag am Schaffhauser Frühjahrsschwinget ins Kurzholz legen“, sagte Burkhalter. Nach dem Vollerfolg in der dritten Minute gegen den 19-jährigen Roman Bickel (Hochfelden), beförderte der zweifache „Eidgenosse“, im Kampf um den Einzug in den Endkampf, bereits nach rund einer Minute, den Schlussgangverlierer des Vorjahres, Marco Nägeli (Obfelden,) ins Sägemehl. Nach dem Schlussgang sagte Burkhalter: „Ich möchte mindestens noch fünf Kränze herausschwingen, dann habe ich ein Eichenlaub mehr, als der ehemalige Thurgauer Topschwinger Otto Brändli“. Im Weiteren meinte Burkhalter nach seinem dritten Erfolg in diesem Jahr an einem Rangschwinget: „Es freut mich, dass sich mein grosser Trainingsaufwand auch heute bezahlt machte“. Der Landwirt trainiert wöchentlich 20 bis 22 Stunden. Angesprochen auf einen möglichen Rücktritt per Ende Saison sagte Burkhalter: „Falls ich verletzungsfrei bleibe, werde ich wohl noch weiterschwingen“.

Stefan Burkhalter (links), der als Favorit gestartet war, fertige im Schlussgang Samir Leuppi nach 2:40 Minuten ab

Der Schlussgangverlierer


Der Schlussgangverlierer Samir Leuppi, der nach zwei schweren Verletzungen und fast zehnmonatiger Wettkampfpause sein Comeback gab, liess sich nach dem Gestellten zum Auftakt gegen Burkhalter vier Siegeskreuzlein notieren. Die „Finalqualifikation“ sicherte sich der Sicherheitsbeamte bei der SBB mit der nötigen Höchstnote über Thomas Kammermann. Der 17-fache Kranzgewinner hatte wie beim Vollerfolg im zweiten Gefecht, gegen den ebenfalls schwächer eingestuften Nicola Wey (Stäfa), hart zu kämpfen, bis er Kammermann auf dem Rücken hatte. „Mit der Schlussgangqualifikation bin ich recht zufrieden – leider gab es mir bei der Niederlage gegen Burkhalter einen Zwick in die Schulter, die ich vor ein paar Jahren hatte operieren lassen müssen. Ich hoffe, dass es nichts Ernsthaftes ist“, gab Leuppi zu Protokoll, der im Jahr 2017 kaum Schwingtrainings absolvieren konnte. Letztlich landete der Schwinger des organisierenden Schwingklubs Winterthur auf Platz 5 mit 56,75 Punkten.

Stefan Burkhalter (rechts) siegte im Schlussgang über Samir Leuppi, den Lokalmatadoren.

 

Arztmanns 57,50 Punkte


Einen ausgezeichneten Wettkampf zeigte der starke Nichtkranzer Beda Arztmann. Der 22-Jährige gestaltete vier Gänge siegreich. Beim Remis mit dem Bergkranzer und zweifachen Eschenberg-Sieger, Andreas Gwerder (Hütten), war er der Aktivere. Im fünften Gang brachte der Turnerschwinger Nicola Wey mehrmals an den Rand einer Niederlage und verpasste so den Schlussgangeinzug. Sehenswert war auch wie der Ossinger, der auch als Nationalturner in Erscheinung tritt, den unbequemen Glarner Christian Jöhl unter die Verlierer reihte. Zuletzt, im Kampf um einen Podestplatz, gelang ihm ein Sieg im dritten Zusammengreifen gegen Adrian Schwyn (Merishausen) und kam mit 57,50 Zählern auf Platz 3. „Ich habe mein Ziel, das ich mir heute gesetzt habe, den Gewinn der Auszeichnung, erreicht. Es zeigt mir auch, dass meine Form im Hinblick auf das Zürcher Kantonal-Schwingfest vom 21. Mai stimmt“, sagte Arztmann.

Beda Arztmann (rechts) wurde mit vier Siegen und zwei Remis Dritter

Lehmann und Lanter mit 56,00 Punkten


Mit Philipp Lehmann (Humlikon) und Christian Lanter (Kollbrunn) erkämpften sich zwei weitere Teilnehmer des Schwingklubs Winterthur die Auszeichnung. Lehmann besiegte drei seiner sechs Gegner, zweimal stellte er und einmal stand er auf verlorenem Posten. Sehr gute Leistungen zeigte er bei den Remis gegen Paul Korrodi (Schönenberg) und Nicola Wey, die beide am Eidgenössischen Schwingfest 2016 teilnehmen konnten. Am Schluss hatte Lehmann 56,00 Punkte auf seinem Notenblatt. Christian Lanter hatte am Abend die genau gleichen Gänge und Punkte wie Lehmann und platzierte sich direkt hinter ihm (Rang 8b).

Philipp Lehmann (rechts) von Schwingklub Winterthur holte sich die Auszeichnung dank 56,00 Punkten.

Christian Lanter (oben) erkämpfte sich die Auszeichnung mit drei Siegen, zwei Remis und einer Verlustpartie.

Schnurrenbergers Ehrenplatz


Roman Schnurrenberger vom Schwingklub Zürcher Oberland kam mit fünf Siegen und einer Verlustpartie und 57,75 Punkten auf den Ehrenplatz. Im letzten Durchgang gab er Shane Dändliker (Feldbach) das Nachsehen. Ebenfalls unter die Auszeichnungsgewinner konnte sich der junge Dario Bosshard (Turbenthal), ein Klubkamerad Schnurrenbergers, reihen. Dies dank drei Siegen, einem Taucher und zwei Remis, im vierten Gang gegen Andreas Gwerder. 

Auszug aus der Rangliste


1.Stefan Burkhalter (Homburg) 58,50. 2. Roman Schnurrenberger (Sternenberg) 57,75. 3. Beda Arztmann (Ossingen) 57,50. 4. Fabian Kindlimann (Dürnten) und Marco Nägeli (Obfelden), je 57,25. 5. Samir Leuppi (Winterthur) 56,75. 8. Philipp Lehmann (Humlikon), Christian Lanter (Kollbrunn) und Dario Bosshard (Turbenthal), je 56,00 (alle mit Auszeichnung). 12. Benjamin Nock (Turbenthal) 55,00. 13. Michael Hari (Winterthur) 54,75. 16. Patrick Rüegg (Rikon) und Matthias Ott (Trüllikon), je 54,00. 17. Florian Frauenfelder (Hofstetten) und Adrian Hugener (Embrach), je 53,75. 18. Dominik Ott (Trüllikon) 53,25. 19. Gabriel Dohner (Bauma) 52,75.

Zwölf Auszeichnungen – Lukas Anliker und Janos Bachmann im Schlussgang

Winterthur. Die Buben des Schwingklubs Winterthur erkämpfen sich am Buebeschwinget Eschenberg insgesamt zwölf Auszeichnungen.

Bei wechselhaftem Wetter verfolgten rund 400 Zuschauer die Zweikämpfe der 105 angetretenen Nachwuchsschwinger, Jahrgänge 2002 bis 2009, aus den Verbänden Glarus, Graubünden und Zürich. Der 15-jährige Remo Knecht (Wald ZH) und sein Klubkamerad vom Schwingklub Zürcher Oberland, Fabio Eicher (Steg im Tösstal), holten für den Zürcher Kantonal-Schwingerverband zwei der vier Kategoriensiege. Bei den Jahrgängen 2004/2005 war Elia Meyer (St. Antönien) siegreich – sein Bündner Verbandskamerad Josias Müller (Zillis) schwang bei den Jahrgängen 2006/2007 obenauf.

Schlussgang verloren


Bei den Jüngsten, Jahrgänge 2008/2009, hatte Lukas Anliker vom Schwingklub Winterthur nach fünf Siegen in Serie 49,50 Punkte auf seinem Notenblatt. Im Endkampf unterlag der Achtjährige, dem um ein Jahr älteren Fabio Eicher, den er im dritten Durchgang noch bezwungen hatte, nach rund eineinhalb Minuten Gangdauer. Trotz der „Finalniederlage“ kam der Schlatter mit 58,25 Punkten auf den Ehrenplatz. Janos Bachmann (Wildberg) zog mit vier Vollerfolgen und einem Remis im dritten Gefecht gegen den Bündner Salomon Lazzarotto in den Schlussgang ein, wo er sich im ersten Zusammengreifen Elia Meyer beugen musste. Der 13-jährige Turnerschwinger, der erstmals an einem Buebeschwinget im Schlussgang stand, landete letztlich als Dritter noch auf dem Podest. Dies mit der guten Punktezahl von 57,50.

Anliker Lukas rechts tre

Der Schlatter Lukas Anliker (rechts) wurde trotz der Niederlage im Schlussgang Zweiter bei den Jüngsten

Bachmann Janos hinten tre kein Schlussgangbild

Janos Bachmann (hinten) vom Schwingklub Winterthur verlor im Schlussgang gegen den Bündner Elia Meyer und wurde letztlich Dritter

Plüers und Schönenbergers Podestplätze


Ebenfalls aufs Podest schafften es die beiden Winterthurer Fabian Plüer und Leo Schönenberger. Plüer ging viermal als Sieger vom Platz, einmal gabs einen Gestellten und im fünften Gang zog der 14-Jährige gegen Remo Knecht den Kürzeren. Den Ehrenplatz bei den Jahrgängen 2002/2003 ergatterte er sich mit 57,50 Zählern. Leo Schönenberger (15-jährig) liess sich vier Vollerfolge schreiben, in den Durchgängen drei und vier musste er sich mit Unentschieden zufrieden geben. Schlussendlich holte sich Schönenberger die Auszeichnung dank 57,25 Punkten im Rang 3.

Pler Fabian oben tre

Fabian Plüer (oben) belegte bei den Ältesten den Ehrenplatz.

Schnenberger Leo rechts tre

Lokalmatador Leo Schönberger (rechts) ging viermal als Sieger vom Platz, zwei Gänge stellte der 15-Jährige.

Fünf Auszeichnungen für die Gebrüder Anliker


Die Gebrüder Anliker aus Schlatt errangen alle die Auszeichnung: neben Lukas waren auch sein Zwillingsbruder Loris (8), der sich im vierten Rang mit 56,50 Punkten platzierte, der zehnjährige Ramon, der zwölfjährige Nino sowie der 14-jährige Andri erfolgreich.

Anliker Loris oben Zwillingsbruder von Anliker Lukas

Der achtjährige Loris Anliker (oben) klassierte sich mit 56,50 Punkten bei den Jahrgängen 2008/2009 auf Platz 4.

Anliker Nino links tre

Nino Anliker (links), einer der fünf Gebrüder Anliker aus Schlatt, erreichte gute 56,00 Punkte.

Anliker Andri oben tre

Andri Anliker (oben) erkämpfte sich die Auszeichnung mit 55,50 Punkten.

 

Weitere Auszeichnungen


Ebenfalls in die auszeichnungsberechtigen Plätze schafften es die Winterthurer Roman Brönnimann (8) und Dario Plüer (12), der zehnjährige Niklas Frauenfelder (Hofstetten) und der neunjährige Nico Tonoli (Schlatt).

Pech hatte der Winterthurer Björn Baumgartner (14), der die Auszeichnung um lediglich einen Viertelpunkt verfehlte. 

Frauenfelder Niklas rechts tre

Der Hofstetter Niklas Frauenfelder (rechts) ergattere sich auch eine der begehrten Auszeichnungen am Buebeschwinget Eschenberg.

Auszug aus den Ranglisten


Jahrgänge 2002/2003: 1. Remo Knecht (Wald ZH) 59,00. 2. Fabian Plüer (Winterthur) 57,50. 3. Leo Schönenberger (Winterthur) 57,25. 9. Andri Anliker (Schlatt) 55,50 (alle mit Auszeichnung). 13. Björn Baumgartner (Winterthur) 54,50. 15. Silvan Rechsteiner (Schlatt) 54,00. Jahrgänge 2004/2005: 1. Eila Meyer (St. Antönien) 58,75. 3. Janos Bachmann (Wildberg) 57,50. 7. Nino Anliker (Schlatt) 56,00. 11. Dario Plüer (Winterthur) 54,75 (alle mit Auszeichnung). 14. Elia Carotti (Winterthur) 54,00. Jahrgänge 2006/2007: 1. Josias Müller (Zillis) 58,50. 9. Ramon Anliker (Schlatt) 55,25. 10. Niklas Frauenfelder (Hofstetten) 55,00 (alle mit Auszeichnung). 13. Alejandro Munios (Schlatt) und Noah Kramer (Buch am Irchel), je 53,75. 15. Sven Baumgartner (Winterthur) 52,75. Jahrgänge 2008/2009: 1. Fabio Eicher (Steg im Tösstal) 58,75. 2. Lukas Anliker (Schlatt) 58,25. 4. Loris Anliker (Schlatt) 56,50. 5. Roman Brönnimann (Winterthur) 55,75. 7. Nico Tonoli (Schlatt) 55,25 (alle mit Auszeichnung).

Vorschau Buebeschwinget Eschenberg und Eschenberg-Schwinget vom Samstag/Sonntag, 06.05./07.05.2017, in Winterthur Schwinger auf dem Winterthurer Hausberg

Winterthur. Am Sonntag wird der traditionelle Eschenberg-Schwinget durchgeführt. Bereits am Samstag findet auf dem Eschenberg ein Buebeschwinget statt.

Der Eidgenössische Kranzschwinger Stefan Burkhalter (Homburg), der in laufenden Saison bereits zwei Rangfeste, den Schaffhauser Frühjahrsschwinget und den Frühjahrsschwinget Gossau ZH, für sich entscheiden konnte, ist nach Papierform der Stärkste der rund 50 Schwinger aus der Nordostschweiz, die auf dem Winterthurer Hausberg in die Schwingerhosen steigen. Der Thurgauer Altmeister, der sich am ersten Kranzfest der Saison, dem Thurgauer Kantonal-Schwingfest in Zihlschlacht, im dritten Rang klassierte und sich zugleich den 98. Kranz aufsetzen lassen konnte, ist der Topfavorit auf den Festsieg.

Burkhalters stärkste Gegner – Leuppis Comeback


Der Bergkranzer Andreas Gwerder (Hütten), Schwingklub Zürichsee linkes Ufer, der achtfache Kranzgewinner, davon zwei NOS-Kränze, Roman Schnurrenberger (Sternenberg) und der Winterthurer Samir Leuppi sind Burkhalters stärkste Gegner im Kampf um den Eschenberg-Sieg. Gwerder, der bald 30-jährige Plattenleger und Landwirt, konnte den Eschenberg in den Jahren 2011 und 2015 als Sieger verlassen. Seinen grössten Erfolg feierte der 25-fache Kranzer letztes Jahr mit dem Kranzgewinn am Weissenstein-Schwinget. Der 21-jährige Roman Schnurrenberger verlor am Gibel-Schwinget im Schlussgang gegen den <Eidgenossen> Roger Rychen (Mollis) und holte sich wie Gwerder am Thurgauer Kantonalen das begehrte Eichenlaub. Samir Leuppi gibt nach zwei schweren Verletzungen sein Comeback: am 16. Juli verletzte sich der Athlet des Schwingklubs Winterthur auf dem Weissenstein am linken Fuss und im Trainingslager des Nordostschweizer Schwingerverbandes am 27. Dezember in Bonaduz, zog sich der 24-Jährige einen Mittelhandbruch zu und musste ein weiteres Mal unters Messer. Anfang April wurde Leuppi die Schraube an der Hand entfernt. Der Sennenschwinger, der im Vorjahr im Schlussgang Marco Nägeli (Obfelden) besiegt hatte, sagte angesprochen auf die Titelverteidigung: <Mein Ziel ist nicht den Vorjahressieg zu wiederholen. Ich möchte einfach das Vertrauen in meinen Körper wieder gewinnen und sehen wo ich stehe>.

Weitere Teilnehmer des Stadtklubs


Vom organisierenden Stadtklub sind insgesamt zehn Schwinger angemeldet. Nebst Leuppi sind auch die weiteren Kranzschwinger, der Pfäffiker Andreas Keller und Karim Leuppi (Hettlingen), zu beachten. Beide errangen am Zürcher Kantonal-Schwingfest 2016 ihren ersten <Kopfschmuck>. Im Weiteren können sich auch die starken Nichtkranzer Beda Arztmann (Ossingen) und der Kollbrunner Christian Lanter Chancen auf die Auszeichnung ausrechnen – die beiden erkämpften sich diese Saison bereits Auszeichnungen. Mit dem nötigen Wettkampfglück könnte es auch dem Winterthurer Michi Hari sowie Philipp Lehmann (Humlikon) zu einer Auszeichnung reichen. Zum ersten Mal nimmt der 16-jährige Florian Frauenfelder (Hofstetten) am Eschenberg-Schwinget teil.

Dominik Ott (Trüllikon) und Jeremy Vollenweider (Marthalen) vertreten die Farben des Schaffhauser Schwingerverbandes. Christoph Odermatt (Bauma) geht für den Schwingklub Zürcher Oberland an den Start.

Das Anschwingen beginnt um 12 Uhr.

 

Buebeschwinget am Samstag


Am Buebeschwinget Eschenberg, der am Samstag ausgetragen wird, werden über 100 Buben von den Kantonen Glarus, Graubünden und Zürich erwartet. Teilnahmeberechtigt sind die Jahrgänge 2002 bis 2009. Vom Schwingklub Winterthur werden rund 20 Nachwuchsschwinger um die Auszeichnungen kämpfen, welche die Besten jeder Kategorie in Form von Ehrengaben erhalten.

Die Wettkämpfe beginnen um 11 Uhr.

 

Burkhalter siegt, und drei Winterthurer Schwinger mit Glanzresultat!

«Ich schwinge solange es mir Freude macht, und nehme sehr gerne teil an kleinen Rangschwingfesten, so kann ich dem Schwingsport etwas zurückgeben», gibt der 42-jährige Tagessieger Stefan Burkhalter freudig Auskunft. Er, der in Nyon und Frauenfeld den eidgenössischen Kranz erschwang, ist so immer eine Bereicherung für jedes Fest. Am Sonntag bekam er es im Schlussgang, trotz zwei gestellten Gängen, mit Andreas Gwerder zu tun. Nach 2:45 Minuten war das Duell vor 600 Zuschauern entschieden und klar, dass das Siegerrind nach Homburg in den Thurgau zieht. Gwerder wurde Zweiter.

Drei Auszeichnungen für den Schwingklub Winterthur

Von den drei gestarteten Schwingern des Schwingklubs Winterthur durften alle drei den Heimweg mit der Auszeichnung antreten. Der 18-jährige Lanter klassierte sich souverän im dritten Rang. Er zeigte eine beachtliche Leistung mit drei Siegen und drei unentschiedenen Gängen. Aber auch unsere zwei weiteren Aktivschwinger Hari Michi aus Winterthur und Lehmann Philipp aus Humlikon zeigten schöne Zweikämpfe, beide platzierten sich im Guten Rang 7. Was zu erwähnen ist, dass unser Lehmann Philipp aus Humlikon am Samstag schon ein Wettkampf bestritt: Er stand im Bündner Kantonalen Nachwuchsschwingfest in Seewis im Schlussgang, welcher leider unentschieden ausging.

 

Vom veranstaltenden Schwingklub Zürcher Oberland war Roman Schnurrenberger der Stärkste. Er verlor keinen seiner Gänge, mit drei Siegen und drei Gestellten reichte es ihm für den fünften Rang. Die Oberländer mussten leider auch einen Verlust hinnehmen. Mit Mathias Braun verletzte sich einer ihrer Kranzschwinger im dritten Gang. Wir wünschen Mathias gute Besserung.

 

 

Erfolgreiche Winterthurer und Zürcher Oberländer Kategoriensieg

Seewis GR. Beim Bündner Kantonalen Nachwuchsschwingfest, das am Samstag in Seewis GR ausgetragen wurde, erkämpften sich die Winterthurer Nachwuchsathleten total 7 Zweige und belegten einmal den zweiten Rang (Anliker Andri (2003)) und zweimal den dritten Rang (Frauenfelder Niklas (2007), Lehmann Philipp (1999)). Der Schwingklub Zürich Oberland feierte mit Schmidlin Tobias (2001) gar einen Kategoriensieg.

Im Schlussgang der Kategorie 2001-2002 setzte sich Schmidlin Tobias vom Schwingklub Zürich Oberland souverän gegen Koller Silvan (2002) aus Busswil TG durch und konnte sich verdient die Höchstnote schreiben lassen. Nur im dritten Gang gegen Mehr Lars (2002) vom Schwingklub Nidwalden musste der Oberländer einen gestellten hinnehmen. Mit der Gesamtpunktzahl von 59.00 war der Kategoriensieg absolut verdient.
Anliker Andri vom Schwingklub Winterthur erwischte einen Fehlstart bei dem er Keller Thomas (2003) vom Schwingklub Homburg unterlag. Danach folgte aber ein tadelloses Notenblatt gegen starke Nachwuchsschwinger. Schlussendlich konnte sich der junge Schlatter doch fünf Mal die Maximalnote schreiben lassen und beendete den Wettkampf mit 58.50 Punkten aber ohne Schlussgangteilnahme auf dem zweiten Platz.
In der jüngsten Kategorie (2007-2009) konnte Frauenfelder Niklas aus Hofstetten mit 57.75 Punkten den dritten Platz für Winterthur erreichen. Mit 57.25 Punkten und einem gestellten Schlussgang gegen den späteren Kategoriensieger der Ältesten (1999-2000) Gosswiler Livio aus Mastrils GR, erklomm auch Lehmann Philipp aus Humlikon den dritten Platz in seiner Kategorie.

Sieben Zweige für den Schwingklub Winterthur


Von den fünfzehn gestarteten Schwingern des Schwingklubs Winterthur, durften sieben den Heimweg mit dem Zweig antreten. Es waren dies Frauenfelder Niklas (2007), Anliker Lukas (2009), Anliker Loris (2009), Anliker Nino (2005), Anliker Andri (2003), Plüer Fabian (2003) und Lehmann Philipp (1999).

Um nur einen Viertelpunkt verpassten Bachmann Janos (2004) und Baumgartner Björn (2003) den begehrten Zweig. Erwähnenswert sind auch die Leistungen von Munios Alejandro (2007) und Plüer Dario (2005), denen ein halber Punkt für den Zweig fehlte.

Auszug aus der Rangliste


(325 Schwinger, 1500 Zuschauer). Jg. 07/09: 3. Frauenfelder Niklas (Hofstetten), 7a Krebser Silvan (Ottikon), 7b Anliker Lukas (Schlatt), 8f Anliker Loris (Schlatt), 9b Eicher Fabio (Steg) alle mit Zweig. 13d Munios Alejandro (Schlatt), 16 Anliker Ramon (Schlatt). Jg. 05/06: 8a Bucher Joel (Laupen), 8c Anliker Nino (Schlatt), 9c Bürge Gian (Pfäffikon ZH), alle mit Zweig. 11c Plüer Dario (Winterthur), 20a Baumgartner Sven (Winterthur). Jg. 03/04: 2 Anliker Andri (Schlatt), 5 Plüer Fabian (Winterthur), 12c Bucher Roman (Wetzikon), alle mit Zweig. 13e Bachmann Janos (Wildberg), 13f Baumgartner Björn (Winterthur). Jg. 01/02 1 Schmidlin Tobias (Hinwil), 6c Nock Benjamin (Turbenthal), alle mit Zweig. 13a Frauenfelder Florian (Hofstetten), 15a Schönenberger Leo (Winterthur). Jg. 99/00 3 Lehmann Philipp (Humlikon), 4 Funk Nicola (Hinwil), beide mit Zweig.