Unsere 3 Schwingerkönige

Karl Meli Noldi Ehrensberger Walter Flach +2006

 

Walter Flach + 2006

Walter Flach wurde 1928 in Pfungen geboren und besuchte dort auch die Schule. Der kräftig gebaute Jüngling erlernte den Beruf eines Zimmermanns, und zwar bei Ehrenmitglied Fritz Hagmann. Angespornt durch die damaligen grossen Erfolge seines Lehrmeisters, bekundete Walter Flach grosses Interesse für das Schwingen. Durch fleissiges Training im Schwingklub Winterthur wurde er bald einer der besten Schwinger in der Schweiz. Der Pfungener war 13 Jahre aktiv. An zahlreichen Kantonal-, Berg- und NOS-Schwingfesten wurde er zum Sieger ausgerufen.

Seine wohl schönsten Erfolge sollen stichwortartig festgehalten werden:

Am Kilchberger-Schwinget 1952 gewann er den Schlussgang gegen den Oberaargauer Sennen Hans Kopp. Ein Jahr später, am Eidgenössischen Schwingfest in Winterthur, stiess er wieder bis in den Schlussgang vor, wo dann der starke Gottfried Haueter «dran glauben» musste.

Nach der Aufgabe des Wettkampfsportes war er noch während zweier Jahre als Kampfrichter auf verschiedenen Wettkampfplätzen anzutreffen.

 

Karl Meli

Karl Meli wurde 1938 in Veltheim geboren. Er erlernte den Zimmermannsberuf. Hernach trat in die Forstverwaltung Winterthur ein. Später wurde er ins städt. Polizeikorps aufgenommen. Heute ist er als selbstständiger Gastwirt tätig.

Während seiner Aktivzeit erkämpfte sich Karl 124 Kränze und viele Auszeichnung. Von allen 9 besuchten Eidgenössischen Schwingfesten kehrte er mit dem begehrten Eichenlaub nach Hause. Zweimal reichte es ihm zum Schwingerkönig: 1961 in Zug gegen Karl Oberholzer im Schlussgang. Drei Jahre später bodigte er in Aarau Alois Boog. Ebenso viele Male ging er als Sieger am Kilchberger Schwinget hervor: 1967 gegen Ady Zurfluh und 1973 gegen Christian Eggler. Am Jubi­läumsschwingfest 1970 in Baden entschied Karl Meli den Schlussgang gegen Marcel Buser zu seinen Gunsten und wurde vielbejubelter Sieger. Denselben Sieger gab es auch 1976 beim Jubiläumsschwinget in Murten, wo Franz Schatt im Endkampf die Überlegenheit des Winterthurers neidlos anerkennen musste. Mit der Teilnahme am Kilchberger-Schwinget 1978 beendete Karl Meli seine Schwingerlaufbahn. Als technischer Leiter des Schwingklubs Winterthur sowie als Kursleiter in der ganzen Schweiz gab er sein Wissen gerne an den Nachwuchs weiter.

Nebst dem Schwingen war Karl Meli auch viele Jahre Aktivmitglied im Turnverein Veltheim.Im Lager der Nationalturner galt er als ernsthafter Siegesanwärter. Nicht weniger als 46-mal wurde er in dieser Sparte mit dem begehrten «Laub» bedacht.

Karl Meli kann bestimmt als einer der erfolgreichsten Schwinger aller Zeiten bezeichnet werden.

 

Noldi Ehrensberger

Arnold Ehrensberger wurde 1954 in Alten bei Andelfingen geboren. Er absolvierte eine dreijährige Metzgerlehre. 1970 übernahmen die Eltern Ehrensberger das Winterthurer Ausflugsrestaurant Bruderhaus. In diesem Familienbetrieb arbeitete „NE“, wie ihn seine Freunde nennen, nach der Lehre als Haus-metzger.

Seine schwingerische Laufbahn begann er mit elf Jahren in der Jugendriege des Turnvereins Andelfingen, dem er heute noch in der Männerriege aktiv angehört. Bereits als Vierzehnjähriger gewann Noldi in seinem Jahrgang die Jungschwingertage in Niederurnen und Pfungen. Im selben Jahr, 1968, trat er dem Schwingklub Winterthur bei. 1971 nahm er erstmals am Zürcher Kantonal-Schwingfest in Rorbas teil, wo er sich im 5. Rang den ersten Schwingerkranz sicherte. An den Eidgenössischen Nationalturnertagen 1973 in Emmenbrücke und 1976 in Unterentfelden ging Noldi Ehrensberger als Sieger hervor. 1972 startete er zu den Schwingfesten auf eidgenössischer Ebene. Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in La Chaux-de-Fonds lag er mit 74,75 Punkten einen halben Zähler unter der Kranzlimite. Zwei Jahre später, 1974 in Schwyz, platzierte sich Noldi im 9. Rang und sicherte sich den ersten eidgenössischen Schwingerkranz. 1977 in Basel qualifizierte sich Noldi Ehrensberger zusammen mit dem Rheintaler Peter Steiger für den Schlussgang, den er in überzeugender Manier gewann. Damit wurde er zum neuen Schwingerkönig erkoren. Ein prächtiges Jubiläumsgeschenk. Insgesamt kam Noldi Ehrensberger auf 69 Schwingerkränze, 33 Turnerkränze und 5 Kränze im Ringen. Mit der Teilnahme am Eidgenössischen Schwingfest 1983 in Langenthal, an dem er seinen vierten eidgenössischen Kranz erkämpfte, beendete Noldi seine schwingerische Aktiv-Laufbahn. Auch er amtete als Jungschwingerbetreuer und technischer Leiter des Schwingklubs Winterthur und erteilte unzählige Schwingkurse in der ganzen Schweiz. Bis heute stellt er sich bei den verschiedensten Anlässen immer wieder als OK-Mitglied zur Verfügung.