Dreifacher Bernersieg auf dem Brünig

Beim traditionellen Brünig-Schwinget trennten sich in einem ereignisarmen Schlussgang die beiden Berner Oberländer Trainingskameraden Bernhard Kämpf (Sigriswil) und Kilian Wenger (Horboden) nach zwölf Minuten unentschieden. Samir Leuppi (Winterthur) konnte zuletzt nicht in den Kampf um die Kränze eingreifen.

 

Kilian Wenger, der Schwingerkönig von 2010 in Frauenfeld, konnte Bernhard Kämpf, dem ein Remis zum zweiten Brünig-Sieg nach 2015 genügte, nur einmal, kurz vor Gangende, ernsthaft in Gefahr bringen. Da die drei Kampfrichter den beiden Schlussgangteilnehmern die Note 8,75 schrieben, gab es letztlich drei Festsieger. Dank Vollerfolgen im sechsten Durchgang konnten Philipp Reusser (Aeschlen bei Oberdiessbach) und der als Topfavorit gestartete Christian Stucki (Lyss) zu Kämpf aufschliessen. Der 29-jährige Kämpf feierte nach seinem Erfolg am <<Südwestschweizer>> seinen zweiten Kranzfestsieg in diesem Jahr. Reusser, der am Eidgenössischen Schwingfest 2016 zum Eidgenossen aufstieg, schwang erstmals an einem Kranzfest obenauf. Christian Stucki triumphierte nach 2009 und 2012 zum dritten Mal auf dem Brünig. Er verlor im Startgefecht gegen die Nummer 1 der Nordostschweizer, Samuel Giger (Ottoberg), und kam auf Platz 1c. Der bereits fünffache Kranzfestsieger der Saison und nun 38-fache Kranzfestsieger, sicherte sich zudem das 118. Eichenlaub. Die Berner, die ohne ihre beiden verletzten Könige, Matthias Glarner und Matthias Sempach, antraten ,errangen insgesamt acht <<Kopfschmucke>>, sieben Exemplare gingen an die Innerschweizer und fünf an die Nordostschweizer.

Leuppi verpasst Kranz

Samir Leuppi vom Schwingklub Winterthur unterlag zum Auftakt nach wenigen Sekunden einem der derzeit besten Berner Schwinger, Matthias Aeschbacher (Rüegsauschachen). Gegen Marcel Wenger (Horboden), Bruder von Kilian Wenger, gelang ihm ein Sieg mit der Maximalnote 10,00. Vor der Mittagspause meisterte der 24-Jährige den Urner Teilverbandskranzer Marco Wyrsch und hatte 28,25 Punkte. Mit dem höher eingestuften Eidgenossen Reto Nötzli (Pfäffikon SZ), der sich am Südwestschweizer Schwingfest als Co-Sieger ausrufen lassen konnte und nach dem Innerschweizer Schwingfest 2014 sein zweites Teilverbandsfest gewann, stellte er. Im fünften Gang verlor der Sieger des Zürcher Kantonal-Schwingfests gegen den Zuger Marcel Bieri, der beim Zuger Kantonalen zu seinem ersten Kranzfesterfolg kam. Somit musste der Sennenschwinger seine Hoffnungen auf den siebten Kranz der Saison begraben. Zum Abschluss teilte der Winterthurer gegen defensiv staken Remo Vogel (Hasle LU) die Punkte. Mit 54,50 Zählern verfehlte Samir Leuppi den Kranz um 1,50 Zähler im Rang 12g. (tre)

Auszug aus der Rangliste

Brünig OW. Brünig-Schwinget (120 Schwinger, 6500 Zuschauer). Schlussgang: Bernhard Kämpf (Sigriswil) gegen Kilian Wenger (Horboden) nach 12 Minuten gestellt. Rangliste: 1. Kämpf, Philipp Reusser (Aeschlen bei Oberdiessbach) und Christian Stucki (Lyss), je 57,25. 2. Wenger und Matthias Aeschbacher (Rüegsauschachen), je 57,00. 3. Armon Orlik (Maienfeld), Niklaus Zenger (Habkern), Domenic Schneider (Friltschen), Roger Rychen (Mollis) und Sven Schurtenberger (Nottwil), je 56,75. 4. Martin Hersche (Appenzell) 56,50. 5. Marcel Bieri (Edlibach), Samuel Giger (Ottoberg), Simon Anderegg (Unterbach) und Marco Fankhauser (Hasle LU), je 56,25. 6. Guido Gwerder (Illgau), Jonas Brun (Entlebuch), Benji von Ah (Giswil), Stefan Arnold (Attinghausen) und Fabian Staudenmann (Guggisberg), je 56,00 (alle mit Kranz). 12. u. a. Samir Leuppi (Winterthur) 54,50.

Dass gleich fünf Geschwister als Einzelkämpfer am gleichen Wettkampf teilnehmen, ist sicher nicht alltäglich. Die fünf Brüder Anliker aus Schlatt gewannen kürzlich am Kantonalen Nachwuchsschwingfest in Weiningen allesamt einen Zweig.

Wer derzeit Berichte über Nachwuchsschwinger liest, stösst immer wieder auf einen Namen: Anliker. Dies liegt daran, dass die Schwinger aus Unterschlatt nicht nur qualitativ präsent sind, sondern vor allem quantitativ. Gleich fünf Burschen mit diesem Namen stehen an Nachwuchsschwingfesten im Sägemehlring. Kürzlich durften am Kantonalen Nachwuchsschwingfest in Weiningen alle fünf einen Zweig in Empfang nehmen («Der Tößthaler» vom 14. Juli). Da drängt sich fast die Frage auf: Wie kam es dazu, dass fünf Brüder die gleiche Sportart ausüben?

Vater Stefan Anliker schüttelt den Kopf. Vererbt sei die Freude am Schwingsport nicht, er selbst sei kein Schwinger. Ganz unschuldig ist er dennoch nicht. Vor rund sechs Jahren nahm er seinen ältesten Sohn Andri mit an den Eschenbergschwinget in Winterthur – und meldete diesen auf dem Platz an für die Klasse der Jüngsten. Dem damals Achtjährigen gefiel es so gut, dass er sich gleich für das Training beim Schwingklub Winterthur interessierte. Danach folgten etwa im Zweijahres-Rhythmus die vier jüngeren Brüder von Andri: Nino (12 Jahre alt), Ramon (10) und seit diesem Jahr die Zwillinge Loris und Lukas (8).

Trainiert wird einmal wöchentlich in der Schwinghalle am Sportplatz Deutweg in Winterthur. Eineinhalb Stunden lang bringen der Technische Leiter Jürg Schönenberger und dessen Assistent Dani Bachmann den jungen Sportlern die Technik des Schwingens bei. Die Anliker-Brüder sind sich einig: Schönenberger und Bachmann machen einen guten Job. Stefan Anliker und seine Frau Barbara bringen ihre Söhne und die anderen drei Schlatter Nachwuchsschwinger jeweils ins Training. Wenn sie verhindert sind, fährt ihr Auto trotzdem zum Deutweg, einfach mit einer anderen Person am Steuer. «Wir sind gut vernetzt. Das alles ist völlig unkompliziert», erzählen die Eltern.

Oft ein Familienausflug

Die Anliker-Clique beteiligt sich an 10 bis 15 Wettkämpfen im Jahr, die meistens in der Ostschweiz stattfinden. Wenn immer möglich ist die ganze Familie dabei. Dazu gehört noch die sechsjährige Tochter Julia. Alle freuen sich, wenn sie eine Auszeichnung mit nach Hause nehmen können. Bei den Nachwuchsschwingern ist dies ein Zweig. Bis sie um einen Kranz kämpfen können, dauert es noch ein paar Jahre. Andri hat schon klar über 20 Auszeichnungen gewonnen, einige auch im Nationalturnen. Nino nennt stolz die Zahl 17. Bei den drei jüngeren sind es altersbedingt noch nicht ganz so viele.

Auf die Frage, ob sie ein Vorbild hätten, zuckt Andri die Schultern. «Er macht halt viel mit seiner Kraft und Postur», schiebt der Vater mit Blick auf die für einen 14-jährigen beachtliche Körperstatur ein. Und Nino ergänzt: «Er sollte mehr Technik anwenden.» Der Zwölfjährige scheint in diesem schwungvollen Quintett der Intellektuellste zu sein, der sich auch mit Technik und anderen Belangen des Schwingens auseinandersetzt. Als einziger nennt Nino denn auch ein Vorbild: «Samuel Giger, weil der ein sehr guter Techniker ist.»

Bald eine Schwingerhochburg?

Das Training besuchen die Anlikers gerne, da braucht es keinen Druck seitens der Eltern. Im Gegenteil, der Vater erwähnt augenzwinkernd: «Wenn die Hausaufgaben nicht gemacht sind, dürfen sie nicht ins Training.» Das ist dann eher ein Druck bezüglich Schule denn Schwingen. Die fünf munteren Jungs sind daneben alle Mitglieder der Jugendriege Schlatt, also auch dort in einen Verein eingebunden.

Die Brüder Andri, Nino, Ramon, Loris und Lukas Anliker sind übrigens nicht die einzigen Schlatter Nachwuchsschwinger. Auch Silvan Rechsteiner (14), Alejandro Munios (10) und Nico Tonoli (9) trainieren beim Schwingklub Winterthur und bestreiten Nachwuchswettkämpfe. Vor einigen Jahren berichtete der «Tößthaler» über die gemessen an der Einwohnerzahl erstaunlich grosse Motocross-Szene der kleinen Gemeinde. Vielleicht wird die nach und nach abgelöst durch Anhänger des Schweizer Nationalsports. Wer weiss, vielleicht entwickelt sich Schlatt noch zu einer Schwingerhochburg.

14 Zweige für den Schwingklub Winterthur

Der Nachwuchs des Schwingklubs Winterthur trumpfte am 75. Zürcher Kantonalen Nachwuchsschwingfest in Weiningen gross auf und erkämpfte sich insgesamt 14 Zweige, fünf Exemplare gingen an die Gebrüder Anliker aus Schlatt.

Bei Jahrgängen 2003/2004 platzierte sich der 14-jährige Winterthurer Fabian Plüer dank vier Siegen, einem Remis in der Startpartie und einer etwas überraschenden Niederlage im vierten Gang gegen Elia Mayer (St. Antönien) dank 57,50 Punkten im Rang 5a.

1 Pler Fabian oben tre

Fabian Plüer (oben) siegte viermal, einmal gabs einen Gestellten und einmal musste er den Platz als Verlierer verlassen.

 

Fünf Zweige

Erstmals errangen die fünf Gebrüder Anliker aus Schlatt am gleichen Nachwuchsschwingfest alle den Zweig. Als Bester klassierte sich Andri (14) mit vier Siegen, einem Remis und einer Verlustpartie und 57,00 Zählern auf Platz 6c. Der achtjährige Lukas gewann die ersten vier Gänge bei den Jüngsten, Jahrgänge 2007 bis 2009, im Ausstich zog er zweimal den Kürzeren, was 56,75 Punkte ergab. Mit den genau gleichen Gängen wie Lukas kam Nino (12) auf Platz 6d. Ramon verliess den Platz ebenfalls viermal als Sieger, in der vierten Begegnung und zuletzt, im Gefecht um eine vordere Platzierung, musste er untendurch (Rang 8 mit 56,25 Punkten. Loris, der Zwillingsbruder von Lukas, holte sich den Zweig dank 55,75 Punkten.

2 Anliker Andri oben tre

Der Schlatter Andri Anliker (oben) holte sich dank 57,00 Punkten den Zweig sicher. 

4 Anliker Lukas unten tre

Der achtjährige Lukas Anliker liess sich vier Erfolge in Serie schreiben, doch im Ausstich verlor er seine beiden Gänge.

5 Anliker Nino rechts tre

Nino Anliker (rechts) eroberte sich den Zweig dank guten 56.75 Zählern. 

 

Weitere Zweiggewinner

Der Hofstetter Niklas Frauenfelder hatte nach fünf Umgängen vier Erfolge und ein Remis auf seinem Notenblatt. Den letzten Durchgang verlor er mit der Minimalnote 8,50 Mit guten 56,75 Punkten erreichte der Zehnjährige Rang 6a. Der 15-jährige Leo Schönenberger (Winterthur) war viermal erfolgreich und zweimal musste er sich das Sägemehl vom Rücken abwischen lassen. Bei den Zweitältesten, Jahrgänge 2001/2002, erreichte er 56,50 Zähler. Der Winterthurer Dario Plüer (12) drehte nach einem missglückten Start mit einer Verlustpartie und einem Remis auf und war in den Gängen drei bis sechs siegreich. Bei den Jahrgängen 1999/2000 liess sich Patrick Rüegg (Rikon im Tösstal) drei Siegeskreuzlein notieren, zum Auftakt und im sechsten Umgang, im Kampf um einen Podestplatz, stellte er (Rang 4 und 56,00 Punkte). Alejandro Munios (10) und der neunjährige Nino Tonoli (beide Schlatt) konnten letztlich 56,00 bzw. 55,75 Punkte vorweisen. Ebenfalls mit dem begehrten Zürcher Zweig konnten Fabian Frauenfelder (16, Hofstetten) und der Wildberger Janos Bachmann den Heimweg antreten. Beide hatten am Ende 55,50 Punkte auf ihrem Konto.

3 Frauenfelder Niklas rechts tre

Niklas Frauenfelder (rechts), einer von 14 Zweiggewinnern des Schwingklubs Winterthur.

 

Schlussgang verloren

Der Turbenthaler Benjamin Nock, der für den Schwingklub Zürcher Oberland antritt, zog mit fünf Vollerfolgen in den Schlussgang ein, wo ihm ein Gestellter zum Kategoriensieg genügt hätte. Doch der 16-Jährige musste sich dem Aargauer Gast Philip Joho beugen. Trotz der Niederlage belegte der Sennenschwinger den Ehrenplatz, dies bei den Zweitältesten. (tre)

Auszug aus den Ranglisten

Jahrgänge 2007 bis 2009: 1. Lars Büsser (Goldingen) 58,50. 6. Niklas Frauenfelder (Hofstetten) und Lukas Anliker (Schlatt), je 56,75. 8. Raman Anliker (Schlatt) 56,25. 9. Alejandro Munios (Schlatt) 56,00. 10. Nino Tonoli und Loris Anliker (beide Schlatt), je 55,75 (alle mit Zweig). Jahrgänge 2005/2006: 1. Florian Eisenring (Hirschthal) 58,75.6. Nino Anliker (Schlatt) 56,75. 8. Dario Plüer (Winterthur) 56,25 (alle mit Zweig). 25. Sven Baumgartner (Winterthur) 51,25. Jahrgänge 2003/2004: 1. David Lieberherr (Ennetbühl) 59,75. 5. Fabian Plüer (Winterthur) 57,50. 6. Andri Anliker (Schlatt) 57,00. 12. Janos Bachmann (Wildberg) 55,50 (alle mit Zweig). Jahrgänge 2001/2002: 1. Philip Joho (Sarmenstorf) 58,75. 2. Benjamin Nock (Turbenthal) 58,50. 7. Leo Schönenberger (Winterthur) 56,50. 11. Florian Frauenfelder (Hofstetten) 55,50. Jahrgänge 1999/2000: 1. Abraham Lötscher (Mittellunden) 58,25. 4. Patrick Rüegg (Rikon im Tösstal) 56,00 (alle mit Zweig). 9. Adrian Hugener (Embrach) 54,75. 16. Dario Bosshard (Turbenthal) 8,75 (Unfall). 

 

Der gebürtige Appenzeller Samuel Giger bezwingt im Schlussgang des Appenzeller Kantonalschwingfestes Michael Bless. Wie vor 29 Jahren heisst der Festsieger Giger.

 

Der Winterthurer Samir Leuppi konnte seinen sechsten Saisonkranz gewinnen, er klassierte sich auf dem guten Platz 4a.

Als das Appenzeller Kantonalschwingfest 1988 letztmals in Teufen stattfand, hiess der Sieger Giger. Zehn Jahre bevor Samuel geboren wurde, kürte sich sein Vater Emil zum Festsieger. Es sei deshalb speziell, hier zu gewinnen, weil er in Bühler aufgewachsen sei und eine grosse Unterstützung von der Familie und von vielen Bekannten verspürte. Für den Schlussgang legte sich Giger keine Taktik zurecht. Beim Aufeinandertreffen im dritten Gang war ihm bewusst, dass Michael Bless eher auf einen Gestellten aus war. Im Schlussgang wollte er etwas mehr riskieren. Ein explosiv gezogener Kurz führte nach rund fünf Minuten zur Entscheidung. Für Giger ist es der erste Festsieg an einem Appenzeller Kantonalen, nach dem Glarner Bündner und NOS-Festsieg ist es insgesamt der sechste Kranzfestsieg seiner Karriere.

Samir Leuppi Kranz Nummer 23
Der Sennenschwinger Samir Leuppi aus Winterthur zeigte gestern ein weiteres Mal, dass er voll im Saft ist. Die ersten drei Gänge gegen die Gegner Simon Kid, Beni Notz und Erich Dörig konnte Samir für sich entscheiden. Im vierten Gang teilte ihm das Einteilungsgericht den starken Eigenossen Samuel Giger zu. Leider musste er gegen ihn eine Niederlage entgegennehmen, wobei er einen sehr starken Gang gegen den Eidgenossen zeigte. Weiter konnte Leuppi den fünften und sechsten Gang wieder souverän gewinnen gegen Roman Wittenwiler und Urs Giger. Beide bodigte er mit der Glanznote 10. So konnte sich Samir Leuppi am Abend seinen sechsten Saisonkranz aufsetzten lassen.

 

Christian Lanter knapp am Kranz vorbei
Der 19 Jährige Landmaschinenmechaniker Lehrling hatte ein besonders strenges Wochenende. Am Samstag startete er am Bündner Kantonalschwingfest in S-Chanf im Engadin und am Sonntag trat er am Appenzeller Kantonalen an. Er startete am Morgen mit einem gestellten Gang gegen Ivo Pfiffner, der zweite Gang gegen Martin Stauffacher konnte er mit der Note 10 für sich entscheiden. Im dritten Gang traf er mit dem Teilverbandskranzer Adrian Oertig zusammen. Er musste eine Niederlage einstecken nach einem sehr guten Gang. Der vierte und fünfte Gang konnte der junge Athlet wieder gewinnen und konnte somit im sechsten Gang um den Kranz mitschwingen. Er wurde sehr hart eingeteilt, denn mit dem sehr starken Teilverbandskranzer Simon Kid hatte er ein schwieriges Los. Er verlor gegen Kid und klassierte sich knapp hinter dem begehrten Eichenlaub.

Weiter starteten für den Schwingklub Winterthur Karim Leuppi, Michi Hari und Adrian Hugener. Alle drei bestritten ebenfalls sechs Gänge, konnten aber im sechsten Gang nicht um den Kranz Schwingen. 

 

Dominanter Armon Orlik und Winterthurer Nachwuchshoffnung

 

S-Chanf GR. Lokalmatador Armon Orlik (Maienfeld) gewinnt den Schlussgang nach 5:03 Minuten gegen den starken Roger Rychen (Mollis) mit Wyberhacken. Der Schwingklub Winterthur war dabei mit 4 jungen Athleten vertreten.

 

Vor 2100 Zuschauern und bei besten Bedingungen durfte sich Armon Orlik nach einem aktiven und eher einseitigen Schlussgang zum Kantonalfestsieger krönen lassen. Für den jungen Bündner ist dies ein weiterer Grosserfolg in seiner noch jungen Karriere und sicherlich auch ein spezieller, so nahe an der eigenen Haustüre.

Der Schwingklub Winterthur war am Bündner-Glarner Kantonalschwingfest mit vier jungen Athleten vertreten:

Christian Lanter (Kollbrunn) lag nach vier Gängen noch auf Kranzkurs mit drei gewonnenen und einer verlorenen Partie. Danach musste er sich allerdings dem starken Teilverbandskranzer Beat Wicki (Ennetbühl) beugen. Gegen Martin Bischof (Stein) verlor er auch den sechsten Gang, dies allerdings nach einer sehr überzeugenden Leistung. Mit 55.00 Punkten und Rang 11g darf der Kollbrunner aber sicherlich zufrieden sein.

Philipp Lehmann (Humlikon) absolvierte ein Mammutprogramm mit drei gestellten Gängen. Daneben liess er sich zwei Siege und eine Niederlage gutschreiben. Dies reichte am Ende mit 55.00 Punkten für Rang 11m.

Adrian Hugener (Embrach) gewann nach dem ersten Gang auch den dritten, konnte allerdings ansonsten keine Punkte mehr sammeln. Er beendete den Wettkampf mit 54.00 Punkten auf Platz 15i. Für den 17-jährigen vom Verletzungspech geplagten Embracher war der Wettkampf aber sicherlich zufriedenstellend.

Florian Frauenfelder (Hofstetten) war der jüngste Teilnehmer aus dem Kanton Zürich. Mit 16 Jahren war dies eines seiner ersten Aktivschwingfeste. Er erreichte dabei drei gestellte Gänge und drei Niederlagen was ihm 51.75 Punkte und somit Rang 23 einbrachte.

Aus Zürcher Sicht sicherlich erwähnenswert ist der Kranz von Christoph Odermatt (Bauma). Der Oberländer konnte sich mit vier Siegen und zwei gestellten Gängen souverän 57.00 Punkte und somit Platz 4a sichern.

Sehr knapp war der Auftritt von Fabian Kindlimann (Fischenthal) und Roman Schnurrenberger (Sternenberg). Die beiden starken Oberländer verpassten den Kranz um 0.75 Punkte und beendeten den Wettkampf mit je 56.00 Punkten auf den Plätzen 7a und 7b.

Die vier jungen Winterthurer: Florian Frauenfelder, Adrian Hugener, Philipp Lehmann, Christian Lanter (v.l.)

Auszug aus der Rangliste

(121 Schwinger, 2100 Zuschauer).

  1. Armon Orlik (Maienfeld) 58.25 gewinnt gegen 2. Roger Rychen (Mollis) 57.50 im Schlussgang nach 5 Minuten mit Wyberhacken.

4a Christoph Odermatt (Bauma) 57.00 mit Kranz

7a Fabian Kindlimann (Fischenthal) 56.00

7b Roman Schnurrenberger (Sternenberg) 56.00

11g Christian Lanter (Kollbrunn) 55.00

11m Philipp Lehmann (Humlikon) 55.00

15i Adrian Hugener (Embrach) 54.00

  1. Florian Frauenfelder (Hofstetten ZH) 51.75

Ein Kategoriensieg für die Winterthurer Nachwuchsschwinger

Hirzel ZH. Beim Buebeschwinget vom 01.07.2017 in Hirzel ZH erkämpfte sich Fabian Plüer vom Schwingklub Winterthur mit fünf Siegen (vier davon mit Maximalnote) den Kategoriensieg im Jahrgang 2002/2003.

Kategoriensieger Fabian Plüer vom Schwingklub Winterthur mit dem Diplom und der Einheitsgabe.

 

Auszug aus der Rangliste

(134 Schwinger, 500 Zuschauer).

Jg. 04/05: 11a Dario Plüer (Winterthur), 13b Janos Bachmann (Wildberg).

Jg. 02/03: 1 Fabian Plüer (Winterthur) Kategoriensieg und Auszeichnung, 16 Leo Schönenberger (Winterthur) Unfall nach 5 Gängen.