Letzter Formtest vor dem ersten Kranzfest

 

Winterthur. Am Sonntag wird der traditionelle Eschenberg-Schwinget durchgeführt. Bereits am Samstag findet auf dem Eschenberg ein Buebeschwinget statt.

 

Rund 80 Schwinger aus der Nordostschweiz werden antreten. Der Walder Fabian Kindlimann und Andreas Gwerder (Hütten) treten als absolute Topfavoriten an. Der 22-fache Kranzschwinger Kindlimann hatte in der letzten Saison fünf Kranzerfolge feiern können, darunter den Bergkranz auf der Rigi und den Teilverbandskranz am Nordostschweizer Schwingfest in Silvaplana. Der 1,85 Meter grosse und 125 Kilogramm schwere Kindlimann geht als Titelverteidiger an den Start.

 

Kindlimanns stärkster Gegner

Andreas Gwerder hatte im Vorjahr den Schlussgang gegen Kindlimann verloren. Der Landwirt und Plattenleger vom Schwingklub Zürichsee linkes Ufer war auf dem Eschenberg vor drei Jahren siegreich. Der 25-jährige NOS-Kranzer hat in seiner Karriere bis anhin insgesamt 18 Kränze herausgeschwungen und ist gemäss Papierform Kindlimanns stärkster Gegner.

 

Der bald 39-jährige Eidgenössische Kranzschwinger Stefan Burkhalter (Homburg) muss mit grosser Wahrscheinlichkeit auf eine Teilnahme verzichten. Er leidet an einer Prellung im Schulterbereich und konnte darum schon letzten Sonntag am Frühjahrsschwinget Bürglen TG nicht starten.

 

Leuppi und Nigg

Der organisierende Schwingklub Winterthur tritt mit 15 Athleten an. Der Stadtklub wird von den beiden Winterthurern Samir Leuppi und Lukas Nigg angeführt. Leuppi konnte im letzten Jahr wegen Rückenproblemen erst im August seinen ersten Wettkampf im Freien bestreiten. Nach abgeschlossener Rekrutenschule (RS) arbeitet der gelernte Zimmermann nun bei der SBB als Sicherheitsangestellter. Da er in der RS nur reduziert trainieren konnte, hat der 20-jährige Leuppi einen Trainingsrückstand. Trotzdem ist ihm ein absoluter Spitzenplatz zuzutrauen.

 

Lukas Nigg wurde letztes Jahr Dritter und visiert auch dieses Jahr eine Topplatzierung an. Nachdem ihm am Ostermontag am Schaffhauser Frühjahrsschwinget der Start zur Freiluftsaison missglückt war, konnte er sechs Tage später am Frühjahrsschwinget Hittnau eine sehr gute Leistung zeigen. Der 29-Jährige klassierte sich im geteilten dritten Rang. Am absoluten Saisonhöhepunkt, dem Eidgenössischen Schwingfest in Burgdorf, 31. August und 1. September, möchte Nigg zum dritten Mal antreten.

 

Der 34-jährige Kollbrunner Stefan Schoch strebt bereits seine achte Eschenberg-Auszeichnung an. Die beiden 16-jährigen Lucien Weibel (Münchwilen) und Fabian Schlüchter (Winterthur), der Neftenbacher Joel Danuser (17) sowie Michael Hari (Winterthur), der im 2012 mit dem Schwingsport begonnen hatte, werden erstmals auf dem Winterthurer Hausberg in die Hosen steigen.

 

Auch für Marco Pedrazzi (Trüllikon), Reto Fritschi (Rorbas), Christoph und Martin Odermatt (beide Bauma), Roman Schnurrenberger (Sternenberg) und den Turbenthaler Felix Stahel ist der Eschenberg-Schwinget der letzte Formtest vor dem ersten Kranzfest der Saison in der Nordostschweiz, dem Thurgauer Kantonal-Schwingfest. Eine Woche nach dem <<Thurgauer>> wird am 5. Mai das 103. Zürcher Kantonal-Schwingfest übers Sägemehl gehen.

Das Anschwingen beginnt um 12 Uhr.

 

Buebeschwinget am Samstag

Am Buebeschwinget Eschenberg, der am Samstag ausgetragen wird, werden Buben von den Kantonen Appenzell, Schaffhausen, Thurgau und Zürich starten. Angemeldet sind auch acht Knaben des Schwingklubs Aegerital. Teilnahmeberechtigt sind die Jahrgänge 1998 bis 2005. Auch Knaben, die keinem Schwingklub angehören, können sich auf dem Festplatz ab 9.30 Uhr anmelden. Vom Schwingklub Winterthur werden 18 Nachwuchsschwinger um die Auszeichnungen kämpfen, welche die Besten jeder Kategorie in Form von Ehrengaben erhalten.

 

Die Wettkämpfe beginnen um 11.00 Uhr.