Vorschau fürs Nordostschweizer Schwingfest (NOS), Sonntag, 30. Juni, in Hallau

18 Eidgenossen am NOS in Hallau

Am Sonntag, 30. Juni, treten in Hallau 150 Schwinger aus der ganzen Nordostschweiz sowie je zwei Gästeschwinger aus den übrigen vier Teilverbänden zum Nordostschweizer Schwingfest (NOS) an. Vom Schwingklub Winterthur sind sechs Athleten gemeldet.

Als Topfavorit, unter den 18 angemeldeten Eidgenossen, geht der vierfache Kranzfestsieger der Saison und Titelverteidiger, Armon Orlik (Maienfeld), an den Start. Der 24-jährige Bauingenieur-Student strebt nach 2016 und 2018 seinen dritten NOS-Triumph an. Zum engsten Favoritenkreis zählt der St. Galler Miteidgenosse Daniel Bösch, der sich am „St. Galler“ und „Schaffhauser“ als Sieger ausrufen lassen konnte. Interessant wird sein, ob Michael Bless (Gais), Schlussgangverlierer im 2018, nach seinem missglückten Auftritt am Bündner-Glarner Kantonalschwingfest, bei welchem er den Kranz verpasste, wieder eine so starke Leistung wie im Vorjahr abrufen kann. Noch unklar ist, ob Samuel Giger (Ottoberg), zusammen mit Orlik der beste Nordostschweizer Schwinger, nach seiner am Thurgauer Kantonalen erlittenen Schulterverletzung wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen kann.

Acht Gästeschwinger

Von den acht Gästeschwingern, je zwei aus den übrigen vier Teilverbänden, ragen die Eidgenössischen Kranzschwinger, der Berner Remo Käser, Erich Fankhauser (Hasle LU) und der Nidwaldner Marcel Mathis, heraus. Nicht zu unterschätzen sind auch der Festsieger des Solothurner Kantonalschwingfests, der Aargauer Joel Strebel, und der Südwestschweizer Lario Kramer, der überraschend am Stoss-Schwinget 2018 triumphierte.

Sextett vom Schwingklub Winterthur

Der Schwingklub Winterthur wird vom Sieger des Zürcher Kantonalschwingfests in Fehraltorf, Samir Leuppi (Winterthur), angeführt. Der 26-Jährige, der 2019 bereits drei Rangschwingfeste gewann und auch am „Schaffhauser“ und „Bündner-Glarner“ überzeugte, gehört zu den besten Nichteidgenossen im Land. Er kann sich berechtigte Hoffnungen auf eine Topplatzierung ausrechnen. Die Nummer 2 des Stadtklubs, Beda Arztmann (Ossingen), hat das Potenzial sich seinen ersten NOS-Kranz zu erkämpfen. Am Bündner-Glarner Kantonalen verpasste er trotz einer starken Leistung seinen vierten Saisonkranz. Im Gang um den Kranz wurde er von der Einteilung hart angefasst: er unterlag dem Appenzeller Eidgenossen Raphael Zwyssig. Mit dem Pfäffiker Andreas Keller, Christian Lanter (Kollbrunn) und Philipp Lehmann (Humlikon) stehen im Klettgau Aktive im Einsatz, die am diesjährigen Zürcher Kantonalen den Kranz errangen. Der Nichtkranzer Patrick Rüegg (Rikon) komplettiert das Sextett des Schwingklubs Winterthur. Rüegg, der auch als Nationalturner in Erscheinung tritt und sich am Eidgenössischen Turnfest in Aarau den Kranz holte, trotzte in der laufenden Saison schon zwei Topschwingern einen Gestellten ab: dem Eidgenossen David Schmid (Wittnau) am „Thurgauer“ und dem Schwingerkönig von 2001 in Nyon, Arnold Forrer (Stein SG), am Zürcher Kantonalschwingfest.

Vom Schwingklub Zürcher Oberland steigt der Turbenthaler Kantonalkranzer Benjamin Nock in die Hosen – vom Schaffhauser Schwingerverband Dominik Ott (Trüllikon), und für den Schwingklub Flawil, Rico Baumann, der in Andelfingen wohnt.

Das Anschwingen beginnt um 8 Uhr. (tre)