Samir Leuppis hochverdienter Weissenstein-Kranz

Weissenstein 2

Samuel Giger stand am Weissenstein-Schwinget bereits nach fünf Gängen als Festsieger fest. Seinen zweiten Bergkranz in diesem Jahr gewann Samir Leuppi vom Schwingklub Winterthur.

Im Schlussgang des Bergkranzfests auf dem Weissenstein bodigte der Ottoberger Samuel Giger den überraschend soweit vorgestossenen Berner Michael Wiget (Wünnewil) nach 36 Sekunden mit einem sehenswerten Kurzzug. Der 21-jährige Giger, der am Südwestschweizer Schwingfest (14. Juli) überhaupt nicht auf Touren kam, dominierte von A bis Z und legte seine ersten fünf Kontrahenten ins Sägemehl – bereits in der vierten Begegnung kam es zum Duell mit Wiget. Dank 49,75 Zählern hatte er seinen zweiten Weissenstein-Triumph nach 2018 im Trockenen. Da Samuel Giger uneinholbar in Führung lag, musste ausgeschwungen werden, das heisst die restlichen Schwinger absolvierten alle sechs Gänge. Wiget, der im sechsten Umgang den Sieger des Innerschweizer Schwingfests, die Nummer 1 der Nordwestschweizer, Nick Alpiger (Staufen), besiegt hatte, bestritt den „Final“ als Zusatzgang. Giger, der sich seinen 14 Kranzfestsieg holte, den ersten in der laufenden Saison, erkämpfte sich zugleich seinen 35. „Kopfschmuck“. Von den 14. Kränzen ging die Hälfte an die Berner, vier an die gastgebenden Nordwestschweizer und drei an die Nordostschweizer.

 36. Eichenlaub

Weissenstein 1

Samir Leuppi zeigte eine ausgezeichnete Leistung und errang nach dem Rigi-Kranz den zweiten Bergkranz der Saison und den vierten Bergkranz insgesamt. Zum Auftakt legte er im Duell der Schwergewichte, einen der derzeit besten Nordwestschweizer Schwinger, den 150 kg schweren Eidgenossen Patrick Räbmatter (Uerkheim) nach rund vier Minuten Gangdauer auf den Rücken. Nach einem weiteren Vollerfolg wurde der Sennenschwinger vom späteren Schlussgangteilnehmer Wiget im zweiten Zusammengreifen ausgekontert und musste eine Niederlage mit der Tiefstnote 8,50 hinnehmen. Souverän meisterte der nun sechsfache Kranzgewinner der Saison, den talentierten 18-jährigen Lars Voggensperger (Schönenbuch), der im zweiten Durchgang den Glarner Eidgenossen Roger Rychen besiegt hatte. Bernhard Kämpf (Sigriswil), ein absoluter Topschwinger, der 2019 bereits an Kranzfesten triumphiert hatte, überliess er mehrheitlich die Initiative und kam zu einem beachtlichen Remis. Im entscheidenden Umgang um seinen ersten Weissenstein-Kranz bekam es der Winterthurer mit einem weiteren starken Berner zu tun, Christian Gerber, mit dem er am Nordostschweizer Schwingfest nicht über einen Gestellten hinauskam. Doch diesmal kam es anders: Samir Leuppi konnte den Emmentaler mit der Note 9,75 unter die Verlierer reihen und ergatterte sich im hochkarätig besetzten 90-köpfigen Teilnehmerfeld hochverdient sein 36. Eichenlaub. Dies im Rang 5b mit 56,50 Punkten.

Der zweite Teilnehmer des Schwingklubs Winterthur, der Ossinger Beda Arztmann liess sich zwei Erfolge schreiben und tauchte viermal. Im Gang um die Qualifikation für den Ausstich bettete er etwas überraschend im ersten Zug den Aargauer Yanick Klausner ins Kurzholz, der als Gastschwinger am Nordostschweizer Schwingfest 2016 in Davos sich in den Kranzrängen platzieren konnte.

Für Rico Baumann (Andelfingen) vom Schwingklub Flawil kam mit einem Sieg und drei  Verlustpartien das Aus bereits nach vier Gängen. (tre)