Vier Zweige für Winterthurer Schwingernachwuchs

 

Schaffhausen. Die 22 angetretenen <<Sägemehl-Athleten>> des Schwingklubs Winterthur konnten sich am Schaffhauser Kantonalen Nachwuchsschwingfest in Schaffhausen vier Zweige erkämpfen.

 

Bei den Jahrgängen 1998/1999 gewann Christian Lanter dreimal, im Startgefecht gabs einen Gestellten und den vierten Gang verlor der 16-Jährige. Mit 56,50 Punkten klassierte sich der Kollbrunner im Rang 6b.

 

Drei Zweige

Bei den Jahrgängen 2002/2003 gabs für den Schwingklub Winterthur gleich drei Zweige: Andri Anliker (Schlatt) verliess den Platz viermal als Sieger – er gewann alle vier Gänge mit der Note 10,00 – zweimal zog er den Kürzeren. Somit landete der Elfjährige auf Platz 5 mit guten 57,00 Punkten.

 

Fabian Plüer (Winterthur) liess sich auch vier Vollerfolge schreiben, im dritten Kampf kam er zu einem Unentschieden – den fünfen Gang verlor der Elfjährige. Somit hatte er am Abend einen Viertelpunkt weniger als Anliker auf dem Notenblatt (56,75 Punkte). Dies ergab schlussendlich Rang 6d.

 

Der zwölfjährige Leo Schönenberger (Winterthur) ging dreimal als Sieger vom Platz, dreimal kam er nicht über Gestellte hinaus. Mit 55,75 Punkten platzierte er sich im letzten zweigberechtigten Rang 10.

 

Zweig knapp verpasst

Den Zweig nur um einen Viertelpunkt verpassten der Humliker Philipp Lehmann, Jahrgänge 1998/1999. Und Adrian Hugener (Embrach), 2000/2001, der bei seinem ersten Wettkampf eine gute Leitung zeigte, und wie Lehmann auf 55,50 Punkte kam. Hugener gewann die drei ersten Gänge – musste aber dann mit drei Niederlagen in Serie noch Lehrgeld bezahlen. Einen halben Punkt zum Eichenzweig fehlten letztlich den beiden Winterthurern Pascal Läderach (15) und Björn Baumgartner (11). 0,75 Punkte hinter dem Eichenlaub waren Patrick Rüegg (15, Rikon) und bei den Jüngsten, Jahrgänge 2004 bis 2006, der Winterthurer Dario Plüer.

 

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Nüsslis Auszeichnung in Schaffhausen

 

Schaffhausen. Im Schlussgang des Schaffhauser Frühjahrsschwingets vom Ostermontag in Schaffhausen stellten die beiden Eidgenossen Stefan Burkhalter (Homburg) und Daniel Bösch (Sirnach). Philipp Nüssli (Kollbrunn), Schwingklub Winterthur, erkämpfte sich die Auszeichnung.

 

Das Remis im <<Final>> reichte dem bald 40 Jahre alt werdenden Burkhalter zum Festsieg. Auf dem Weg in den Endkampf gewann er alle fünf Gänge. Hinter Sven Vögeli (Gächlingen) wurde Daniel Bösch zusammen mit dem überraschenden Fabian Rüegg (Mörschwil) und Domenic Schneider (Friltschen) Dritter.

 

Nüsslis vier Siege

Philipp Nüssli vom Schwingklub Winterthur holte sich die Auszeichnung mit vier Siegen und zwei Tauchern. Nach drei Siegen in Folge über Urs Schäppi (Wiezikon bei Sirnach), Christian Rentsch (Adlikon bei Andelfingen) sowie Jeremy Vollenweider (Marthalen) unterlag er im vierten Gang dem Unspunnen-Sieger, Daniel Bösch, im ersten Zusammengreifen. Im fünften Umgang gelang dem 20-Jährigen gegen das Schwergewicht Roman Wanner (Schleitheim) ein Erfolg mit einem Hüfter und der Note 9,75. Im letzten Gang, um einen Podestplatz, verlor der Turnerschwinger gegen Sven Vögeli vom organisierenden Schaffhauser Schwingerverband. Dank der guten Punktezahl von 56,25 platzierte sich Nüssli im Rang 7a.

 

Niggs Aufgabe wegen Knieproblemen

Der Winterthurer Lukas Nigg gab den Wettkampf nach dem verlorenen vierten Gang gegen Dominik Oertig (Uznach) auf - dies wegen Knieproblemen. Der Start am Zürcher Kantonal-Schwingfest in Wila, 11 Mai, ist aber nicht in Gefahr.

 

Die weiteren Teilnehmer des Stadtklubs, die beiden Winterthurer Lucien Weibel und Fabian Schlüchter, die auch beim parallel durchgeführten Schaffhauser Kantonalen Nachwuchsschwingfest starteten, schieden nach vier Umgängen aus. Weibel siegte einmal und verlor drei Gänge – Schlüchter musste sich viermal geschlagen geben.

 

Schnurrenbergers 57,00 Punkte

Roman Schnurrenberger, Schwingklub Zürcher Oberland, ging viermal als Sieger vom Platz. Mit Dominik Bäbler (Jonschwil) konnte er zum Auftakt einen Kranzer bezwingen. In Durchgang fünf stellte er mit dem Nichtkranzer Martin Bischof (Stein). Im dritten Gang unterlag er dem Festsieger, Stefan Burkhalter, mit der Tiefstnote. Im Gefecht um einen Spitzenplatz bodigte der 19-jährige Sternenberger Ivo Hengartner (Zihlschlacht) mit einem Plattwurf. Mit 57,00 Punkten erreichte der kräftige Senneschwinger Rang 4b.

 

Eine enttäuschende Leistung zeigte der Eidgenosse Fabian Kindlimann (Wald). Mit drei Vollerfolgen und drei Unentschieden verfehlte er die Auszeichnung um 0,25 Zähler. Zum Verhängnis wurden ihm unter anderem die Remis gegen den Nichtkranzer Pirmin Gmür (Amden) und Marc Zbinden (Eschlikon), der einen Kranz hat. In der Startbegegnung teilte Kindlimann mit Bösch die Punkte (Rang 9a).

 

Der Turbenthaler Felix Stahel hatte am Ende je zwei Siege, Remis und Verlustpartien auf seinem Konto. Dies ergab Platz 13d.

 

Remo Frauchiger (Bauma) musste den Wettkampf nach einem Sieg und einem Remis im zweiten Gang aufgeben.

 

 

Unterländer, Schaffhauser und Unterthurgauer

Jürg Fankhauser (Bassersdorf), Schwingklub Zürcher Unterland, musste den Heimweg auch ohne Auszeichnung antreten. Je dreimal ging er als Sieger und Verlierer vom Platz – im vierten Gang hatte er gegen den über 40-jährigen Peter Surbeck (Hallau) das Nachsehen.

 

Der <<Schaffhauser>> Dominik Ott (Trüllikon) verlor den entscheidenden Kampf um die Auszeichnung gegen den Toggenburger Stefan Rütsche und blieb somit nur um einen halben Punkt hinter den auszeichnungsberechtigen Plätzen. Nebst der Verlustpartie gegen Rütsche unterlag er noch einem weiteren Kranzschwinger, Christian Scherer (St. Gallen) und stellte einmal – dazu liess er sich drei Siegeskreuzlein notieren.

 

Der 16-jährige Jeremy Vollenweider gewann einen Gang, einmal stellte er und viermal musste er sich das Sägemehl vom Rücken abwischen lassen.

 

Patrick Bürgler (Ellikon am Rhein), ebenfalls ein <<Schaffhauser>>, konnte einen Sieg verbuchen und tauchte dreimal – somit kam für ihn das Aus bereits nach vier Umgängen.

 

Christian Rentsch liess sich die genau gleichen Gänge wie Bürgler schreiben.

 

Auch nach vier Gängen unter die Dusche musste der Elgger Daniel Hollenstein, der für den Schwingerverband Unterthurgau antritt. 

 

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Ohne Auszeichnung

 

Amden. Daniel Bösch (Sirnach) besiegte im Schlussgang des Rapperswiler Verbandschwingfests in Amden Martin Glaus (Schänis) nach 2:33 Minuten mit Kreuzgriff. Die beiden Schwinger des Schwingklubs Winterthur blieben ohne Auszeichnung.

 

Der 26-jährige Daniel Bösch, der wie sein Schlussganggegner, Martin Glaus, nach einem Kreuzbandriss sein Comeback gab, stellte zum Auftakt erwartungsgemäss gegen den Rothenthurmer Christian Schuler – im dritten Gang gabs ein weiteres Remis gegen Raphael Zwyssig (Gais). Die restlichen Partien entschied der gelernte Metzger für sich – im Gefecht um den Einzug in den <<Final>> bodigte Bösch, der am Zürcher Kantonal-Schwingfest, 11. Mai, Wila, teilnehmen wird, das Leichtgewicht Emil Signer (St. Peterzell). Dieser hatte in Durchgang vier, völlig überraschend, mit einem perfekten Hochschwung, den Topschwinger Christian Schuler ins Sägemehl gebettet. Christian Schulers Bruder, Philipp Schuler, der ebenfalls in Rothenthurm wohnt, konnte dank der abschliessenden Maximalnote 10,00 zu Bösch aufschliessen und sich mit 57,50 Punkten als Co-Sieger feiern lassen.

 

Eine Zürcher Auszeichnung

Für den Zürcher Schwingerverband errang Marco Nägeli (Mettmenstetten), Schwingklub am Albis, eine Auszeichnung. Dies dank drei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen. Im Gang um einen Podestplatz unterlag Nägeli dem Eidgenossen Reto Holdener (Schänis) mit der Note 8,75.

 

Winterthurer

Die beiden Teilnehmer des Schwingklubs Winterthur, Karim Leuppi und Beda Arztmann, die beide im Jahr 1995 geboren sind, verloren jeweils den entscheidenden Gang um die Auszeichnung. Der Winterthurer Leuppi unterlag dem gleichaltrigen Dominik Oertig (Uznach) mit der Tiefstnote 8,50. Dazu kamen zwei Vollerfolge – Niederlagen musste er gegen den Bergkranzer Simon Kid (Weesen) und den Nichtkranzer Ivo Schmucki (Schänis) einstecken. Im vierten Durchgang stellte der Sennenschwinger gegen Christian Jöhl (Glarus). Die angestrebte Auszeichnung verfehlte er um einen ganzen Punkt im Rang 12c. Letztlich hatte Beda Arztmann einen Viertelpunkt weniger als Leuppi auf seinem Konto. Dies mit zwei Erfolgen und vier Tauchern. Im dritten Umgang zog der Zimmermannlehrling gegen den mehrfachen NOS-Kranzer Remo Büchler (Schänis) den Kürzeren. Zuletzt gab ihm der Hundwiler Dominik Schmid das Nachsehen. Der Ossinger landete am Schluss auf Platz 13f.

 

Zürcher Oberländer

Remo Frauchiger (Bauma) vom Schwingklub Zürcher Oberland hatte am Ende je zwei Siege, Remis und Verlustpartien auf seinem Notenblatt. Im dritten Gang stellte er mit dem unverwüstlichen, bald 40-jährigen Albert Diethelm (Galgenen). Im fünften Kampf bekam er es mit einem weiteren Kranzschwinger, Hanspeter Kamer (Benken SG), zu tun und verlor. Frauchiger belegte Rang 11 mit der Punktezahl 54,75.

 

Der Turbenthaler Felix Stahel verfehlte die Qualifikation für den Ausstich mit drei Verlustpartien und Remis im vierten Gang gegen Diethelm.

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Rolf Lussi als erster Sekretär ins AV-Büro gewählt

 

An derAbgeordnetenversammlung (AV) des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV) in Bern wurde Rolf Lussi (Seuzach), Schwingklub Winterthur, als erster Sekretär in das AV-Büro gewählt. AV-Präsident wurde der Berner Markus Lauener, der den ehemaligen Spitzenschwinger Daniel von Euw (Brunnen) ablöst.

 

Neuer Obmann und Technischer Leiter

Bei den zwei wichtigsten Ämtern gab es Änderungen: der Luzerner Paul Vogel übernimmt das Amt des Obmanns vom Churer Mario John. Der Emmentaler Samuel Feller löst Werner Jakob vom Südwestschweizer Schwingerverband als Technischen Leiter ab.

 

Lussis Kränze

Rolf Lussi startete seine Karriere 1983 am Zürcher Kantonalen Nachwuchsschwingfest in Andelfingen – 1984 trat er dem Schwingklub Winterthur bei. Seinen ersten Kranz holte sich der 46-Jährige bereits 1986 am Schaffhauser Kantonal-Schwingfest im Rang 5d. Nachdem er sich1989 am Zürcher Kantonal-Schwingfest seinen ersten Zürcher Kranz erkämpft hatte, ergatterte sich Rolf Lussi 1993 gleich drei Kränze. Dies am Zürcher <<Kantonalen>>, beim Nordostschweizer Schwingest in Wattwil – bei welchem er sich den wertvollsten <<Kopfschmuck>> gesichert hatte – und letztlich in den USA, in New Glarus. Dies zum Abschluss seiner Laufbahn, die er wegen einer Knieverletzung im 26. Altersjahr beenden musste.

 

Eidgenössischer Nationalturnerkranz

Lussi, der vom Nationalturnen zum Schwingen kam, errang am Eidgenössischen Turnfest 1991 in Luzern den Eidgenössischen Nationalturnerkranz – insgesamt erkämpfte er sich elf Nationalturnerkränze.

 

Beruf und Funktionär

Rolf Lussi absolvierte bei der <<Loki>> in Winterthur eine vierjährige Lehre als Maschinenmechaniker. Seit 1989 ist er im Bereich Informatik tätig, derzeit als Leiter der Abteilung Logistik bei der Stadtpolizei Winterthur. Lussi bildete sich unter anderem zum Eidg. diplomierten Informatiker (Fachrichtung Projektmanagement) mit einem CAS in Betriebswirtschaft und Führung aus.

 

Zwölf Jahre lang war Lussi im Vorstand des Schwingklubs Winterthur, davon sieben Jahre als umsichtiger Präsident. Seit elf Jahren ist er im Vorstand des Zürcher Kantonal-Schwingerverbandes – ab 2009 als Präsident. Im Jahr 2012 wurde Rolf Lussi in den Vorstand des NOSV gewählt. Dazu war er in vielen OKs und Kommissionen im Einsatz. Im OK des Zürcher Kantonal-Schwingfests, 11. Mai, Wila, ist er im OK-Büro.

 

Hochkarätiges Teilnehmerfeld in Wila

 

Wila. Am Sonntag, 11. Mai, wird in Wila das 104. Zürcher Kantonal-Schwingfest übers Sägemehl gehen. Es werden starke Eidgenössische Kranzschwinger erwartet.

 

Turnusgemäss ist der Schwingklub Winterthur, einer von acht Klubs im Kanton Zürich, alle acht Jahre für die Durchführung des Zürcher <<Kantonalen>> verantwortlich. Letztmals organisierte der Stadtklub das <<Zürcher>> 2006 in Flaach. Sieger war der dreifache Schwingerkönig Jörg Abderhalden, der 2010 den Rücktritt gegeben hatte. Der Nesslauer war im Schlussgang gegen Martin Glaus (Schänis) siegreich gewesen. Es ist noch nicht klar, ob Glaus, der sich 2010 am Eidgenössischen Schwingfest (ESAF) in Frauenfeld den Kranz erkämpft hatte, starten wird. 2013 musste er die Saison wegen einem Kreuzbandriss frühzeitig beenden.

 

Auf dem Festplatz in Wila, der sich ganz in der Nähe des Bahnhofs befindet, werden Gästeschwinger aus den Verbänden Appenzell (20), Schaffhausen (5), St. Gallen (25) sowie Thurgau (10) in die Schwingerhosen steigen und um die hochhängenden Kränze kämpfen.

 

Die Appenzeller Eidgenossen

Der Schwingklub Winterthur und der Turnverein Wila, die den Anlass organisieren, dürfen sich auf ein hochkarätiges Teilnehmerfeld freuen. Die Appenzeller entsenden unter anderem die beiden Eidgenossen aus Gais: Michael Bless und Raphael Zwyssig. Der 27-jährige Bless ergatterte sich am ESAF in Burgdorf seinen zweiten Eidgenössischen Kranz - ausserdem war er am Thurgauer Kantonal-Schwingfest in Güttingen erfolgreich. Für Zwyssig, der ein Jahr jünger ist als Bless, war es die Premiere. Nach einer ausgezeichneten Leistung klassierte er sich mit 75,00 Punkten im Rang 11a.

 

Burkhalter und Notz

Die Thurgauer treten mit ihren beiden Eidgenössischen Kranzschwingern, Stefan Burkhalter (Homburg) und Beni Notz (Güttingen), an. Beide verpassten am ESAF 2013 den angestrebten Kranz. Dem bald 40-jährigen Burkhalter, der sich am Schwarzsee-Schwinget eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte und lange hatte pausieren müssen, fehlte letztlich nur ein Viertelpunkt zum <<Kopfschmuck>>. Notz gewann 2013 das Schaffhauser Kantonal-Schwingfest und somit erstmals ein Kranzfest.

 

Zürcher und Schaffhauser Eidgenossen

Vom Zürcher Kantonal-Schwingerverband geht Fabian Kindlimann (Wald) als einziger Eidgenosse an den Start. Der 23-jährige, gelernte Landwirt holte sich am ESAF mit je vier Siegen und Remis das erste Eidgenössische Eichenlaub. Nachdem er am ersten Tag, 31. August, noch nicht die gewünschte Leistung zeigen konnte, drehte er am Sonntag, 1. September, auf und liess sich unter anderem Erfolge gegen die defensiv starken Edi Kündig (Ibach) und Andreas Henzer (Schönenbuch) notieren. Derzeit hat der Zürcher Oberländer eine Adduktoren-Verletzung und kann voraussichtlich erst Mitte März das Schwingtraining wieder aufnehmen. Kindlimanns Kranz in Burgdorf kam nach einer für ihn bis dahin enttäuschenden Saison überraschend – fast schon erwartet worden war der Kranzerfolg des Schaffhausers Pascal Gurtner, der auch als Ringer und Nationalturner schon grosse Erfolge feiern konnte. Dies, nachdem er am Nordostschweizer Schwingfest gegen Arnold Forrer (Stein) im Schlussgang gestanden war. Gurtner errang in Burgdorf die höchste Auszeichnung, die ein Schwinger erreichen kann, mit der Punktezahl 75,50.

 

Rückwärtssalto nach grossem Triumph

Eine der grossen Überraschungen in Burgdorf war Gerry Süess (Busswil), Schwingklub Uzwil. Sensationell bodigte er in Durchgang sechs den Schwyzer Topschwinger Adi Laimbacher mit einem perfekten Übersprung. Im Gefecht um den Kranz besiegte der gelernte Metzger, der nun als Verkaufsleiter arbeitet, den Bergkranzer Lutz Scheuber (Büren) mit der Maximalnote 10,00 und machte nach seinem grossen Triumph wie beim Sieg über Laimbacher zur Freude der über 50‘000 Zuschauer einen Rückwärtssalto. Süess, der am 23. Juni 1982 geboren ist, startete seine Karriere erst mit 27 Jahren und sicherte sich am ESAF nach fünf Kantonal-Kränzen gleich den <<Eidgenössischen>>.

 

Schwingerkönig und Unspunnen-Sieger

Noch nicht für einen Start haben sich der Schwingerkönig von 2001, Arnold Forrer, und der Unspunnen-Sieger 2011, der Sirnacher Daniel Bösch, entschieden. Bösch hatte letztes Jahr wegen eines Kreuzbandrisses den Saisonhöhepunkt im Emmental verpasst.

 

Auch noch nicht klar ist, ob die Toggenburger Eidgenossen Urban Götte (Stein), Andy Büsser (Flawil) sowie Urs Abderhalden (Stein), Bruder von Jörg Abderhalden und Schwester der bekannten Skirennfahrerin Marianne Kaufmann-Abderhalden, in Wila ins Sägemehl steigen. Und in den Kampf um den Siegerpreis, Muni <<Winnetou>>, eingreifen werden. Nebst <<Winnetou>> gibt es in Wila für die besten Athleten weitere Lebendpreise. Vom Schwingerverband Rapperswil und Umgebung ist auch noch nicht bekannt, welche Eidgenössischen Kranzschwinger teilnehmen werden.

 

Winterthurer hoffen auf Nigg


Die Hoffnungen des Schwingklubs Winterthur ruhen vor allem auf dem Winterthurer Lukas Nigg, achtfacher Kantonal-Kranzer. Am letzten Zürcher Kantonal-Schwingfest in Zollikon konnte der 30-Jährige als Dritter sogar aufs Podest steigen. Am ESAF in Burgdorf konnte der Turnerschwinger sechs Gänge absolvieren. Ihren ersten Kranz streben der Ossinger Beda Arztmann, Philipp Nüssli (Kollbrunn) und der Pfäffiker Andreas Keller an, der derzeit im Militär weilt und einen grossen Trainingsrückstand hat. Die Nummer 1 des Schwingklubs Winterthur, Samir Leuppi, wurde im September an der Schulter operiert und fällt voraussichtlich die ganze Saison aus.

 

Vom Schwingklub Zürcher Oberland treten nebst Kindlimann unter anderem auch der Turbenthaler Felix Stahel, Roman Schnurrenberger (Sternenberg) und Martin Odermatt (Bauma) an. Christoph Odermatt (Bauma) kann nicht starten, da er sich am Berchtold-Schwinget einen Kreuzbandriss sowie einen Meniskusschaden zugezogen hatte.

 

Dorffest mit Les Sauterelles

Am Dorffest vom Freitag, 9. Mai, treten die Le Sauterelles von Toni Vescoli auf. 

 

Nüsslis Auszeichnung am zweiten Wettkampf der Saison

 

Gais. Im Schlussgang des Lichtmess-Schwingets in Gais siegte der Bergkranzer Markus Schläpfer (Niederbüren) über den Lokalmatadoren und Eidgenossen Raphael Zwyssig. Der Kollbrunner Philipp Nüssli vom Schwingklub Winterthur errang die begehrte Auszeichnung.

 

Auf dem Weg in den Endkampf hatte Markus Schläpfer einzig im vierten Umgang gegen seinen späteren Schlussganggegner, Raphael Zwyssig, einen Gestellten hinnehmen müssen. Die restlichen Partien konnte er für sich entscheiden und gewann mit 58,75 Punkten. Mit dem Ehrenplatz musste sich der zweite Eidgenosse im Teilnehmerfeld, Michael Bless (Gais), begnügen. Dem Sennenschwinger wurde das Remis im ersten Gang gegen Tobias Riget (Schänis) und die fehlenden Maximalnoten bei seinen Siegen zum Verhängnis.

 

Nüsslis 56,50 Punkte

Philipp Nüssli vom Schwingklub Winterthur bestritt nach dem Berchtold-Schwinget bereits den zweiten Wettkampf dieses Jahres. Nach zwei Siegen verlor der Kollbrunner im dritten Gefecht gegen einen der besten Appenzeller Schwinger, den Bergkranzer Marcel Kuster (Urnäsch), standesgemäss. Dank einem Vollerfolg im vierten Durchgang hatte der Turnerschwinger 38,00 Punkte. In Durchgang fünf stand der 19-Jährige gegen den St. Galler Tobias Riget erwartungsgemäss auf verlorenem Posten musste eine Niederlage mit der Tiefstnote 8,50 hinnehmen. Im Gefecht um die Auszeichnung bekam es der Landmaschinenmechaniker-Lehrling mit Reto Koch (Gonten) zu tun und bodigte diesen mit der Maximalnote 10,00. Mit guten 56,50 Punkten eroberte sich der Kollbrunner die erste Auszeichnung der Saison.

 

Weibel verliert Gang um die Auszeichnung

Der Winterthurer Lucien Weibel verlor den entscheidenden Gang um die Auszeichnung gegen den zweifachen Kranzschwinger aus Gais, Manuel Hofstetter, mit der Note 8,50 und musste so den Heimweg aus dem Appenzellerland ohne Auszeichnung antreten. Der 17-Jährige konnte drei Kämpfe gewinnen, den Startgang stellte er und gegen den Bruder des Festsiegers, Matthias Schläpfer (Wolfhalden), zog er den Kürzeren. Dank 55,00 Punkten erreichte Weibel Platz 14a. 

Beda Arztmann verpasste die Auszeichnung nur um einen halben Punkt. Dies im Rang 13a. Nebst drei Vollerfolgen musste der Ossinger auch dreimal als Verlierer vom Platz. So im dritten Umgang gegen den Festsieger, Markus Schläpfer, und danach gegen Beda Coray (Altstätten). 

Zwei Erfolge, ein Remis zu Beginn und drei Niederlagen verzeichnete der Kollbrunner Andreas Lanter. Dies ergab Rang 17d. 

Karim Leuppi (Winterthur) ging zweimal als Sieger vom Platz und viermal musste er sich das Sägemehl vom Rücken abwischen lassen. 

Der 15-jährige Christian Lanter (Kollbrunn) siegte in Durchgang drei, den vierten Gang stellte er und in den restlichen vier Begegnungen musste er sich geschlagen geben. 

Für den Winterthurer Michi Hari und Dario Rösli (15, Dägerlen) kam das vorzeitige Aus nach vier Gefechten. Beide konnten einen Kampf für sich entscheiden und fingen drei Verlustpartien ein. 

Auszeichnung um einen Viertelpunkt verfehlt

Bei seinem ersten Wettkampf bei den Aktiven verfehlte der 15-jährige Jeremy Vollenweider (Marthalen) vom Schaffhauser Schwingerverband die Auszeichnung nur um einen Viertelpunkt auf Platz 12a mit 55,50 Punkten. Dies mit drei Vollerfolgen, zwei Remis und der Niederlage gegen Marcel Kuster. 

Der routinierte Bassersdorfer Jürg Fankhauser, Schwingklub Zürcher Unterland, war zweimal erfolgreich, im fünften Gang gabs ein Unentschieden und dreimal tauchte er. 

Auszug aus der Rangliste

1.Markus Schläpfer (Niederbüren) 58,75. 2. Michael Bless (Gais) 58,25. 3. Tobias Riget (Schänis) und Martin Hersche (Appenzell), je 57,75. 4. Urs Giger (Bühler) 57,50. 5. Raphael Zwyssig (Gais). Armon Orlik (Landquart), Emil Signer (St. Peterzell) und Andreas Fässler (Appenzell), je 57.25. 6. Florian Riget (Schänis), Manuel Hofstetter (Gais) und Marcel Kuster (Urnäsch), je 57,00. 8. u. a. Philipp Nüssli (Kollbrunn) 56,50 (alle mit Auszeichnung). 12. u. a. Jeremy Vollenweider (Marthalen) 55,50. 13. u. a. Beda Arztmann (Ossingen) 55,25. 14. u. a. Lucien Weibel (Winterthur) 55,00. 17. u. a. Jürg Fankhauser (Bassersdorf), Andreas Lanter (Kollbrunn) und Karim Leuppi (Winterthur), je 54,25. 21. u. a. Christian Lanter (Kollbrunn) 53,50. 23. u. a. Michi Hari (Winterthur) 35,50. 24. u. a. Dario Rösli (Dägerlen) 35,25. 26. u. a. Thomas Albertin (Bülach) 34,00.