Überraschungssieger – Leuppi ohne Kranz

Am Innerschweizer Schwing- und Älplerfest in Flüelen gibts einen überraschenden Sieger: Die Nummer 1 der Nordwestschweiz, Nick Alpiger, bodigt im Schlussgang den Schwyzer Christian Schuler. Samir Leuppi vom Schwingklub Winterthur muss den Heimweg ohne Kranz antreten.

Leuppi Innerschweizer

Der Gast Nick Alpiger (Staufen) bezwang im Schlussgang den Rothenthurmer Christian Schuler nach 24 Sekunden mit Lätz, dies nachdem sich die beiden im vierten Duell, in welchem Alpiger mehr vom Gang hatte, unentschieden getrennt hatten, und holte sich mit einem sehr guten Notenblatt den ersten Sieg an einem „Innerschweizer“. Der 22-jährige Maurer, der sein insgesamt fünftes Kranzfest der Karriere gewann, nach dem „Baselstädtischen“ das zweite der laufenden Saison, reihte vier Eidgenossen unter die Verlierer. Alpiger, nun 41-facher Kranzgewinner, besiegte im Kampf um den Einzug in die Endausmarchung Benji von Ah (Giswil), der nach längerer Verletzungspause ein erfolgsreiches Comeback gab, mit einem wunderschön ausgeführten Lätz. Pirmin Reichmuth (Cham), zusammen mit Joel Wicki (Sörenberg) zurzeit der beste Innerschweizer Schwinger, musste nach dem überraschenden Taucher im dritten Durchgang gegen von Ah seine Hoffnungen auf den Festsieg aufgeben, und klassierte sich letztlich im Rang 5c. Wicki, der in der Startbegegnung gegen den defensiv starken Berner Gast Kilian von Weissenfluh nicht über einen Gestellten hinauskam, verfehlte die Schussgangqualifikation nur um einen Viertelpunkt und wurde am Ende Zweiter. Armon Orlik (Maienfeld), fünffacher Kranzfestsieger der Saison, der auch darum zum engsten Favoritenkreis gezählt hatte, stellte im ersten Umgang nicht unerwartet gegen Reichmuth, verpasste aber wie Wicki wegen fehlender Maximalnoten den Endkampf und wurde am Schluss Dritter. Von den 31 Kränzen die abgeben werden konnten, erkämpfte sich von den Gästeschwingern neben Alpiger und Orlik auch der Südwestschweizer Benjamin Gapany den hochhängenden ISV-Kranz.

Nach drei Gängen aus dem Rennen

Samir Leuppi verlor zum Auftakt in letzten Sekunden gegen Sven Schurtenberger (Buttisholz) und kassierte die Minimalnote 8,50. Gegen verteidigungsstarken, aber nach Papierform deutlich tiefer eingestuften Dominik Streiff (Tuggen), der auch als Ringer in Erscheinung tritt, musste er die Punkte nach sechs Minuten teilen. Völlig überraschend unterlag er vor dem Mittagessen Simon Zimmermann (Beckenried) und war aus dem Rennen um die Kränz. Im Gefecht um die Qualifikation für den Ausstich bettete der Winterthurer Christian Bieri (Edlibach) mit der Höchstnote ins Kurzholz und hatte 35,75 Zähler. Im Ausstich gelangen ihm noch zwei Vollerfolge. Das angestrebte Eichenlaub verfehlte der Sennenschwinger um Dreiviertelpunkte im Rang 12g mit 55,50 Zählern. Am Sonntag wird Samir Leuppi am Bergkranzfest auf der Rigi an den Start gehen. (tre)

Ohne Auszeichnung

Am Buebeschwinget Hirzel gingen die Buben des Schwingklubs Winterthur leer aus.

Bei den Jahrgängen 2004/2005 unterlag der 15-jährige Janos Bachmann (Wildberg) im entscheidenden Durchgang dem gleichaltrigen Franco Rogenmoser (Oberägeri) und blieb 1,25 Punkte hinter den auszeichnungsberechtigen Rängen. Der Turnerschwinger hatte am Abend zwei Vollerfolge, ein Remis und drei Niederlagen auf seinem Konto und platzierte sich im Rang 12b.

Der Elgger Andrin Kupper (9) verliess den Platz je dreimal als Sieger und Verlierer (Rang 9 mit 55,00 Punkten).

Lias Brändle (11, Winterthur) hatte am Abend je zwei Erfolge, Remis und Verlustpartien auf seinem Notenblatt.

Ein Sieg, drei Gestellte und zwei Niederlagen hatte letztlich der zwölfjährige Winterthurer Alex Rahm vorzuweisen.

Auch nicht in den Kampf um die Auszeichnungen konnte mit zwei Siegen und vier Niederlagen Dario Plüer (14, Winterthur) eingreifen. (tre)

Auszug aus den Ranglisten

Jahrgänge 2010/2011: 9. Andrin Kupper (Elgg) 55,00. Jahrgänge 2008/2009: 10. u. a. Lias Brändle (Winterthur) 54,25. Jahrgänge 2006/2007: 15. u. a. Alex Rahm (Winterthur) 53,50. Jahrgänge 2004/2005: 12. u. a. Janos Bachmann (Wildberg) 54,50. 16. Dario Plüer (Winterthur) 53,50.

Orliks dritter NOS-Triumph – Leuppis Ehrenplatz – Arztmanns erster NOS-Kranz

Armon Orlik gewinnt in Hallau nach 2016 und 2018 zum dritten Mal das Nordostschweizer Schwingfest (NOS). Samir Leuppi vom Schwingklub Winterthur holt sich den sechsten NOS-Kranz der Karriere. Erstmals erkämpft sich Beda Arztmann an einem NOS das Eichenlaub.

NOS Hallau 2019

Armon Orlik, der in Hallau als absoluter Topfavorit gestartet war, bodigte im Schlussgang nach 4:42 Minuten Domenic Schneider (Friltschen) mittels Kurz und Nachdrücken, dies nachdem er vorher eine heikle Situation zu überstehen hatte. Auf dem Weg in den <<Final>> musste der Maienfelder einzig zum Auftakt in einem attraktiv geführten Gang mit dem Berner Gast Remo Käser die Punkte teilen. In den restlichen Begegnungen konnte er den Platz als Sieger verlassen. Im Gefecht um den Einzug in den Endkampf liess der nun fünffache Kranzfestsieger der Saison, „Oldie“ Stefan Burkhalter (Homburg) keine Chance. Mit 58,75 Punkten sicherte sich der Sennenschwinger seinen 17. Kranzfestsieg und zugleich 40. <<Kopfschmuck>>. Der erfolgreichste Schwinger im Jahr 2018, Samuel Giger (Ottoberg), der nach achtwöchiger Verletzungspause (Schulter) sein Comeback gab, konnte nach dem nicht eingeplanten gestellten dritten Umgang gegen den deutlich schwächer eingestuften Aargauer Andreas Döbeli nicht mehr in den Kampf um den Festsieg eingreifen und klassierte sich letztlich im Rang 3d. Von den acht Gästeschwingern aus den restlichen vier Teilverbänden holten sich nur drei den Kranz: neben Döbeli auch der Niwaldner Marcel Mathis und der Luzerner Erich Fankhauser.

Leuppis 34. Kranz

Leuppi NOS Hallo 2019

Samir Leuppi vom Schwingklub Winterthur musste in einem verhalten geführten Startgang gegen Christian Gerber (Röthenbach im Emmental) nach sechs Minuten ein Remis akzeptieren. <<Gegen Geber ging ich nicht das letzte Risiko ein>>, sagte Leuppi, der gegen Gerber am Bernisch Kantonalen im 2018 ebenfalls gestellt hatte. Nach drei sicheren Pflichtsiegen in den Umgängen zwei bis vier, bezwang der 26-jährige Winterthurer im ersten Zusammengreifen den Eidgenossen Tobias Krähenbühl (Wetzikon TG) und hatte seinen sechsten NOS-Kranz mit 48,00 Punkten bereits im Trockenen. Zuletzt, im Durchgang um den Ehrenplatz, beförderte der nun 34-fache Kranzgewinner Markus Schläpfer (Niederbüren), der im zweiten Gang überraschend Remo Käser besiegte hatte, nach rund dreieinhalb Minuten mit der Maximalnote 10,00 ins Kurzholz. <<Mit meiner heutigen Leistung bin ich sehr zufrieden>>, meinte Samir Leuppi, der den vierten Saisonkranz errang und am Sonntag zusammen mit Orlik am Innerschweizer Schwingfest die Nordostschweizer Farben vertreten wird.

Arztmanns erster NOS-Kranz

Beda NOS Hallo 2019

Dank vier Siegen und zwei Tauchern ergatterte sich Beda Arztmann seinen ersten NOS-Kranz. Nach der Startniederlage gegen den stark schwingenden Markus Schläpfer, den er am Brueder-Schwinget noch unter die Verlierer gereiht hatte, konnte er den zweiten Kampf siegreich gestalten. Nach der unerwarteten Verlustpartie gegen Michael Bernold (Walenstadt) bettete der Ossinger nach dem Mittagessen nach kurzer Gangdauer André Büsser (Amden) mit der Note 9,75 ins Sägemehl. Gegen den Nichtkranzer Andreas Niederer (Gähwil) siegte er mit der Höchstnote. <<Gegen Niederer wollte ich unbedingt mit die Note 10,00 gewinnen, so dass ich im letzten Gefecht noch um den Kranz schwingen konnte>>, gab Arztmann zu Protokoll. Gegen den Appenzeller Thomas Koch gelang ihm der nötige Plattwurf. Dank 56,50 Punkten platzierte sich Arztmann im Rang 7f. Der Zimmermann-Vorarbeiter erkämpfte sich bereits den vierten Saisonkranz. Insgesamt hat er nun sieben <<Kopfschmucke>>.

Beda 2 NOS

Die restlichen Teilnehmer des Schwingklubs Winterthur, Philipp Lehmann (Humlikon), Christian Lanter (Kollbrunn) und Patrick Rüegg (Rikon), konnten zuletzt nicht um das Eichenlaub schwingen. Einen schwarzen Tag erwischte der Pfäffiker Andreas Keller, der sich nicht für den Ausstich qualifizieren konnte.

Hinter den Kränzen

Trotz einem Vollerfolg im sechsen Durchgang mit der Höchstnote verpasste Rico Baumann (Andelfingen), Schwingklub Flawil, die Kranzränge um einen Viertelpunkt.

Benjamin Nock (Turbenthal) vom Schwingklub Zürcher Oberland unterlag im entscheidenden Gang um den Kranz im ersten Zug dem übermächtigen Andreas Döbeli und blieb um einen Punkt hinter den kranzberechtigen Plätzen. (tre)

Auszug aus der Rangliste

Hallau SH. Nordostschweizer Schwingfest ( 158 Schwinger, 4200 Zuschauer). Schlussgang: Armon Orlik (Maienfeld) bezwingt Domenic Schneider Friltschen) nach 4:42 mit Kurz/Konter. Rangliste: 1. Orlik 58,75. 2. Samir Leuppi (Winterthur) 58,00. 3. Schneider, Jeremy Vollenweider (Beringen), Beni Notz (Güttingen) und Samuel Giger (Ottoberg), je 57,50. 4. Mario Schneider (Schönenberg an der Thur), Toobias Krähenbühl (Wetzikon TG) und Stefan Burkhalter (Homburg), je 57,25. 5. Marcel Mathis (Büren NW), Andreas Döbeli (Sarmenstorf), Roger Rychen (Mollis), Martin Roth (Waldstatt) und Marco Oettli (Bussnang), je 57,00. 6. Markus Schläpfer (Niederbüren), Lars Geisser (Mörschwil) und Michael Bless (Gais), je 56,75. 7. u. a. Christan Blaser (Zürich) und Beda Arztmann (Ossingen), je 56,50 (alle mit Kranz). 8. u. a. Rico Baumann (Andelfingen) 56,25.11. u. a. Benjamin Nock (Turbenthal) 55,50. 12. u. a. Philipp Lehmann (Humlikon) 55,25. 14. u. a. Christian Lanter (Kollbrunn) 54,75. 17. u. a. Patrick Rüegg (Rikon) 54,00. 29. u. a. Andreas Keller (Pfäffikon) 34,50.

Drei Zweige für den Schwingklub Winterthur

Einen Tag vor dem Nordostschweizrischen Schwingfest der Aktiven Schwinger, fand am Samstag, 29. Juni 2019 in derselben Arena das Schaffhauser Kantonale Nachwuchsschwingfest in Hallau statt.

Trotz den über 30 Grad heissen Temperaturen zeigten die 226 jungen Athleten den 360 schwingbegeisterten Zuschauern mitreissende Zweikämpfe. Auch der Schwingklub Winterthur darf sich über erfolgreiche Sportler freuen. Insgesamt traten elf Nachwuchschwinger aus dem Stadtklub an, wovon drei mit der Auszeichnung nach Hause gehen konnten.

In der Kategorie 2010/ 2011 konnte sich Andrin Kupper den Rang 9c mit 55.50 Punkten reservieren lassen. Trotz seinem schlechten Start mit einer Niederlage konnte Andrin seinen zweiten Kampf gleich mit der Höchstnote von 10.00 gewinnen. Leider musste er sich in den nächsten zwei Begegnungen das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Andrin liess sich von dieser Schlappe nich beirren und beendete das Schwingfest mit zwei Siegen in Folge.

In der älteren Kategorie 2008/ 2009 erreichte Lukas Anliker mit 56.75 Punkten den sensationellen Schlussrang 4b. Er konnte gleich den ersten Gegner direkt auf den Rücken werfen, was ihm 10.00 Punkte einbrachte. Danach musste er sich eine Niederlage eingestehen, trotzdem konnte er seine Leistung wieder hervorrufen und die Kämpfe drei und vier für sich entscheiden. Leider liess ihn der zweitplatzierte Manuel Mäder in der fünften Begegnung am Sägemehl schnuppern, was Lukas nicht davon abhalten liess den letzten Kampf zu gewinnen.

In derselben Kategorie konnte sich auch Lias Brändli einen Zweig reservieren lassen. Er startete ebenfalls mit einer Niederlage in den Tag, konnte im zweiten Kampf aber als Sieger aus dem Sägemehlring gehen. Leider musste er sich im nächsten Kampf nochmals auf den Rücken legen lassen. Nach dem Mittagessen kam er zuerst nicht über ein Remis hinaus, konnte aber seine letzten beiden Kämpfe doch noch für sich entscheiden, einer davon sogar mit 10.00 Punkten.

Regionalfest in Granges-Marnand vom 30. Juni 2019

Am 30. Juni 2019 wurde in Granges-Marnand im Kanton Waadt das Regionalschwingfest mit 22 Schwingern und 200 Zuschauern durchgeführt, welches der Schwingklub Estavayer-le-Lac organisierte.

Ebenfalls anwesend waren drei Gastschwinger aus dem Schwingklub Winterthur, welche dem welschen Fest nordostschweizerischen Schwung einbrachten.

Der Beste unter den Stadtsportlern war Michi Hari aus Hettlingen. Er startete gleich mit einem Sieg, musste sich aber bereits schon im zweiten Gang mit einem Remis zufrieden geben. Die nächsten zwei Kämfpe endeten ebenfalls wieder mit einem Unentschieden. Nach diesen verhaltenen Begegnungen konnte Hari nochmals einen Kampf für sich entscheiden, leider liess sich sein letzter Gegner von dem nicht beeindrucken und Hari musste am Sägemehl schnuppern. Mit dieser Leistung erreichte er den achten Schlussrang mit genau 55.00 Punkten.

Der junge Winterthurer Athlet Fabian Plüer musste sich gleich im ersten Gang einen Kreis ins Notenblatt schreiben lassen, dafür liess er im nächsten Kampf nichts anbrennen und er warf seinen Gegner so ins Sägemehl, dass er direkt mit dem Rücken darauf landete, was Plüer 10.00 Punkte einbrachte. Leider konnte er sein Hoch nicht  halten und er musste gleich zweimal untendurch. Er liess sich von diesen Niederlagen nicht unterkriegen und konnte bei der nächsten Begegnung als Sieger vom Platz gehen. Plüer beendete das Fest mit einer Niederlage mit insgesamt 54.00 Punkten auf dem Rang 12b.

Der Ossinger Schwinger Alwin Buff musste sich ebenfalls schon nach dem ersten Gang das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Doch auch er konnte sich bei der nächsten Begegnung über einen gewonnenen Gang freuen. Leider musste er sich danach weitere zwei Niederlagen eingestehen, dafür war er im fünften Kampf seinem Gegner überlegen und liesss ihn am Sägemehl schnuppern. Alwin lief im sechsten Gang leider die Zeit davon und er kam nicht über ein Remis hinaus. Buff erschwang sich den Rang 13a und insesamt 53.75 Punkte.

Vorschau fürs Nordostschweizer Schwingfest (NOS), Sonntag, 30. Juni, in Hallau

18 Eidgenossen am NOS in Hallau

Am Sonntag, 30. Juni, treten in Hallau 150 Schwinger aus der ganzen Nordostschweiz sowie je zwei Gästeschwinger aus den übrigen vier Teilverbänden zum Nordostschweizer Schwingfest (NOS) an. Vom Schwingklub Winterthur sind sechs Athleten gemeldet.

Als Topfavorit, unter den 18 angemeldeten Eidgenossen, geht der vierfache Kranzfestsieger der Saison und Titelverteidiger, Armon Orlik (Maienfeld), an den Start. Der 24-jährige Bauingenieur-Student strebt nach 2016 und 2018 seinen dritten NOS-Triumph an. Zum engsten Favoritenkreis zählt der St. Galler Miteidgenosse Daniel Bösch, der sich am „St. Galler“ und „Schaffhauser“ als Sieger ausrufen lassen konnte. Interessant wird sein, ob Michael Bless (Gais), Schlussgangverlierer im 2018, nach seinem missglückten Auftritt am Bündner-Glarner Kantonalschwingfest, bei welchem er den Kranz verpasste, wieder eine so starke Leistung wie im Vorjahr abrufen kann. Noch unklar ist, ob Samuel Giger (Ottoberg), zusammen mit Orlik der beste Nordostschweizer Schwinger, nach seiner am Thurgauer Kantonalen erlittenen Schulterverletzung wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen kann.

Acht Gästeschwinger

Von den acht Gästeschwingern, je zwei aus den übrigen vier Teilverbänden, ragen die Eidgenössischen Kranzschwinger, der Berner Remo Käser, Erich Fankhauser (Hasle LU) und der Nidwaldner Marcel Mathis, heraus. Nicht zu unterschätzen sind auch der Festsieger des Solothurner Kantonalschwingfests, der Aargauer Joel Strebel, und der Südwestschweizer Lario Kramer, der überraschend am Stoss-Schwinget 2018 triumphierte.

Sextett vom Schwingklub Winterthur

Der Schwingklub Winterthur wird vom Sieger des Zürcher Kantonalschwingfests in Fehraltorf, Samir Leuppi (Winterthur), angeführt. Der 26-Jährige, der 2019 bereits drei Rangschwingfeste gewann und auch am „Schaffhauser“ und „Bündner-Glarner“ überzeugte, gehört zu den besten Nichteidgenossen im Land. Er kann sich berechtigte Hoffnungen auf eine Topplatzierung ausrechnen. Die Nummer 2 des Stadtklubs, Beda Arztmann (Ossingen), hat das Potenzial sich seinen ersten NOS-Kranz zu erkämpfen. Am Bündner-Glarner Kantonalen verpasste er trotz einer starken Leistung seinen vierten Saisonkranz. Im Gang um den Kranz wurde er von der Einteilung hart angefasst: er unterlag dem Appenzeller Eidgenossen Raphael Zwyssig. Mit dem Pfäffiker Andreas Keller, Christian Lanter (Kollbrunn) und Philipp Lehmann (Humlikon) stehen im Klettgau Aktive im Einsatz, die am diesjährigen Zürcher Kantonalen den Kranz errangen. Der Nichtkranzer Patrick Rüegg (Rikon) komplettiert das Sextett des Schwingklubs Winterthur. Rüegg, der auch als Nationalturner in Erscheinung tritt und sich am Eidgenössischen Turnfest in Aarau den Kranz holte, trotzte in der laufenden Saison schon zwei Topschwingern einen Gestellten ab: dem Eidgenossen David Schmid (Wittnau) am „Thurgauer“ und dem Schwingerkönig von 2001 in Nyon, Arnold Forrer (Stein SG), am Zürcher Kantonalschwingfest.

Vom Schwingklub Zürcher Oberland steigt der Turbenthaler Kantonalkranzer Benjamin Nock in die Hosen – vom Schaffhauser Schwingerverband Dominik Ott (Trüllikon), und für den Schwingklub Flawil, Rico Baumann, der in Andelfingen wohnt.

Das Anschwingen beginnt um 8 Uhr. (tre)