Glarner Kantonales Nachwuchschwingfest in Glarus vom 30. Mai 2019

Am 30. Mai 2019 fand in Glarus das Glarner Kantonale Nachwuchschwingfest in Glarus statt. Bei wunderschönem Wetter und angenehmen Temperaturen durften die 800 Zuschauer mit den rund 355 Schwingern beim Kampf um die beliebte Auszeichnung mitfiebern. Leider konnten nicht alle der dreizehn angetretenen Schwingern des Schwingklubs Winterthur mit ihrer Leistung überzeugen. Nur drei Winterthurer Athleten, alle aus der gleichen Familie,  sicherten sich den Zweig.

In der Kategorie 2009-2011 konnten sich die Zwillinge Loris und Lukas Anliker beide über das begehrte Eichenlaub freuen.

Loris startete gleich mit einem Sieg, musste sich aber schon im zweiten Gang gegen den späteren Kategoriensieger Lorin Rhyner geschlagen geben. Von dieser Niederlage liess Loris sich nicht unterkriegen und blieb kühl im Kopf, so konnte er die nächsten zwei Kämpfe gleich mit der Höchstnote gewinnen. Leider konnte er seine Leistung in der nächsten Begegnung nicht mehr halten und musste selber am Sägemehl schnuppern. Er beendete das Schwingfest mit einem Sieg und nochmals 10.00 Punkten, was ihm schlussendlich den Rang 7c und 57.25 Punkte einbrachte.

Für seinen Bruder Lukas sah es zunächst nach einem äusserst erfolgreichen Tag aus. So stand er nach dem dritten Gang mit drei gewonnen Gänge und sensationellen 29.75 Punkten da. Leider musste sich Lukas, wie schon sein Bruder vor ihm,  von Lorin Rhyner dem Kategoriensieger, das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Dies brachte ihn ein wenig aus dem Konzept und er verlor auch noch den nächsten Kampf. Aber der Schlatter Schwinger konnte im letzten Gang wieder aufdrehen und kam so auf einen unentschiedenen Gang. Mit dieser Leistung erreichte Lukas den Schlussrang 12d und insgesamt 56.00 Punkte.

Nino Anliker musste sich in der Kategorie 2005-2006 gleich im ersten Gang mit einem Remis zufrieden geben. Nach diesem verhaltenen Start wachte Nino auf und warf seine nächsten zwei Gegner so ins Sägemehl, dass sie direkt auf dem Rücken landeten, was im je 10.00 Punkte einbrachte. Auch er musste sich wie seine beiden Brüder dem Fluch der Kategoriensieger beugen und so verlor er gegen den Tagessieger Kilian Kolb. Danach konnte sich Nino wieder aufraffen und verliess das Sägemehl wieder als Sieger, nochmals mit 10.00 Punkten mehr auf dem Notenblatt. Im letzten Kampf war die Luft dann raus und er kam nicht über einen gestellten Gang hinaus. Nino durfte sich über den Rang 10e, 56.25 Punkte und auch über einen hart erkämpften Zweig freuen.

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Leuppi gewinnt Pfannenstielschwinget

Am Auffahrtsdonnerstag, am 30. Mai, fand in Meilen auf dem Pfannenstiel Hochwacht der Pfannenstiel Schwinget statt. Das Wetter war schön, die Sonne zeigte sich. Die 1200 Zuschauer durften Schwingerkunst von 53 Athleten beklatschen.

Angeschwungen wurde um 12.30 Uhr. Folgende Spitzenschwinger standen am Start: Die drei Eidgenossen Reto Nötzli, Alex Schuler und Fabian Kindlimann. Mit Samir Leuppi, Roman Schnurrenberger, Tobias Riget, Damian Ott und Roland Kälin sind weitere starke Anwärter auf den Tagessieg gemeldet.

Vom Schwingklub Winterthur standen neben Leuppi Samir noch Arztmann Beda, Lehmann Philipp, Hari Michi, Plüer Fabian und Florian Frauenfelder am Start.

Samir Leuppi konnte eine sehr gute Leistung abrufen und durfte am Schluss das Rind «Caramel» als Tagessieger entgegennehmen.

Er startete gegen den starken Eidg. Kranzschwinger Schuler Alex. Nach kurzer Gangdauer ging Leuppi als Sieger mit der Note 10 vom Platz. Weiter bezwang er Hess Michael und im dritten Gang ging das Duell gegen Kindlimann Fabian unentschieden aus. Im vierten gegen Baumann Rico und fünften Gang gegen Kälin Roland lies Leuppi nichts mehr anbrennen und siegte in beiden Gängen. So qualifizierte er sich für den Schlussgang. Sein Gegner hiess Nötzli Reto.  Nach 5.10 Minuten, mittels explosivem Kurz-Zug, bettete er Nötzli ins Sägemehl.

Weiter konnten sich vom Schwingklub Winterthur Hari Michi, Arztmann Beda und Lehmann Philipp die Auszeichnung erkämpfen.

Hari Mich aus Hettlingen konnte vier Gänge für sich entscheiden und bei zweien musste er eine Niederlage hinnehmen. Er klassierte sich aber auf dem sehr guten Platz 6c.

Der fünf fache Kranzschwinger aus Ossingen Beda Arztmann gewann drei seiner Gänge, zwei verlor er und einer ging gestellt aus. Er klassierte sich auf dem guten Rang 9a.

Der Philipp Lehmann aus Humlikon durfte auch mit Auszeichnung den Heimweg antreten. Er konnte drei von seinen sechs Gängen gewinnen, drei Niederlagen musste er auf sich nehmen. Er klassierte sich auf dem guten Rang 10d.

Unsere zwei jungen Athleten Plüer Fabian JG 2003 und Frauenfelder Florian Jg 2001 konnten leider noch nicht um die Auszeichnung kämpfen. Sie sind aber auf sehr gutem Wege.

77. Zürcher Kant. Nachwuchschwingfest Obfelden vom 26. Mai 2019

Acht von den vierzehn jungen Sportlern des Schwingklubs Winterthur durften mit dem beliebten Zweig nach Hause gehen.

In der Kategorie 2009 – 2011 rangierte sich Loris Anliker auf dem sehr guten Schlussrang 2a mit 58.25 Punkten. Anliker gewann gleich die ersten vier Gänge, zweimal erhielt der 2009 geborene Schwinger sogar die Höchstnote 10.00. Einzig sein Gegner der fünften Runde konnte dem Schlatter ein Remis unterjubeln, was ich aber nicht aus der Ruhe brachte und so gewann er auch den sechsten Gang.

Auch seinem Bruder Lukas reichte es mit seiner Leistung zum Zweig. Er startete gleich mit zwei Siegen in den Tag, musste sich aber in der nächsten Begegnung ein Remis gefallen lassen. Anliker liess sich aber von diesem Unentschieden nicht beirren und so liess er seine beiden nachfolgenden Gegner am Sägemehl schnuppern. Leider musste er sich trotzdem auch eine Niederlage ins Notenblatt schreiben lassen. So reichte es ihm für den Schlussrang 7a und 56.75 Punkten.

In der Kategorie 2007/ 2008 platzierte sich Niklas Frauenfelder mit 57.25 Punkten auf dem guten Schlussrang 4b. Trotz der Tatsache, dass er mit einer Niederlage in den Tag starten musste, konnten ihm seine anderen fünf Gegner nicht ein einziges Mal das Sägemehl vom Rücken wischen. Niklas gewann nämlich die Begegnungen zwei bis fünf und das sogar ausnahmslos mit der Höchstnote 10.00. In der letzten Begegnung kam er dann jedoch trotzdem nicht über ein Remis hinaus und so musst er sich auch noch ein Unentschieden in sein schönes Notenblatt schreiben lassen.

Ramon Anliker startete ebenfalls in dieser Kategorie. Ramon durfte sich gleich zweimal hintereinander einen Sieg ins Notenblatt eintragen lassen. Nach diesem Höhenflug musste er sich aber einmal geschlagen geben. Dies stoppte ihn nicht und er konnte dem Kontrahenten der vierten Runde den Rücken frei wischen. Der Gegner des fünften Kampfes konnte Ramon ein Remis entlocken, was ihn nicht beirren liess und so beendete er das Schwingfest mit einem Sieg. Er rangierte sich mit 56.50 Punkten auf dem Schlussrang 7b.

Nino Anliker startete nicht sehr vielversprechend, musste er sich doch ein Unentschieden ins Notenblatt schreiben lassen. Dies liess den 2005 geborenen Athleten aufwecken und so gewann er gleich die nächsten drei Begegnungen. Leider wurde er dann ein wenig übermütig und musste Sägemehl schlucken. Den letzten Kampf des Tages konnte er dann wiederum gewinnen, so erreichte Nino den Rang 6c mit insgesamt 57.25 Punkten.

In derselben Kategorie startete Dario Plüer sein Schwingfest. Er musste sich in den ersten zwei Gängen gleich zweimal ein Unentschieden ins Notenblatt schreiben lassen. Danach drehte der in Winterthur wohnhafte Athlet auf und warf seine beiden nächsten Kontrahenten mit dem Rücken ins Sägemehl. Leider konnte er seine gute Leistung nicht halten und er musste sich in der fünften Begegnung geschlagen geben. Dies konnte er nicht auf sich sitzen lassen und so gewann er seinen letzten wichtigen Gang. Dank dieser Leistung konnte sich Dario den Schlussrang 10a mit 55.75 Punkten reservieren lassen.

In der ältesten Kategorie 2003/ 2004 durfte sich ein Schwinger aus den Winterthurer Reihen zusammen mit dem Frauenfelder Schwinger Gian Lengenacher als Kategoriensieger feiern lassen. Fabian Plüer konnte nach dem fünften Gang ein souveränes Notenblatt aufweisen. Im Schlussgang gegen Roman Bucher, welchen er im fünften Kampf bereits gewinnen konnte, kam Fabian nicht über ein Unentschieden hinaus, dies reichte jedoch aus um sich auf dem Rang 1a mit 58.50 Punkten platzieren zu können.

Der letzte Winterthurer Schwinger, der sich den Zweig sichern konnte ist Anliker Andri, der sich nur einen Rang hinter Fabian rangieren konnte. Gleich den ersten Gegner warf er direkt auf den Rücken und erhielt so 10.00 Punkte. Danach musste er sich ein Remis einschreiben lassen, konnte den folgenden Gang aber wiederum gewinnen. Die vierte Begegnung endete abermals in einem Remis, Andri liess sich von dem aber nicht beirren und gewann die letzten beiden Kämpfe mit der Höchstnote. So durfte sich Andri den Rang 2a und 57.75 Punkte für sich reservieren lassen.

105 St. Galler Kantonalschwingfest vom Sonntag, 26.05.2019, Widnau

Arztmanns zweiter Saisonkranz

Beda SG 1

Daniel Bösch gewinnt zum achten Mal das St. Galler Kantonalschwingfest. Zugleich sichert er sich den 100. Kranz. Beda Arztmann vom Schwingklub Winterthur holt sich den zweiten Kranz der Saison.

Beda SG 3

Daniel Bösch (Zuzwil SG) besiegte im Schlussgang des 105. St. Galler Kantonalschwingfestes in Widnau seinen Klubkameraden vom Schwingklub Wil, den 19-jährigen Damian Ott (Dreien), der überraschend soweit vorgestossen war, nach zwölf Sekunden mit Kurz. Auf dem Weg zu seinem achten St. Galler Triumph räumte der 31-Jährige im Startgang mit Michael Bless (Gais) einen Mitfavoriten aus dem Weg. Auch die weiteren Duelle auf dem Weg in den Endkampf konnte der nun 100-fache Kranzgewinner auf sicher für sich entscheiden. Der 1,93 m und 130 kg schwere gelernte Metzger gewann vor 5‘700 Zuschauern mit 59,50 Punkten. Den Ehrenplatz belegte mit 1,75 Punkten Rückstand der Appenzeller Miteidgenosse Marcel Kuster. Schlussgangverlierer Ott, der sich seinen vierten Kranz ergattere, fiel nach der „Finalniederlage“ auf Platz 5a zurück.

Vier Siege und zwei Niederlagen

Beda Arztmann vom Schwingklub Winterthur legte zum Auftakt nach kurzer Gangdauer Hanspeter Kamer (Benken SG) mit Kurz-Fussstich ins Sägemehl. Gegen einen weiteren St. Galler, den unbequemem zweifachen Teilverbandskranzer Pirmin Gmür liess sich der 24-Jährige in der vierten Minute seine zweite Maximalnote 10,00 notieren. Vor dem Mittagessen unterlag der 1,80 m grosse und 111 kg schwere Turnerschwinger dem späteren Festsieger Daniel Bösch. „Beim ersten Zusammengreifen hatte ich gegen Bösch ein gutes Gefühl. Doch dann packte er mich richtig ein und liess mir keine Chance“, sagte Arztmann. Nach einem weiteren Vollerfolg konnte der Ossinger im fünften Gang gegen den Sieger des Nordostschweizer Schwingfestes 2015, Michael Rhyner (Wilen bei Wil), um den Einzug in die Endausmarchung schwingen. In einem von beiden Seiten offensiv geführten Gefecht konnte Arztmann seinen Gegner ein paar Mal in Bedrängnis bringen. Doch in der fünften Minute musste er kapitulieren. „Gegen Ende des Gangs wurde Rhyner immer stärker“, meinte Arztmann, der Michael Rhyner am Glarner-Bündner Kantonalschwingfest 2016 überraschend bezwungen hatte. In der entscheidenden sechsten Partie um den Kranz wurde dem Zimmermann-Vorbereiter vom Einteilungskampfgericht, unter Leitung des dreifachen Schwingerkönigs Jörg Abderhalden (Nesslau), Patric Ueltschi (Krinau), zugeteilt. Im zweiten Zug löste er diese Aufgabe mit seiner Spezialwaffe, dem Kurz, auf souveräne Art und Weise und kam mit 56,75 Punkten auf Platz 6g. „Ich wurde von der Einteilung fair eingeteilt, und mit meiner heutigen Leistung bin ich sehr zufrieden“, gab Arztmann zu Protokoll, der sich nach dem Zürcher Kantonalschwingfest in Fehraltorf mit einem sehr guten Notenblatt den zweiten Saisonkranz ergatterte und somit sehr gute Chancen hat, dass er für Saisonhöhepunkt, dem „Eidgenössischen“ vom 24./25. August in Zug selektioniert wird. An Auffahrt tritt er am Pfannenstiel-Schwinget an, und am Sonntag strebt Beda Arztmann am Schaffhauser Kantonalschwingfest in Schaffhausen seinen sechsten Kantonalkranz an.

Dank Nicola Wey (Stäfa), der am Abend wie Arztmann vier Siege und zwei Niederlagen auf seinem Konto hatte, gabs für den Zürcher Kantonal-Schwingerverband zwei Kränze.

Ohne Kranz

Der Humliker Philipp Lehmann verlor den Gang ums Eichenlaub gegen Matthias Schläpfer (Lutzenberg), den er am Schaffhauser Kantonalschwingfest 2018 noch unter die Verlierer gereiht hatte. Der 19-Jährige kam mit je drei Siegen und Niederlagen auf Rang 12g und 55,25 Punkten.

Patrick Rüegg (Rikon) konnte den Platz dreimal als Sieger verlassen: gegen die beiden St. Galler Kantonalkranzer Manuel Breitenmoser und Michael Bernold stellte er, und im fünften Durchgang zog er den Kürzeren.

Der Kollbrunner Christian Lanter, der am Zürcher Kantonalschwingfest sensationell im Schlussgang gestanden war, konnte sein Potenzial nicht abrufen und musste nach dem nicht eingeplanten Taucher im fünften Durchgang gegen Patric Ueltschi seinen Ambitionen auf sein zweites Eichenlaub begraben.

Die weiteren Teilnehmer des Stadtklubs, Florian Frauenfelder (Hofstetten) und Karim Leuppi (Kollbrunn), mussten sich mit hinteren Rängen begnügen. Frauenfelder konnte immerhin alle sechs Gänge bestreiten. Für Leuppi kam das Aus bereits nach vier Umgängen.

Dario Bosshard (Turbenthal), der für den Schwingklub Zürcher Oberland an den Start geht, überraschte in der sechsten Begegnung mit einem Erfolg über den NOS-Kranzer Edi Bernold (Walenstadt). Der Turnerschwinger verfehlte den Kranz um 0,75 Zähler.

Rico Baumann, siebenfacher Kranzgewinner, der in Andelfingen wohnt, aber für den Schwingklub Flawil antritt, kam zuletzt überraschend gegen den Nichtkranzer Michael Roth (Oberriet SG) nicht über ein Remis hinaus und verpasste den angestrebten Kranz um einen halben Punkt. (tre)