Am 11. August wurde das 20. Schwägalpschwinget mit 90 Schwingern vor 13'250 schwingsportbegeisterten Zuschauern souverän durchgeführt.

An diesem beliebten Bergschwinget gab es gleich zwei Gewinner. Da der Favorit Samuel Giger (Ottoberg) den Schlussgang mit Marcel Mathis (Büren NW) stellte, landete er punktgleich mit Daniel Bösch (Zuzwil) auf dem ersten Rang. Giger konnte bei den ersten fünf Gängen jedem seiner Gegner das Sägemehl vom Rücken wischen. Bösch musste sich im ersten Gang schon gegen den späteren Schlussgangteilnehmer Marcel Mathis eine Niederlage eingestehen. Nach diesem misslungenen Start konnte Bösch alle Kämpfe für sich entscheiden. Den letzten Kampf gewann er mittels Kreuzgriff gegen Michael Gwerder (Brunnen) mit 10.00 Punkten.

Dreizehn Athleten durften sich über den begehrten Bergkranz freuen. Davon gingen sieben Kränze an die Innerschweiz, fünf in die Nordostschweiz und zwei in die Südwestschweiz.

Vier Athleten, eine Absage

Für den Schwingklub Winterthur sollten ursprünglich vier Schwinger starten. Einer davon, Samir Leuppi, musste aufgrund einer verschleppten Grippe absagen.

Beda Arztmann konnte schon dem ersten Gegner das Sägemehl vom Rücken wischen. Leider musste er dann im zweiten Gang merken, dass er einem Eidgenossen wie Daniel Bösch (Zuzwil) noch nicht gewachsen ist, und verlor ebendiesen Kampf. Auch den nächsten Gegner konnte er nicht auf den Rücken legen und musste sich eine Niederlage eingestehen. Nach dem Mittag wachte Arztmann wieder ein wenig auf und warf seinen Gegner gleich so ins Sägemehl, dass er direkt auf dem Rücken landete und Arztmann 10.00 Punkte gutgeschrieben bekam. Gegen den Teilverbandskranzer Johann Borcard (Villars-sous-Mont FR) und den Kranzschwinger Fabian Rüegg (Mörschwil) musste er sich nochmals zwei Niederlagen eingestehen. Mit dieser Leistung erreichte er auf dem Rang 14c insgesamt 54.00 Punkte.

Der Zweitbeste unter den Winterthurer Schwinger war Philipp Lehmann mit 53.00 Punkten auf dem Rang 18a. Er startete gleich mit einem Sieg in den Tag, traf aber bereits schon im zweiten Gang auf den Einsiedler Teilverbandskranzer Adrian Steinauer (Willerzell) und musste sich leider eine Niederlage ins Notenblatt schreiben lassen. Nach dieser Misere konnte Lehmann seinen nächsten beiden Gegnern, einer davon der Teilverbandskranzer Dominik Waser, je ein Remis abringen. Doch der fünfte Kontrahent war wieder zu stark für Lehmann und er musste tauchen. Leider blieb der Sieg des ersten Ganges auch sein einziger Sieg an diesem Tag, der sechste Kampf endete nämlich Gestellt.

Für den Kollbrunner Schwinger Christian Lanter lief es bei seiner ersten Teilnahme am Schwägalpschwinget gar nicht gut. Lanter erlebte an diesem Tag eine Premiere. Das erste Mal in seiner Karriere schwang er an einem Schwingfest nur vier Gänge. Drei dieser Kämpfe endeten für den Landmaschinenmechaniker in einer Niederlage und einer in einem Remis. So erkämpfte er sich mit insgesamt 34.25 Punkten den Rang 24a.